Soft Skills im Fernstudium lernen

Das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot Sozialkompetenz. Das Blended-Learning-Konzept des Fernstudiengangs Sozialkompetenz ist für Frauen und Männer geeignet, die im Selbststudium ihre Soft Skills optimieren wollen.

Steuerberater, Qualitätsmanagerinnen, Juristen, Informatikerinnen oder Banker haben unterschiedlichste Berufswelten und Anforderungen. Doch in einem Punkt gleichen sich die Welten, wenn die Berufstätigen karriereorientiert sind: ohne die typischen Schlüsselqualifikationen kein Erfolg im Beruf. Die Fähigkeit zur Teamarbeit ist genauso ein Must have wie die Fähigkeit zur Kommunikation oder zur Bewältigung von Konflikten.

Frauen und Männer, die neben ihren fachlichen Qualifikationen über diese so genannten Soft Skills verfügen, haben bessere Aussichten auf eine Karriere als die, deren Schlüsselqualifikationen unzureichend sind. Deshalb trainieren Berufsorientierte ihre Sozialkompetenz – berufsbegleitend praktisch – in dem Weiterbildungsverbundstudium Sozialkompetenz, an dem sechs Fachhochschulen beteiligt sind. Die Studenten lernen einträchtig, in den Selbstlernphasen jeder für sich allein, mit der Maus am heimischen Computer.

Selbstlernphasen und mediengestützte Unterrichtsformen

Das zweisemestrige Studium ist eine Kombination aus jeweils acht Selbstlernphasen mit Studienbriefen, fünf Präsenzphasen im ersten Semester, vier Präsenzphasen im zweiten Semester und mediengestützten Unterrichtsformen. Berufsbegleitend kann studiert werden, weil dieser Fernstudiengang auf dem Blended-Learning-Konzept basiert, einem Mix aus traditionellem Lernen, E-Learning und Präsenzphasen.

Die Studentinnen und Studenten greifen zu von ihnen selbst bestimmten Zeiten über eine Lernplattform im Internet auf ihre web-basierten Trainingseinheiten zu, die mit Videoclips lebensnah präsentiert werden. In speziellen Chatrooms können sich die Studenten mit ihren Kommilitonen genauso wie mit ihren Dozenten treffen. Die virtuellen Sprechzeiten der Dozenten sind den zeitlichen Bedürfnissen der Studierenden angepasst.

Die Präsenzphasen sind ein Muss

Die neun Präsenzphasen sind Pflicht: Höchstens einmal darf fehlen, wer das erwünschte Hochschulzertifikat – jedes Studienmodul wird nach dem ECTS-System mit Kreditpunkten bewertet – erhalten will. Die Präsenzwochenenden finden an den beteiligten Fachhochschulen Darmstadt, Fulda, Kaiserslautern – Standort Zweibrücken, Koblenz, Mainz und Worms statt. Nicht unbedingt an jeder Fachhochschule wird jede Präsenzphase durchgeführt. Abhängig von den Wohnorten der überwiegenden Zahl der jeweils eingeschriebenen Studentinnen und Studentien werden die Orte für die gemeinsamen Wochenenden festgelegt, wie Studienberaterin Antje Carson, Fachhochschule Fulda erklärt.

Die Inhalte des Studiums auf einen Blick

Die Studieninhalte sind auf die Arbeitswelt zugeschnitten. Die einzelnen Module umfassen im ersten Semester die Themen Selbstwahrnehmung, verbale Interaktion/kommunikative Kompetenz, Rhetorik/Körpersprache, Präsentationstechniken, Kommunikation im Team, interkulturelle Kommunikation und Konfliktbewältigung. Im zweiten Semester heißen die Kurseinheiten komplexes Denken, Emotion und Motivation, kreatives Denken, Mitarbeiterführung, Projektmanagement, Selbstsicherheit und Angstbewältigung, Organisationsentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung.

Eine Fülle an Themen und Lernstoff für zwei Semester für Studenten im Nebenjob: Das Thema Sozialkompetenz wird von allen Seiten aufgedröselt, präsentiert und begreifbar gemacht. Dieses Ziel hatten sich die Mütter und Väter dieses Weiterbildungsstudienganges gesetzt und erreicht. „In sehr kurzer Zeit bietet das Fernstudium einen umfassenden und wissenschaftlich fundierten Überblick über die Anforderungen und Möglichkeiten der Umsetzung von Sozialkompetenzen und Schlüsselqualifikationen“, fasst Dr. Margot Klinkner, stellvertretende Geschäftsführerin der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH), das Angebot des Studiengangs zusammen.

Die ZFH in Koblenz ist Anlaufstelle für alle organisatorischen Fragen rund um das Weiterbildungsstudium Sozialkompetenz, für inhaltliche Fragen zeichnet die Fachhochschule Fulda verantwortlich.

Wissen und Bildung für das ganze Leben

Das Weiterbildungsverbundstudium startete im Wintersemester 2000: Mit Ende des Sommersemesters 2007 hatten insgesamt 345 Berufstätige, 185 Frauen und 160 Männer, diesen Studiengang erfolgreich abgeschlossen. Jedes Semester folgen maximal zwei Studiengruppen mit je höchstens siebzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie alle investieren in die eigene berufliche Zukunft – Zeit und Geld, je Semester 1.000 Euro – mit dem Wissen, dass diese Weiterbildung gewiss Früchte tragen wird: Eine hohe soziale Kompetenz ist nicht nur im Berufsleben nützlich.

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