Scharlach bei Erwachsenen

Scharlach bei Erwachsenen: Lesen Sie hier mehr über mögliche Symptome, die Ansteckung und eine wirksame Behandlung.

Der Glauben, dass Scharlach niemals einen Erwachsenen heimsuchen kann, ist ein Mythos, dem keinerlei Vertrauen geschenkt werden darf. Scharlach ist keine sogenannte „Kinderkrankheit“ und kann den Körper sogar (bei Kindern und Erwachsenen) mehrmals befallen.

Ansteckung durch Scharlach

Eine Scharlach-Ansteckung erfolgt durch Mund- und Racheninfektion mit unsauberen Gegenständen oder per Tröpfcheninfektion. Dabei gelangen die Bakterien im Alltag durch Sprechen, Spucken, Niesen oder Husten in die Luft und verbreiten sich. In der Regel dringen die auslösenden Streptokokken durch die Nase oder den Rachen in den Körper. Auch möglich, aber nur sehr selten diagnostiziert, ist eine Ansteckung über offene Hautwunden.

Symptome: Scharlach bei Erwachsenen

Nach einer kurzen Inkubationszeit von nur wenigen Tagen zeigen sich erste Symptome wie zum Beispiel Fieber, Kopfschmerzen, Entzündungen im Rachenbereich sowie Übelkeit und Erbrechen. Ebenfalls auf Scharlach weisen die angeschwollenen Gaumenmandeln und die himbeerfarbene Zunge hin. Durch die Schwellung – auch der Halslymphknoten und der Lymphknoten am Unterkiefer – klagt der Betroffene über Schluckbeschwerden und -schmerzen. Ein weiteres Anzeichen für Scharlach ist ein sogenanntes Exanthem, ein Ausschlag, der sich vorzugsweise in den Armbeugen oder den Leisten ausbreitet und sich durch gerötete Hautstellen äußert.

Was tun bei Scharlach – welche Behandlung ist die richtige?

Am effektivsten ist Scharlach mit einem Antibiotikum zu behandeln – Penicillin ist dafür ärztlich vorgesehen. Alternativ verfolgt auch eine Behandlung mit Roxithromycin, Erythromycin, Clarithromycin, Cephalosporin die beabsichtigte Wirkung. Die Einnahme dieser Antibiotika sollte über einen Zeitraum von zehn Tagen erfolgen, da nur dann gewährleistet werden kann, dass keine Komplikationen oder Folgen aus der Erkrankung resultieren können. Eine Ansteckung ist bei richtiger Behandlung dabei schon nach wenigen Tagen ausgeschlossen.

Neben der medikamentösen Behandlung von Scharlach ist aber auch zu beachten, dass während des Krankheitsverlaufs richtige Schritte zur Linderung der Erkrankung vorgenommen werden. Eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr wirkt der Schleimbildung im Lungenbereich entgegen. Eine gute Luftzirkulation im Schlafzimmer sorgt in der Nacht für eine Atmungserleichterung und unterstützt den Heilungsprozess. Erhöhte Körpertemperatur wird am besten durch ständige Bettruhe kuriert. Diese Maßnahmen verfolgen nicht nur einen schmerzlindernden Zweck, sie sollen auch Spätfolgen ausschließen. Bei einer falschen Behandlung von Scharlach kann es bei Erwachsenen zum Beispiel zu Fieber über der 40-Grad-Grenze kommen. Außerdem können Krämpfe, vereiterte Nasennebenhöhlen, Kreislaufschwäche, eine Hirnhautentzündung oder ein rheumatisches Fieber aus der falschen oder zu späten Behandlung von Scharlach resultieren.

Eine Impfung, wie sie zum Beispiel bei Tetanus, Diphterie oder Masern-Mumps-Röteln (MMR) empfohlen wird, gibt es gegen Scharlach nicht. Falls diverse Symptome für Scharlach zu erkennen sind, ist ein Arzt zu konsultieren.

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