Mit Hildegard von Bingen durchs Jahr – Juli

Kommentare und Ratschläge der Hildegard von Bingen zu Sonnenbrand und Insektenstichen im Juli.

Die historische Figur Hildegard von Bingen hat als Äbtissin eines Benediktinerordens sowohl Schriften der Philosophie, zu Musikkompositionen als auch zur Klosterheilkunde verfasst. Vor beinahe 1000 Jahren hat sie gelebt und doch sind viele ihrer Schriften von großer Aktualität und werden gerade auch in der ganzheitlichen, modernen Medizin genutzt.

Hildegard von Bingen zum Juli

„Der Juli ist der Monat, der die Früchte zur Reifung bringt; in ihm gibt es die absolute Dürre, Trockenheit, aber auch massive Regengüsse.“

Hildegard von Bingen zum Charakter der Julikinder

„Genau wie die Natur in diesem Monat sich zeigt, ist auch der Mensch, der in diesem Monat geboren wurde. Bei ihm ist vor allem die Reife augenscheinlich, er ist den anderen in vielem voraus, besonders was seine Gesundheit anbelangt. Alles, was ihm schadet, meidet er und nimmt dazu auch schon einmal die Kraft seiner Arme zu Hilfe. Jedoch, wenn er sich belehren lässt durch die Mahnungen des Heiligen Geistes, wettert er mit ungewöhnlichem Feuereifer gegen Laster und Sünde an und findet so zu seinem wahren Seelenheil.“

Hildegard von Bingen bei Sonnenbrand und Insektenstichen

Sonnenbrand und Insektenstiche sind typische Sommerbeschwerden und können mit vielerlei Mitteln behandelt werden. Auch Hildegard von Bingen trägt mit eigenen Rezepturen und Maßnahmen zur Behandlung dieser oft eher lästigen als tragischen Beschwerden bei.

Bei Sonnenbrand und anderen leichten Verbrennungen und Hautausschlägen empfiehlt sie eine Kompresse aus Leinsamen:

  • 3 EL Leinsamen
  • 1 l Wasser

Die Leinsamenkörner 10 Minuten in einem Liter Wasser kochen. Anschließend abseihen. Ein (keimfreies) Leinentuch in dem circa 40°C warmen Leinsamenwasser tränken und auf die verbrannte Stelle legen.

Bei Insektenstichen verhilft Spitzwegerichsaft oder frische, zerriebene Spitz- oder Breitwegerichblätter zur Linderung. Die Stichstelle wird damit mehrmals täglich eingerieben. Spitzwegerich lindert Schmerz und Juckreiz und ist darüber hinaus auch entzündungshemmend.

Sommerküche und Kirschen im Juli

Die Küche bietet im Sommer eine Vielzahl frischer Gemüsesorten, wobei Hildegard von Bingen Gurken, Paprika, Tomaten und Auberginen nicht erwähnt, da diese Nachtschattengewächse zu Hildegard von Bingens Zeit noch unbekannt waren. Generell rät Hildegard von Bingen von zu warmen und zu kalten Speisen im Sommer ab.

Kirschen befürwortet sie für gesunde Menschen, doch sollte bei rohem Verzehr ein Schluck Wein getrunken werden „damit ihr Saft, der roh schaden kann, durch den Wein unterdrückt wird.“

Einen Vorschlag für ein Kirschkompott finden Sie hier:

  • 2 Vanilleschoten
  • 300 ml trockener Weißwein
  • 100 g Rohrzucker
  • 500 g Süßkirschen, entsteint
  • 500 g Sauerkirschen, entsteint

Vanilleschoten halbieren und das Mark auskratzen. Weißwein in einen Topf geben und mit dem Rohrzucker kurz aufkochen lassen. Kirschen hinzufügen und circa 2 Minuten kochen. Vanillemark unterrühren und das Kompott in Gläser abfüllen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.