Rezension: „Das Leber-Buch“ – Ratgeber über Leberkrankheiten

Der neue Ratgeber „Das Leber-Buch“ informiert ebenso sachkundig wie auch unterhaltsam über die unterschätzte Volkskrankheit Lebererkrankungen.

Die meisten Menschen denken bei Erkrankungen der Leber an Alkohol. Nur wenige wissen, dass Erkrankungen der Leber viele Ursachen haben können und weltweit eines der größten Gesundheitsprobleme darstellen. Allein in Deutschland gibt es mindestens fünf Millionen Leberkranke, wobei es viele gar nicht wissen. Und jeder vierte Erwachsene in Deutschland hat erhöhte Leberwerte.

„Das Leber-Buch“

Diese und viele andere Informationen finden sich im neu erschienenen Ratgeber „Das Leber-Buch“ , den die Deutsche Leberstiftung herausgegeben hat. Zu den Autoren zählen namhafte deutsche Leberspezialisten und ein Sachbuchautor. Im Buch erfährt man u.a., dass zwischen 20 und 40 Prozent der Bevölkerung in Mitteleuropa unter einer Fettleber leiden, dass Ärzte schon bei Kindern eine Fettleber diagnostizieren. Nur jede fünfte Lebererkrankung wird rechtzeitig entdeckt – dabei könnte das frühzeitige Erkennen das Leben verlängern.

Mit diesem Buch möchte die Deutsche Leberstiftung dem interessierten Laien, aber auch Ärzten und Apothekern auf unterhaltsame Weise die Leber nahe bringen. Verständlich und anschaulich erläutert „Das Leber-Buch“ die lebenswichtigen Aufgaben sowie mögliche Erkrankungen der Leber und die entsprechenden Behandlungen.

Leber von A bis Z

Wofür brauche ich meine Leber?, Was passiert, wenn meine Leber krank ist?, Was kann man dagegen tun?, sind Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden. Dabei werden die verschiedenen Krankheiten und ihre Ursachen genauso erläutert wie die entsprechenden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Außerdem gibt es Kapitel zu Lebertransplantationen und zum Thema Lebererkrankungen und Ernährung. Die neuesten Entwicklungen im Bereich der Forschung und die Arbeit der Deutschen Leberstiftung werden ebenfalls ausführlich dargestellt. Ergänzt werden diese Kapitel durch Patientengeschichten und ein Glossar „Die Leber von A (wie Albumin) bis Z (wie Zirrhose)“. Das Kapitel „50 Fragen zu Lebererkrankungen“ beantwortet viele Fragen, die Interessierte und Betroffene immer wieder stellen. Der Serviceteil gibt praktische Tipps nicht nur für Patienten und enthält einen Fragebogen, mit dem die Leser feststellen können, ob bei ihnen ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen einer Lebererkrankung besteht.

Beethovens Leberzirrhose

Aufgelockert wird das Buch durch interessante Beiträge zum Thema Leber über die sachlichen Informationen hinaus – da geht es u. a. um Prometheus, den Leberfleck, Großbritanniens bekanntesten Lebertransplantierten und die Leberzirrhose Beethovens. Dazu kommen zahlreiche Abbildungen und speziell für „Das Leber-Buch“ entwickelte Cartoons.

„Mit diesem Buch gehen wir bewusst einen neuen Weg der Kommunikation. Wir erreichen so mit Sicherheit viele Menschen, die sich sonst nicht mit dem Thema ,Leber‘ beschäftigen. Eigentlich sollte das Buch Pflichtlektüre für jeden Menschen mit erhöhten Leberwerten sein“, findet Prof. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

Das Leber-Buch informiert über ein wichtiges Thema und unterstützt die Arbeit der Deutschen Leberstiftung. Für jedes verkaufte Buch erhält die Stiftung 1 Euro als Spende.

Das Leber-Buch (Hrsg. Deutsche Leberstiftung, Schlütersche Verlagsgesellschaft, 160 Seiten, 49 Farbfotos, Grafiken und Cartoons,14,95 Euro)

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