Sonnenbrand mit Quark gebannt: Tipps & Tricks

Wann hilft Quark? Wann Kortison? Wann hilft nur noch der Arzt? Welche Hausmittel helfen gegen Sonnenbrand? Gibt es Kühlendes aus dem Kühlschrank? Wann wird der Sonnenbrand zum Hitzschlag und zum Fall für den Arzt?

Sonnenlicht ist für die Vitamin D-Bildung und andere Körperfunktionen wichtig. Für einen anständigen Sonnenbrand ist Sonnenlicht sogar unverzichtbar: Nur so kann die Haut rot werden, stark spannen und schmerzen. Doch Schmerz beiseite, welche Hausmittel können den Schmerz lindern, was hält die Apotheke parat, und wann ist der Gang zum Arzt nicht mehr zu verhindern?

Kühlendes Wasser, Wasser & Aspirin, Essigwasser

Haben Sie nur einen leichten bis mäßigem Sonnenbrand ohne Blasenbildung abbekommen, ist es eine Verbrennung ersten Grades. Hier tut Wasser immer gut: Nach einer Brandverletzung sollte man viel trinken – der Körper braucht viel Flüssigkeit. Liegt das verhängnisvolle Sonnenbad nur einige Stunden zurück, kann man auch Aspirin oder ein anderes Mittel mit Azetylsalizylsäure in Wasser lösen. Azetylsalizylsäure bremst die Entzündung und lindert den Schmerz.

Hierzu nehmen Sie zweimal im Abstand von zwei bis drei Stunden ein Gramm Azetylsalizylsäure ein. Mit kühlen Wasser kann man kühlende Umschläge auf die erhitzten Hautpartien legen – einfach ein Handtuch oder Geschirrtuch befeuchten und kühlen. Mit Wasser und Essig kann man Essigwasser herstellen. Ein kühler Umschlag mit Essigwasser kühlt nicht nur die Haut, Essig zieht auch die Blutgefäße zusammen und lindert dadurch die Entzündung.

Kühlschrank: Jogurt oder Quark?

Die Milchprodukte machens! Packen Sie den Sonnenbrand am Wickel. Stöbern Sie ruhig einmal im Kühlschrank herum. Finden Sie einen Jogurt- oder Quarkbecher, haben Sie schon alle Ingredienzien für einen Jogurt- oder Quarkwickel. Die Milchsäure der Milchprodukte beruhigt und stabilisiert die gereizte und schmerzende Haut. Sie können einfach den Jogurt oder Quark etwa fingerdick auf ein Leintuch auftragen und damit die geröteten Hautstellen bedecken. Das Ganze mit einem trockenen Handtuch oder Wolltuch abdecken. Sobald sich der innere Wickel erwärmt hat, kann man alles erneuern. Noch einfacher ist es, wenn Sie den Quark oder Joghurt mit Buttermilch glatt rühren und direkt auf den Sonnenbrand schmieren.

Kühlendes Kortison & Co

Auch Hydro-Kortison lässt den Sonnenbrand rasch abklingen und dämpft die Entzündung. Einen kühlenden Effekt haben Hydro-Kortison-Gele, -Lotionen und -Cremes aus der Apotheke. Salben mit Hydro-Kortison sind bei Sonnenbrand hingegen ungünstig – sie decken die Haut zu stark ab und lösen oft einen Hitzestau aus.

Auch allergische Reaktionen, wie ein starker Juckreiz oder Quaddeln lassen sich mit Kortison haltigen Mitteln behandeln. Große Hautpartien, wie den ganzen Rücken, sollten Sie nicht ohne ärztliche Beratung behandeln. Auch sollten Sie Kortison haltige Mittel nicht länger als zwei Wochen anwenden. Verstärkt sich durch das Kortison die Rötung und der Juckreiz, sind Sie vermutlich gegen Kortison allergisch.

Wenn alles nicht hilft: der Arzt!

Manchmal hilft es auch schon, wenn der kühle Blick eines Arztes den Sonnenbrand in eine „Dermatitis solaris“ verwandelt. Ein Sonnenbrand kann aber auch zu einem Hitzschlag führen: Hier treten zusätzlich Übelkeit, Fieber und Schüttelfrost auf. Dann sollten Sie möglichst rasch einen Arzt aufsuchen. Bilden sich auf der Haut Blasen, hat die Sonne die Haut zu einer Verbrennung zweiten Grades verbrannt. Auch dann sollten Sie einen Arzt um Rat fragen. Öffnen Sie die Blasen nie selbst, da Infektionen auftreten können!

Nach einem Sonnenbrand sollten Sie als gebranntes Kind die Sonne erst einmal meiden. Bis sich die Haut vollständig regeneriert hat und nicht mehr puterrot ist, können Sie sich ja der Lektüre widmen, wie Sie den nächsten Sonnenbrand umgehen.

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