So wird’s ein guter Winter: Mit Ayurveda

Der Ayurveda bietet uns eine Vielzahl einfacher Tipps und Ratschläge für unser Wohlbefinden in der kalten Jahreszeit.

Von den drei sogenannten Doshas (Bioenergien) Vata, Pitta und Kapha, die in der Natu und auch in unserem Körper wirken, dominiert nach der ayurvedischen Lehre im Winter das Vata-Dosha. Dies bewirkt nach dieser Auffassung in unserer Physiologie eine Zunahme von Leichtigkeit, Kälte und Trockenheit. Abgesehen von unserer Ernährung und unserem Lifestyle beeinflusst das Klima erheblich unser Befinden. Der Ayurveda gibt uns viele Ratschläge, um das individuelle, innere Gleichgewicht zu erhalten, beziehungsweise positiv zu beeinflussen.

Die besondere Bedeutung der Ernährung im Winter

Als vatareduzierende Maßnahme wird im Winter eine Ernährung empfohlen, die bevorzugt warm und nahrhaft ist. Eine Empfehlung, die sich auch mit der traditionellen Art und Weise des Kochens deckt, wie z.B. auch in unserer Esskultur in früheren Zeiten in der kalten Jahreszeit gern Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und andere nahrhafte Speisen im Angebot waren. Der Ayurveda empfiehlt zusätzlich in der Winterzeit auch eingeweichte Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen und Rosinen zu essen. Diese kann man beispielsweise in warmen Getreidebrei (Porridge) mischen. Den Geschmacksrichtungen süß, sauer und salzig soll der Vorzug gegeben werden, da man diese als vatareduzierend bezeichnet.

Sehr scharfes Essen hingegen und Speisen mit vorwiegend bitterer Geschmacksrichtung erhöhen das Vata im Körper und sind deshalb im Winter nicht in größeren Mengen geeignet. Zu viel Saures in der Nahrung wird auch nicht empfohlen, da es eine kühlende Wirkung auf den Organismus hat. Auch Gewürze, die einen wärmenden Charakter haben, wie beispielsweise Anis, Zimt, Kardamom oder auch Ingwer und Nelken tun in der kalten Jahreszeit gut. Generell gilt für die Winterzeit, dass der Stoffwechsel und die Körperkraft stärker sind und die Nahrung deshalb bei einem gesunden Menschen nahrhafter sein darf.

Weitere Tipps für eine unbeschwerte Winterzeit

Um das Vata in der kalten Jahreszeit im Körper zu besänftigen, empfiehlt der Ayurveda, eine regelmäßige Tagesroutine einzuhalten. Regelmäßige Essenszeiten, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf sorgen für Stabilität. Auch wichtig für eine vatabetonte Zeit ist das Vermeiden von zu viel Stressfaktoren und Überbeanspruchung. Eine besonders schöne und wohltuende Empfehlung des Ayurveda sind regelmäßige Ölmassagen. Unabhängig ob diese Ölmassagen von professioneller Hand ausgeführt oder selbst zu Hause praktiziert werden erreicht man durch das warme Öl auf der Haut eine beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus und damit eine Vatareduktion. Gut geeignet hierfür sind im Winter die erwärmenden Öle, wie z.B. Sesamöl, Mandelöl oder auch spezifische Vataöle. Für die Aromatherapie steht auch eine Auswahl an beruhigenden und wärmenden Ölen zur Verfügung, die das Vata positiv beeinflussen. Wenn es draußen kalt wird, bringen auch warme Fußbäder mit wärmenden Zusätzen und Aromaölen, wie z.B. Zimtöl eine ausgleichende und vataberuhigende Wirkung. Gut ist kurz gesagt nun alles, was wärmt, nährt, ausgleicht und beruhigt. Das Vata zu beruhigen fällt uns eigentlich nicht schwer, da man sagen kann, dass man dies durch all die Dinge erreicht, die uns angenehm sind, wie Ruhe, Wärme, Regelmäßigkeit, gutes Essen, warme Bäder, Massagen und ähnliches.

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