Plötzlicher Kindstod – SIDS oder Sudden Infant Death Syndrome

Der plötzliche Säuglingstod, oder in Fachkreisen SIDS genannt, ist für alle Eltern eine Horrorvorstellung und leider für manche Paare die traurige Wahrheit.

Es ist ein Alptraum für alle Väter und Mütter und doch betrifft es mehr Familien als wir glauben. Wenn ein Säugling plötzlich stirbt, bricht für die betroffenen Eltern eine Welt zusammen und hinterlässt nichts als einen Scherbenhaufen. Das Sudden Infant Death Syndrome ist in Deutschland jedoch kein Einzelfall und betrifft mehr Familien als man denkt. Der plötzliche Kindstod ist sogar die häufigste Todesursache bei Kindern bis zu einem Jahr.

Was bedeutet plötzlicher Kindstod und welche Ursachen gibt es hierfür?

Vom plötzlichen Kindstod, oder auch Krippentod, spricht man, wenn ein Kind unerwartet im Schlaf verstirbt. Laut der Tageszeitung Zeit starben allein im Jahre 1990 fünfzehn von tausend Säuglingen am plötzlichen Säuglingstod.

SIDS ist ein Phänomen, dessen Ursache noch nicht vollständig geklärt ist und Wissenschaftler aus aller Welt rätseln lässt. Trotz Autopsie und Untersuchung des Sterbeorts des verstorbenen Säuglings kann in diesen Fällen keine Todesursache festgestellt werden. Die Diagnose des Krippentodes geschieht also unter einem Ausschlussverfahren anderer gängiger Todesursachen bei Kindern.

Zahlen, Daten und Fakten zum Krippentod

Laut dem Deutschen Ärzteblatt waren die meisten der an SIDS verstorbenen Kinder zwischen zwei und vier Monate alt. Auch seien 60 Prozent der betroffenen Säuglinge männlich. Weiterhin ist auffällig, dass zwei Drittel der Kinder während der kalten Jahreszeit sterben.

Die Statistiken lassen jedoch hoffen: Während im Jahre 1990 noch fünfzehn von tausend Säuglingen verstarben, waren es im Jahre 2012 nur noch fünf von tausend Kindern. Dies ist Aufklärungskampagnen und epidemiologischen Untersuchungen zu verdanken, die bestimmte Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod nachweisen konnten.

Risikofaktoren für den plötzlichen Säuglingstod und was jeder tun kann

Es gibt eine ganze Reihe von Risikofaktoren, die das Eintreten des plötzlichen Krippentodes begünstigen können. In den meisten Fällen sind diese Faktoren im Alltag jedoch beeinflussbar. Was kann man also tun, um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen?

  • Während und nach der Schwangerschaft sollte nicht geraucht werden.
  • Das Kind sollte auf dem Rücken schlafen. Der Schlaf in der Bauchlage kann dazu führen, dass der Säugling zuviel Kohlendioxid einatmet.
  • Mit Decke und/oder Kuscheltier im Bett besteht die Gefahr, dass die Kinder sich diese über den Kopf und Gesicht ziehen und somit unter Sauerstoffmangel leiden.
  • Auf Flaschennahrung sollte weitgehend verzichtet werden.
  • Der Schlafraum sollte nicht wärmer als 18 °C sein.

Leider gibt es auch einige Faktoren, wie zum Beispiel genetische, denen man nicht vorbeugen kann. Dazu zählen zum Beispiel Frühgeburten oder Kinder, die ein zu niedriges Geburtsgewicht und damit Probleme mit der Bludruckregulation hatten. Auch Mehrlingsgeburten stellen einen Risikofaktor für den Krippentod dar. Außerdem sind Kinder, deren Geschwister am plötzlichen Säuglingstod gestorben sind, statistisch häufiger von SIDS betroffen.

In den meisten Fällen des plötzlichen Kindstodes spielen gleich mehrere der oben aufgezählten Risikofaktoren eine Rolle. Fest steht jedoch, dass Eltern selbst etwas tun können, um diesem mysteriösen Phänomen des plötzlichen Säuglingstodes entgegenzuwirken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.