Spenden generieren durch die Nutzung alternativer Web-Suchdienste

Jede Suchanfrage auf benefind, heelp, Ecosia und jeder Einkauf über PlanetHelp bringen einer frei wählbaren Hilfsorganisation finanzielle Unterstützung.

„Mit jeder einzelnen Suchanfrage unterstützen Sie eine Hilfsorganisation Ihrer Wahl!“ – so das Motto der Internet-Suchmaschine benefind.de. benefind ist eine Suchmaschine, deren gesamter Erlös nach Abzug von Technik-, Vertriebs- und Verwaltungskosten an anerkannten Hilfsorganisationen gespendet wird. Einnahmen erwirtschaftet benefind wie jede andere Suchmaschine über Werbeeinblendungen, sogenannte gesponserte Suchergebnisse.

Die Verteilung der Erlöse bestimmt der Nutzer, indem er auswählt, welche Hilfsorganisation er mit seiner Suche unterstützen möchte. Kann er sich nicht entscheiden, so kann auch „alle“ wählen. Dann wird der Erlös gerecht unter allen teilnehmenden Organisationen aufgeteilt. Jede deutsche Hilfsorganisation kann sich kostenlos für die Spendenausschüttung anmelden. Der Erlös der Suchmaschine wird in der Regel jährlich im ersten Quartal jeden Jahres an die teilnehmenden Hilfsorganisationen verteilt.

Die soziale Suchmaschine benefind wurde im Jahr 2009 ins Leben gerufen. Die Suchtechnologie von benefind greift auf die Suchtechnologie von Microsoft und Yahoo!, also auf die Suchmaschine Bing zurück.

Heelp.de – Spenden völlig kostenlos

Ein etwas kleinerer Anbieter ist heelp.de. Auch mit heelp ist es ganz einfach möglich, ohne finanziellen Aufwand an kapp 30 zur Auswahl stehende Hilfsorganisationen zu spenden. Denn auch hier bringt jede Suchanfrage oder ein Einkauf in einem der Partnershops der ausgewählten Spendenorganisationen bares Geld. Die Spenden werden durch Werbeeinnahmen generiert und zu 100 Prozent an die entsprechende Hilfsorganisation ausgeschüttet. Diese alternative Suchmaschine steht jedem Verein, Schulen oder anderen Spendenorganisationen offen. Die Registrierung ist kostenlos.

Auch die Suchergebnisse von heelp.de stammen von Bing. Für die Browser Firefox und Internet Explorer gibt es ein spezielles Add-on, das die Eingabe des Suchbegriffs direkt aus dem Browser ermöglicht. Gegründet wurde heelp ebenfalls im Jahr 2009 von Darius Liss mit einem Spendenstand von 100 Euro. Der aktuelle Spendenstand auf der Startseite von heelp.de informiert die Besucher über die bislang erwirtschafteten Werbeeinnahmen, die unter allen Hilfsorganisationen aufgeteilt wurden.

Nach eigenen Angaben speichert heelp.de keine Statistiken über die Suchanfragen. Es werden lediglich die Anzahl der Besucher protokolliert, Ihr Browsertyp und Betriebssystem und die Referrer-URL. Im Unterschied zu benefind werden hier angeblich keine IP-Adressen gespeichert. Allein die Auswahl der Spendenorganisation wird in einem Cookie gespeichert. Zudem wird heelp.de auf einem Server gehostet, der zu 100 Prozent mit Öko-Strom beliefert wird.

Afroo.org – kostenlos spenden mit der gemeinnützigen Suchmaschine

Etwas gezielter spenden kann man mit Afroo.org. Denn Afroo.org finanziert über Werbung den Bau von Schulen in Afrika. Die entstehenden Werbeeinahmen fließen zu 100 Prozent in das Projekt “Schulen für Afrika” von UNICEF. Mit Hilfe deutscher Spenden konnte UNICEF in den Projektländern eine breite Bildungsbewegung in Gang setzen, von der hunderttausende Kinder profitieren.

Die Afroo.org-Suche liefert die Ergebnisse der Suchmaschine Yahoo! 60 Prozent der Werbeeinnahmen, die Yahoo! macht, werden an afroo.org weitergegeben. Auch über Partnerprogramme, wie beispielsweise die Amazon-Büchersuche, werden Spenden für Afrika generiert. Folgt einer Suche über das Amazon-Fenster ein Buchkauf, fließen 5 Prozent des Umsatzes an Afroo.org. Alle diese Einnahmen werden abzüglich der Kosten für Serverkapazitäten gespendet.

Ecosia – Die grüne Suche

Ecosia unterstützt mit mindestens 80 Prozent der Werbeeinnahmen die Arbeit des WWF im Amazonas-Gebiet. Die grüne Suche basiert ebenfalls auf Bing und Yahoo. Doch Ecosia möchte mehr sein als nur eine grüne Suchmaschine. Über die Plattform soll auch ein Dialog über Umweltthemen angestoßen werden. Und auch das Shoppen soll Spenden generieren: Über EcoLinks, also Affiliate-Links, gelangt der Nutzer zu Shops, deren Betreiber eine Provision an Ecosia bei dem Kauf eines Produktes ausschütten. So bringt ein Buchkauf im Wert von 20 Euro bei Amazon durchschnittlich 1 Euro Spende ein.

Ecosia hieß früher Forestle

Die erste ökologische Suchmaschine Forestle gründete Christian Kroll im August 2008. Mit Google als Such- und Werbepartner wuchs Forestle schon in den ersten Tagen rasant. Der Suchmaschinengigant kündigte die Zusammenarbeit jedoch, als die Spendensumme anstieg. Als Ersatz stieg Yahoo Deutschland ein. Seit 2009 heißt das ökologische Suchprojekt nun Ecosia. Der aktuelle Spendenstand für den Regenwald wird auf der Startseite eingeblendet.

PlanetHelp.de – Einkäufe tätigen und gutes Tun

PlanetHelp nutzt die Möglichkeiten des Internets, um Online-Shopping mit der Unterstützung von Hilfsorganisationen zu verbinden. Zu diesem Zweck bringt PlanetHelp Shop-Anbieter, Hilfsorganisationen und Menschen, die übers Internet einkaufen, zusammen. Für Sie als Käufer heißt das: Wenn Sie bei einem der Partner-Shops von PlanetHelp einkaufen, zahlt der Shop-Anbieter Werbe- bzw. Provisionsgelder. Diese leitet PlanetHelp anteilig an die Hilfsorganisationen weiter, die Sie zuvor ausgewählt haben. Mit einem Einkauf über PlanetHelp wird eine Hilfsorganisation der Wahl mit bis zu 15 Prozent des Einkaufspreises unterstützt.

PlanetHelp ist ein gemeinnütziges Projekt der EMCS – Electronic Media Consulting & Solutions GmbH mit Sitz in Stuttgart. Bei diesem Unternehmen handelt es sich nicht um eine Non-Profit-Organisation, sondern um ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen. Doch die erwirtschaften Umsätze werden nicht für eigene, sondern für gemeinnützige Zwecke verwendet. Die Liste der profitierenden Hilfsorganisationen ist lang (ca. 70), ebenso die der Shoppartner (über 600).

Schulengel – Online einkaufen und spenden

Schulengel bezeichnet sich selbst als „Deutschlands erstes aktives Spendennetzwerk im Bildungsbereich“. Mehr als 1000 Partnershops (u.a. Zalando, Amazon, Jako-o, Otto, Pratiker) zahlen für jeden Einkauf über Schulengel eine Dankeschön-Prämie (je nach Shop 3-10 Prozent des Nettopreises ohne Steuern und Versandkosten). Davon leitet Schulengel 80 Prozent an die Wunscheinrichtung weiter; die verbleibenden 20 Prozent werden für die redaktionelle und technische Betreuung der Webseite verwendet. Ausgenommen von diesem Spendenmodell sind Artikel mit Buchpreisbindung, wie Bücher, E-Books, Atlanten, Globen, Landkarten, Loseblattwerke, Noten/Notenbücher sowie CD-Roms / DVDs ohne interaktiven Schwerpunkt (z.B.Wörterbücher/Lexika). Hier verbleiben die Prämien zu 100 Prozent bei Schulengel. Besonders positiv ist die Möglichkeit, auch ohne eine vorherige Registrierung helfen zu können.

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