Persönliche Hausapotheke – Wie stelle ich die Erste Hilfe-Box richtig zusammen?

Der Inhalt einer Hausapotheke sollte auf die Personen abgestimmt sein, die sie im Notfall benutzen möchten. Das ist entscheidend für eine effektive Hilfe.

Standardlisten für den Inhalt einer Hausapotheke sind überall erhältlich. Sinnvoll ist es jedoch, auf die Bedürfnisse der Haushaltsmitglieder zu achten. Nicht alle Medikamente sind für jeden geeignet, denn die Wirkung fällt bei jedem anders aus. Oft müssen auch Allergien oder Wechselwirkungen mit Dauermedikamenten berücksichtigt werden. Manche Dinge sind weniger wichtig oder können durch andere aus dem Haushalt ersetzt werden.

Aufbewahrung der Hausapotheke

Alle Artikel der Hausapotheke müssen kühl und trocken aufbewahrt werden, also nicht in der Küche oder im Bad, wie es immer noch vielfach praktiziert wird. Am besten lagern Verbandstoffe, Medikamente und andere Hilfsmittel staubfrei in einer Plastikbox mit Deckel. Wenn Kinder im Haus leben, ist ein abschließbares Schränkchen die bessere Wahl. Einmal im Jahr sollte der Inhalt auf seine Verfallsdaten hin überprüft werden. Beipackzettel müssen immer aufbewahrt werden, damit man die Informationen im Zweifelsfall nachlesen kann.

Hier finden Sie eine Zusammenstellung von Verbandsstoffen und Medikamenten, die wirklich sinnvoll sind:

1. Einmalhandschuhe gibt es günstig in größeren Packungen im Discountmarkt.

2. Desinfektionsmittel: Es sollte jodfrei und mild sein, damit es auch für empfindliche Personen geeignet ist (z. B. Hansaplast med Spray).

3. Sterile Kompressen (10cm x 10 cm): Wenn kleinere benötigt werden, kann man sie immer noch zurechtschneiden.

4. Elastische Mullbinden in 6 cm und 8 cm Breite

5. Pflaster auf der Rolle zur Befestigung: Eventuell speziell für empfindliche Haut, das gilt auch für fertige Pflasterstrips oder Wundschnellverbände.

6. Schere: Es muss keine teure Verbandsschere sein, eine kleine abgerundete Bastelschere geht auch und ist preiswerter.

7. Je 1 elastische Binde in 6 cm und 8 cm Breite

8. Wundsalben gibt es von vielen Firmen. Eine kleine Tube genügt, lieber frisch nachkaufen! Zusätzlich ein antibiotisch wirkendes Gel wie Tyrosur, das sich gut für Brandwunden und bereits infizierte Wunden eignet.

9. Eine Pinzette, um Splitter herausziehen zu können.

10. Ein digitales Fieberthermometer

11. Ein Dreiecktuch kann durch ein normales Tuch oder einen Schal ersetzt werden.

12. Schmerzmittel: das jeweils am besten verträgliche. Möglicherweise unterschiedliche Präparate besorgen! Kindern keine Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) geben, da Gefahr eines Schocks besteht. Ansonsten auf den Packungen vermerken, was für wen geeignet ist oder eine Liste in die Box legen.

13. Abführmittel: Die mildeste Form ist die Anwendung von CO2-haltigen Zäpfchen, z. B. Lecicarbon. Sie führen schnell und sanft ab, ohne den Darm zu stressen oder Wirkstoffe an den Blutkreislauf abzugeben. Auch für Schwangere und Stillende geeignet.

14. Mittel gegen Übersäuerung des Magens: Hier ein intelligentes Präparat wählen, das nur so viel Wirkstoff abgibt, wie der Magen tatsächlich benötigt, z. B. Talcid.

15. Bei Durchfall eher sanfte Mittel wie Perenterol nehmen. Stärkere Präparate wie Imodium nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker, da es leicht zu Verstopfung führen kann. Wichtiger ist der Elektrolytersatz, der mit Apfelsaftschorle oder einer Brühe (gekörnt aus dem Glas) preiswert und jederzeit hergestellt werden kann.

16. Arnica D6 Globuli: Wenn man sie sofort nach dem Unfall gibt, heilen Knochenverletzungen, Prellungen und Blutergüsse schneller.

Wer häufiger unter folgenden Beschwerden leidet, sollte auch mit diesen Medikamenten ausgerüstet sein:

17. Milde Augentropfen wie Euphrasia (Wala): Sie helfen bei Reizzuständen der Bindehaut z. B. Allergien. Sterile Eindosis-Behälter sind am praktischsten.

18. Lutschtabletten gegen Halsschmerzen: z. B. Salbeibonbons oder Tabletten mit einem Lokalanästhetikum

19. Hustentropfen: mit Thymian oder Spitzwegerichextrakt

20. Nasenspray: Meerwasser und abschwellende Präparate

21. Mittel gegen Blähungen: z. B. Lefax

22. Zäpfchen gegen Übelkeit und Erbrechen: z. B. Vomex A

23. Pfefferminzöl gegen alle möglichen Beschwerden von Erkältungen bis zur

Magenverstimmung

Eine Liste mit Notfalladressen sollte ebenfalls in der Box oder im Schränkchen liegen bzw. gleich im Telefon eingespeichert werden.

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