Sie haben den Namen Ihres One-Night-Stands vergessen – was nun?

Schon mal aufgewacht, und nicht mehr gewusst, wer da im Bett neben einem liegt?

Da ist man auf dieser Party, kennt eine handvoll Leute, wird jemandem vorgestellt. Man ist sich auf Anhieb sympathisch, die Konversation läuft wie von selbst. Der Alkoholpegel steigt, die Worte werden weniger, die Blicke dafür tiefer, die Lippen rücken näher… Schnell steht die Entscheidung an, bei wem die Geschichte denn nun weiter geht. Man einigt sich schnell (meist geht es zu demjenigen, der schneller zu erreichen ist, schließlich hat sich das Blut längst in tiefere Regionen verabschiedet), kommt am auserwählten Ort an.

Schon beim Hineinstolpern befindet man sich in regem Austausch diverser Körperflüssigkeiten, man wirft mehr oder weniger geschickt diese störenden Textilwaren von sich, in die man sich vor der Party so gedankenlos wickelte (in keiner anderen Situation wirkt Kleidung dermaßen störend und überflüssig), um schließlich und endlich eng umschlungen auf das Bett zu stürzen und… Sie wissen, wie es weiter geht. Zufrieden (oder auch nicht) und erschöpft (oder auch nicht) schläft man ein, keinen weiteren Gedanken verschwendend schlummert man weg, wird am nächsten Morgen von der Sonne geweckt und findet sich wieder neben… neben… Verdammt. Wie hieß denn noch gleich… Man wurde sich doch vorgestellt… Nervös geht man den gestrigen Abend durch: Irgendwas mit N… oder war es A…? An dieser Stelle lautet die oberste Regel:

Keine Panik am nächsten Morgen

Szenario 1 – bei ihm/ihr: Bewahren Sie Ruhe. Es gibt für alles eine Lösung. Wenn man sich nicht auffällig benimmt, wird auch kein Verdacht geschöpft. Schläft die Person noch, hat man gute Karten. Stehen Sie vorsichtig auf und sehen Sie sich kurz um. Es gilt, Brief- oder Handtasche zu finden, denn Ausweis oder Führerschein helfen am schnellsten aus dem Dilemma. Liegen Tasche oder Portemonnaie im Schlafzimmer, sollten Sie vorsichtig sein – wacht er oder sie auf, während Sie ihre Nase im Privatbereich des oder der Namenlosen haben (nicht in DEM Privatbereich, das hatten Sie ja letzte Nacht), stecken Sie in Erklärungsnot! Keine Bange, es gibt noch andere Möglichkeiten: Verlassen Sie das Schlafgemach. Schauen Sie sich weiter um. Suchen Sie nach Urkunden oder Pokalen – Menschen zeigen gerne, was Sie erreicht haben, sei es die blecherne Tischtennistrophäe aus der Kindheit oder die Urkunde vom Dackelzüchterverein – viele heben so etwas auf und normalerweise steht der Name des/der Geehrten darauf. Auch herumliegende Post verrät bereitwillig den Namen des Adressaten.

Szenario 2 – zu Hause: Hier haben Sie schlechtere Karten. Die einzigen Hinweise auf die Identität des Beischläfers sind die, welche von der betreffenden Person selbst mitgebracht wurden – da man Pokale und Urkunden selten zu anderen Leuten trägt, beschränkt sich die Informationsquelle normalerweise auf Handtasche oder Geldbeutel, und dass das gefährlich sein kann, wurde weiter oben bereits erwähnt, gehen Sie also taktisch vor: Stehen Sie auf, nur nicht zu leise, er/sie darf ruhig aufwachen. Gehen Sie ins Badezimmer und legen Sie Handtücher zurecht. Steht die Person auf, versuchen Sie, ihn/sie dazu zu bringen, zuerst ins Bad zu gehen – gemeinsames Duschen lehnen Sie ab. Ist das geschafft, haben Sie alle Zeit der Welt, nach Ausweis oder Führerschein zu suchen.

Lassen Sie sich nichts anmerken

Das Wichtigste ist, nicht nervös zu werden, dann kommen Sie sicher und elegant aus der Sache heraus! Unnötig zu sagen, dass all diese Ratschläge natürlich hinfällig sind, wenn Sie der Name ihres One-Night-Stands gar nicht interessiert, sondern Sie sich nur unbemerkt oder unter einem Vorwand wegschleichen wollen. In dem Fall vergessen Sie einfach alles oben gesagte und merken sich stattdessen diese zwei Zeilen: „Oh mein Gott, die Nacht war der Wahnsinn, so intensiv, und du warst einfach fantastisch – mein Gott, schon so spät? Ich muss gehen – ich ruf dich an!“

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