Richtig bügeln mit dem Dampfbügeleisen

Was sollte man beim Bügeln alles beachten? Der folgende Artikel gibt Tipps & Tricks für das richtige Bügeln mit dem Dampfbügeleisen.

Bügelwasche fällt in einem Haushalt grundsätzlich immer an, seien es Hemden, T-Shirts, Bettwäsche und vieles andere. Bügeln sieht so leicht aus, doch auch hier muss einiges beachtet werden, damit das Kleidungsstück hinterher perfekt aussieht. Wie bügelt man richtig mit dem Dampfbügeleisen?

Wie bedient man ein Dampfbügeleisen?

Ein Dampfbügeleisen muss vor dem Bügeln mit destilliertem Wasser befüllt werden. Es geht auch normales Leitungswasser, allerdings enthält das Kalk und das Bügeleisen verkalkt irgendwann. Dann muss man es wieder entkalken. Vor dem Bügeln muss bei dem Dampfbügeleisen einige Male Dampf abgelassen werden, um es zu entkalken. Kalkreste fallen dann von alleine heraus. Ein Bügeleisen sollte auch immer auf mögliche Verfärbungen auf der Sohle geprüft werden, da solche Verfärbungen und Beläge dann die Textilien verschmutzen können.

Vorsortieren der Bügelwäsche vor dem Bügeln

Vor dem Bügeln sollte man der Einfachheit halber die Wäsche etwas vorsortieren. Zuerst wird ein Haufen mit empfindlichen Textilien zurecht gelegt, dann nach und nach die Wäsche nach ansteigender Bügeltemperatur sortieren. Zuletzt kommt die Wäsche, die mit hohen Temperaturen gebügelt werden kann, zum Beispiel Bettwäsche.

Die richtige Bügeltemperatur einstellen

Auf den Textilien sind Punktsymbole auf den Etiketten aufgemalt, die die richtige Bügeltemperatur angeben:

  • Bei 80 bis 105 Grad werden Chemiefasern wie Polyacryl, Polyamid oder Polyester gebügelt
  • Bei 130 bis 165 Grad werden Seide, Wolle, Viskose, Modal und Mischgewebe gebügelt
  • Bei 165 bis 220 Grad werden Baumwolle und Leinen gebügelt
  • Bestehen Textilien aus Fasermischungen, dann richtet sich die Bügeltemperatur immer nach dem empfindlichsten Faseranteil.

Richtiges Aufstellen des Bügelbrettes

Vor dem Bügeln sollte das Bügelbrett so aufgestellt werden, dass man nicht ständig in gekrümmter Haltung bügeln muss und hinterher Rückenschmerzen bekommt. Eine rückengerechte Haltung ist beim Bügeln angebracht. Zieht man über das Bügelbrett eine widerstandsfähige Alufolie und deckt diese mit einem Moltontuch ab, wird beim Bügeln die Hitze stärker reflektiert, was Strom spart.

Wie man ein Hemd richtig bügelt

Das Bügeln von Hemden will gelernt sein, selbst Fortgeschrittene benötigen für ein Hemd zehn bis fünfzehn Minuten. Zuerst beginnt man mit dem Bügeln des Kragens, speziell mit der Unterseite zuerst. Dann die Naht glatt ziehen und die Vorderseite bügeln. Dann kommen die Manschetten dran. Hier bügelt man zuerst die Innenseite und dann die Außenseite. Nun kommen die Ärmel dran. Legen Sie die Ärmel mit der Vorderseite auf das Bügelbrett. Die Schließnaht der Ärmel sollte glatt aufliegen. Glätten Sie dann die Naht von der Ärmelmanschette zum Oberarm hin und bügeln Sie den Ärmel vom Oberarm zur Manschette hin. Nun wird der Ärmel auf die andere Seite gedreht und dort genauso verfahren. Dann folgen die Schultern. Man zieht die linke Schulterpartie über das Bügelbrett und bügelt die Passe (=Schulterstück beim Hemd) vom Rücken bis zum Vorderteil des Hemdes. Das Bügeln der rechten Schulter dann genau umgekehrt vornehmen (vom Vorderteil bis zum Rücken hin). Für das Bügeln des Hemdenvorderteils zieht man erst die Knopfleiste schön glatt und legt sie stramm auf das Bügelbrett. Dann wird die Knopfleiste gebügelt und zwar von unten nach oben. Dann den Rest des Hemdenvorderteils bügeln und zwar vom Kragen Richtung Saum, also von oben nach unten. Für den Hemdrücken legt man das Hemd mit der Seitennaht auf das Brett und bügelt diese glatt. Dann zieht man das Hemd seitlich immer weiter und bügelt das Hemd bis zur zweiten Seitennaht fertig. Zum Schluss folgt noch die zweite Vorderpartie und die Knopfleiste: Man bügelt im Drehverfahren weiter bis zur Knopfleiste, die man vom Saum nach oben glatt zieht und bügelt. Dann wird das fertig gebügelte Hemd ordnungsgemäß schrankfertig zusammengelegt und hinterher in den Schrank eingeräumt.

Wie man eine Hose richtig bügelt

Bei einer Hose werden zuerst die Hoseninnentaschen gebügelt, dann der Hosenbund zuerst von links und dann von rechts. Man zieht anschließend die Hose mit geöffnetem Reißverschluss über das Bügelbrett und bügelt die Hose vom Bund an abwärts. Der Reisßerschluss und die Taschen müssen dabei glatt und formgerecht ausgebügelt werden. Hat die Hose Bundfalten, dann werden die Falten mit der Bügeleisenspitze vom Schritt her gebügelt.

  1. Hose ohne Bügelfalten: Bei Hosen ohne Bügelfalten legt man jedes Hosenbein für sich auf das Bügelbrett, so dass die Rückseite nach oben liegt und die äußere Seitennaht parallel zur Kante des Bügelbrettes. Dann wird die Rückseite glatt gebügelt, das Bein umgedreht und dann die Vorderseite. Dann mit dem zweiten Hosenbein genauso verfahren.
  2. Hose mit Bügelfalten: Bei Hosen mit Bügelfalten wird die Hose mit beiden Beinen auf das Brett gelegt, so dass die Hosennähte mittig aufeinander liegen. Dann legt man das obere Hosenbein ziehharmonikaförmig über das Oberteil der Hose. Bügeln Sie nun von unten her die vordere Bügelfalte ein. Um die hintere Bügelfalte zu erhalten, wird das Bein von der vorderen Falte über die Hosennaht zur hinteren Kante glattgestrichen. Beim Bügeln dann ebenso verfahren, ohne den Stoff unnötig zu dehnen. Das zweite Hosenbein auf das bereits gebügelte legen und wie oben beschrieben bügeln. Dann die Hose umdrehen und das andere Hosenbein auf die gleiche Weise bügeln.

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