Meeresfrüchte – Delikatesse oder kontaminiertes Lebensmittel?

Meeresfrüchte sind unter Feinschmeckern besonders beliebt. Leider sind sie aber auch wie kein anderes Lebensmittel mit Bakterien, Viren und Giften belastet.

Als Meeresfrüchte bezeichnet man wirbellose Meerestiere, die im Unterschied zu Fischen kein inneres Skelett und keine Flossen haben. Sie besitzen ebenfalls keine Schuppen, die bei den meisten Fischarten vorhanden sind. Zoologisch werden sie in zwei Hauptgruppen eingeordnet:

  1. Schalentiere: Sie bilden eine zoologische Klasse, die zum Typus der Gliederfüßer (Arthropoden) gehört und etwa 25.000 Arten umfasst. Zu den beliebtesten Schalentieren zählen Langusten, Hummer, Krebse, Kronenhummer und Garnelen.
  2. Weichtiere (Mollusken): Sie bilden einen zoologischen Typus, der sieben Klassen umfasst, von denen lediglich drei von ernährungsphysiologischem Interesse sind (zweischalige Weichtiere, Kopffüßer und Bauchfüßer). Insgesamt gibt es aber mehr als 100.000 Weichtierarten. Zu den beliebtesten essbaren Weichtieren zählen Sepias, Kalmare und Oktopusse, Miesmuscheln, Austern und Schnecken.

Meeresfrüchte sind wie kaum ein anderes Lebensmittel mit Viren, Giften und Bakterien belastet. Von außen ist eine Kontamination nicht zu erkennen. Die zahlreichen Risiken für die Gesundheit durch den Genuss von Meeresfrüchten sind auf die Lebensweise dieser Meerestiere und besonders auf ihre Ernährung zurückzuführen.

Die Bedeutung von Meeresfrüchten in der Ernährung

Meeresfrüchte sind für die menschliche Ernährung auf keinen Fall notwendig. Die Nährstoffe, die in Meeresfrüchten enthalten sind, können auch von anderen Nahrungsmitteln bezogen werden. Die positiven Eigenschaften von Meeresfrüchten stehen in keinem Verhältnis zu den zahlreichen Risiken. Im Rahmen einer gesunden Ernährung passen Meeresfrüchte nicht dazu.

Nachteile von Meeresfrüchten

Kein Nahrungsmittel verdirbt so schnell wie Meeresfrüchte. Meeresfrüchte, bei denen die Zersetzung schon begonnen hat, sind am gefährlichsten, denn sie enthalten sehr viele Keime. Zudem sind sie schwer verdaulich. Schalentiere enthalten doppelt so viel Cholesterin als mageres Kalbfleisch. Der Genuss von Meeresfrüchten, insbesondere von Garnelen und Tintenfischen, ist einer der häufigsten Auslöser für Lebensmittelallergien. Ebenso verursachen Meeresfrüchte die häufigsten Nahrungsmittelvergiftungen. Einige der chemischen Schadstoffe, die über die Abwässer ins Meer gelangen und sich in Meeresfrüchten ansammeln, sind krebserregend. Besonders zweischalige Mollusken sind häufig so stark mit Schadstoffen belastet, dass sie vor dem Verkauf erst dekontaminiert werden müssen. Dazu werden sie lebend 48 Stunden lang in sauberes Chlorwasser gelegt.

Die Vorteile von Meeresfrüchten

Meeresfrüchte sind schmackhaft und werden von vielen als Delikatesse angesehen. Schalentiere, nicht die Weichtiere, enthalten ähnlich wie Fische, biologisch hochwertiges Eiweiß. Die Auster wird hinsichtlich ihres Gehaltes an Vitamin B12 und Eisen nur von der Leber der Säugetiere übertroffen.

Wer sollte Meeresfrüchte besser meiden?

Der Genuss von Meeresfrüchten stellt immer ein Risiko für die Gesundheit dar. In bestimmten Fällen ist das Risiko jedoch besonders hoch und dann sollte auf den Verzehr von Meeresfrüchten auf jeden Fall verzichtet werden:

  • Bei geringen Abwehrkräften (Immundepression) aufgrund von AIDS, Blutkrebs (Leukämie), Lymphknotenschwellungen (Lymphoma), bösartigen Tumoren im Allgemeinen,
  • Bei Krebsbehandlungen mit Chemotherapie und Immunsuppressionsbehandlungen.
  • Bei chronischer Niereninsuffizienz und Nierendialyse
  • Bei Diabetes
  • Bei Lebererkrankungen wie Hepatitis, Zirrhose und anderer Leberschäden.
  • Bei Alkoholismus und fehlender Magensäure aufgrund von chronischer Gastritis (Magenschleimhautentzündung).

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