Piercing: Gesichts- & Intimpiercings sind trotz Risiken im Trend

Piercings im Gesicht sind meist ein Körperschmuck. Intimpiercings im Genitalbreich dienen zur sexuellen Stimulation. Trotz Risiken sind Piercings im Trend.

Es gibt verschiedene Piercing-Arten. Piercing kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „Durchstechen“. Dabei wird an ganz verschiedenen Körperstellen ein Schmuckstück, das meist die Form eines Ringes oder Stäbchens hat, durch die Haut oder auch Knorpelgewebe des menschlichen Körpers hindurch angebracht.

Ohrpiercings sind eine bekannte Variante

Bei den Ohrpiercings werden an verschiedensten Stellen der Ohrmuschel oder einfach am Ohrläppchen ein oder mehrere Piercings angebracht. Das Ohrpiercing ist eine der bekanntesten Varianten des Piercings. Es ist bei entsprechenden Frisuren immer zu sehen und sorgt somit leicht für Aufmerksamkeit. Die Namen der einzelnen Piercings wie Helix, Industrial oder Snug sind hingegen der Allgemeinheit meist nicht so geläufig.

Gesichtspiercings für Lippen, Mund und Nase sind sehr gefragt

Lippen, der Mundbereich und die Nase sind ebenfalls sehr gefragte Orte für Piercings. Während das Nostril-Piercing durch den Nasenflügel geht, muss beim Septum-Piercing die Nasenscheidewand durchstochen werden. Sehr bekannt ist auch das Zungenpiercing.

Brustwarzenpiercing und Bauchnabelpiercing reizen nicht nur beim Sex

Während die Piercings im Gesicht oder am Ohr meist eher als Körperschmuck dienen, haben Piercings, die die Brustwarze oder den Bauchnabel betreffen, eher den Zweck, zur sexuellen Stimulation beizutragen. Bei Männern ist vor allem das Brustwarzenpiercing und bei Frauen eher das Bauchnabelpiercing gefragt.

Intimpiercings im Genitalbereich können das Lustempfinden steigern

Für Frauen und Männer gibt es zahlreiche Varianten, sich ein Intimpiercing zuzulegen. Diese Piercings dienen fast ausschließlich zur sexuellen Stimulation und sind sowohl beim heterosexuellen als auch beim homosexuellen Sex mitunter sehr gefragt. Dabei kann das Piercing bei Männern unter anderem durch das Vorhautbändchen (Frenulum-Piercing), durch die Eichel (Ampallang) oder durch die untere Peniswand (Prinz-Albert-Piercing) gestochen werden.

Bei Frauen sind Imtimpiercings im Genitalbereich besonders beliebt, die entweder durch die Klitoris (Klitorispiercing) oder die Schamlippen (Schamlippenpiercing) gestochen werden. Der Heilungsprozess kann bei derartigen Piercings bis zu drei Monaten dauern.

Erhöhung der Ansteckungsgefahr mit sexuell übertragbaren Krankheiten

Vor allem Piercings im Genitalbereich können die Risiken für die Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit wie HIV oder Hepatitis B und C erhöhen, wenn die Heilung nicht vollständig abgeschlossen ist.

Komplikationen sind auch beim Piercen selbst möglich

Doch auch schon beim Piercen selbst kann es Komplikationen geben. Infektionen mit HIV, Hepatitis, Syphilis oder Tuberkulose sind möglich, wenn etwa nicht ausreichend desinfizierte Arbeitsmaterialien benutzt werden.

Rötungen, Schwellungen oder Entzündungen sind vor allem in den ersten Tagen nach dem Piercen recht häufig beobachtete Nebenwirkungen. Mitunter kann es auch zu allergischen Reaktionen auf das im Piercing verwendete Material kommen. Gold, Platin, Niob, Titan oder Edelstahl sind die am häufigsten verwendeten Materialien.

In jedem Fall empfiehlt sich ein ausgehendes Beratungsgespräch vor einem Piercing und auch eine Absprache mit einem Arzt kann sinnvoll sein. Bei Beschwerden, die nach dem Stechen des Piercings auftreten, sollte ebenfalls umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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