Line Dance – Der amerikanische Volkstanz in der Gegenwart 

American Line Dancing ist ein nordamerikanischer Volkstanz. Dort hat er denselben Status wie in Österreich der Walzer. Über die Entstehung und Lernmöglichkeiten.

Line Dance gilt als typischer Western-Tanz und jeder denkt dabei sofort an den Wilden Westen, an Cowboys, weite Prärien, einsame Ritte in den Sonnenuntergang und Gitarrenspiele am Lagerfeuer. Line Dance erfreut sich heute in Österreich und Deutschland immer größerer Beliebtheit – viele wissen jedoch nicht, was zu seiner Entstehung führte. Über die verschiedenen Theorien wird aber auch genug diskutiert!

Line Dance – der Tanz für Cowboys

Eine der beliebtesten Theorien – jedoch von Historikern wenig anerkannt – vertritt die Meinung, dass Line Dance sich entwickelte, weil den Cowboys, die in der Prärie unterwegs waren, die Frauen für gemeinsames Tanzen fehlten. So begannen sie Tänze zu entwickeln, die zu einfacher Gitarrenmusik ohne Partnerin zu tanzen waren. Das kann zwar zur Entstehung beigetragen haben, aber die wirkliche Hauptursache war die Einsamkeit der Cowboys vermutlich trotzdem nicht.

Line Dance als multikulturelles Erbe

Die deutlich wahrscheinlichere Theorie, die sich mit der Entstehung von Line Dance beschäftigt, schreibt Line Dance den vielen europäischen Völkern zu, die sich nach der Entdeckung in Amerika ansiedelten. Schotten, Iren, Spanier und viele andere wanderten in Nordamerika ein und das dürfte sich auch auf die Kultur dort ausgewirkt haben: Der amerikanische Volkstanz vereint Facetten von irischen Stepptänzen und schottischen Folklore-Schritten ebenso in sich wie spanische Elemente in Musik und Schrittkombinationen.

Line Dance in Deutschland und Österreich

Auch in Mitteleuropa erfreut sich Line Dance immer größerer Beliebtheit. Ein großer Teil aller europäischen Gruppen ist in Mitteleuropa angesiedelt, und in Deutschland und Österreich findet man schon fast überall eine Gruppe, der sich Interessierte anschließen können. Möglichkeiten neue Tänze zu lernen werden genug geboten: Mobile Line Dance-Lehrer oder regelmäßige Kurse findet man fast überall. Im Internet findet man sowohl benötigte Musik als auch Beschreibungen der Tänze, aber von schriftlichen Beschreibungen zu lernen liegt nicht jedem und wenn man Schwierigkeiten damit hat sich etwas Schriftliches visuell vorzustellen, sollte man die Finger davon lassen. Auch empfiehlt sich diese Art des Lernens erst sobald man schon Erfahrung im Tanzen hat und die Bezeichnungen für verschiedene Schrittfolgen kennt. Den meisten fällt es leichter von einem anderen die Schrittfolgen zu lernen.

Ist man in Deutschland oder (für die Österreicher) in der Nähe der Grenze zu Hause, hat man die Möglichkeit, ab April einmal im Monat in der Pullman City in Bayern einen zweitägigen Kurs zu besuchen. Das kostet einen nur den Eintritt, der Kurs an sich ist kostenlos. Man bekommt die Kopien zu jeder Tanzbeschreibung, wenn man einen USB-Stick mitnimmt, bekommt man auch die Musik dazu. Dort kommt man auch mit vielen Gruppen aus Österreich und Deutschland in Kontakt und findet vielleicht auch eine Gruppe aus seiner Nähe.

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