Maroni – die vielseitige Frucht des Herbstes

Infos, Tipps und Rezepte rund um die Edelkastanie. Edelkastanien wärmen nicht nur die Hände, sondern schmecken köstlich zu Rotwein, in verschiedenen Gerichten oder auch einfach nur solo.

Wenn man in der Stadt die ersten Maronibrater entdeckt, weiß man, dass der Herbst begonnen hat. Maroni bestechen durch ihren eigenwilligen Geschmack. Bei Maroni scheiden sich die Geister. Für die einen sind Maronen eine delikate Frucht, andere wiederum können sich damit gar nicht anfreunden.

Was sind Maroni?

Maroni, auch Edelkastanien oder Esskastanien genannt, gehören in die Gattung der Nussfrüchte. Edelkastanienbäume werden wegen der essbaren Früchte und dem gut verwertbarem Holz in Süd- und Westeuropa angebaut.

Was man alles aus Maroni machen kann

Maroni können gekocht oder geröstet werden. Am bekanntesten bei uns sind die in Maroniöfen gebratenen Kastanien. Sie können aber auch als Beilage oder zum Füllen verwendet werden. Besonders gut passen die Esskastanien zu Huhn, Gans, Ente und Schwein. Ein bekanntes Dessert sind die glacierten Kastanien und auch süßer Kastanienreis.

In Frankreich und Italien wird aus Maroni ein spezieller Likör hergestellt, auf Korsika und in der Schweiz Bier. Da Kastanien glutenfrei sind, kann das Mehl von Zöliakie-Patienten als Getreideersatz verwendet werden.

Wie man Maroni Zuhause brät

Im Backrohr:

Schneiden Sie die Maroni auf der gewölbten Seite mit einem scharfen Messer längs ein. Legen Sie die Esskastanien mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech und braten sie bei 200 Grad bis die eingeschnittenen Enden sich nach außen wölben. Stellen Sie ein hitzebeständiges Häferl mit Wasser ins Backrohr. So trocknen die Maroni nicht aus. Lassen Sie anschließend die fertigen Maroni noch einige Minuten in einem eingeschlagenen Tuch rasten.

Im Maronibrater:

Schneiden Sie die Maroni auf der gewölbten Seite mit einem scharfen Messer längs ein. Heizen Sie den Maronibrater ungefähr 5 Minuten vor. Füllen Sie dann den Brater mit den eingeschnittenen Maroni auf. Wenden Sie die Maroni während des Bratens zwei- bis dreimal. Die Maroni sind bei geschlossenem Deckel nach rund 15 Minuten fertig.

Wie man Maroni lagert

Frische Kastanien mit Schale können bei Raumtemperatur bis zu einer Woche aufbewahrt werden. In einem perforierten Plastikbeutel halten sie sich im Kühlschrank ungefähr einen Monat lang. Eingefrorene Maroni können bis zu sechs Monaten eingefroren aufbewahrt werden.

Rezept-Tipp: Maronisuppe

Zutaten:

2 Zwiebeln, 1 Stange Lauch, 1 Teelöffel gehackter Kerbel, 1 Lorbeerblatt, 1 Liter Brühe, 4 Karotten, 1 Gewürznelke, 1 Esslöffel Creme fraiche (oder Schmand), 4 Kartoffeln, 2 Esslöffel Butter, 25 dag Maroni

Zubereitung:

Schneiden Sie die Maroni mit einem scharfen Messer längs ein und braten sie im Backrohr bei 200 Grad circa 20 Minuten. Braten Sie die geschälten Maroni danach in einem Topf mit der zerlassenen Butter an. Schneiden Sie das Gemüse klein und geben Sie es zu den Maroni. Fügen Sie nun die Nelke, das Lorbeerblatt und die Brühe bei. Lassen Sie die Suppe nun ungefähr eine Stunde kochen. Entfernen Sie die Nelke und das Lorbeerblatt und pürieren die Zutaten. Schmecken Sie nun die Suppe mit Salz und Pfeffer ab und lassen Sie sie noch einmal kurz aufkochen. Servieren Sie nun die Suppe mit einem Tupfer Creme fraiche oder Schmand und dem gehacktem Kerbel.

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