Typologien von Internetportalen: Chats jeglicher Art

Um eine Frau im Internet kennenlernen zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine zeitaufwendige Alternative bieten Chaträume.

Es gibt verschiedene Wege im Internet eine Frau kennenzulernen. Sehr zeitaufwendig und mit viel aktiver Anstrengung verbunden, betrachten wir jegliche Formen von Chats.

Textueller Chat

Ein Chat ist eine textuelle Konversation zwischen zweien oder mehreren Usern, die in Echtzeit übermittelt wird. Anders wie beim Senden und Empfangen von Nachrichten, ist der Chat nur möglich, wenn sich der/die User, mit dem bzw. mit denen Sie kommunizieren möchten, ebenfalls zu diesem Zeitpunkt angemeldet ist. Es entsteht also eine unmittelbare Übertragung des verfassten Textes, wodurch eine bessere Kommunikation erfolgt.

Bei Chatseiten ist das Profil meist nur klein gehalten, da es sich oft als Pop-Up neben dem Chat öffnen lassen muss, um nicht den Chat zu behindern. Bestehend aus einem Profilfoto, kurzen Angaben über das Aussehen der Person und anschließenden Interessen und Vorlieben ist es übersichtlich und für einen Chat ausreichend informativ. Auf Kontaktdaten, Persönliches und Fotoalben wird in der Regel verzichtet, da man den Kommunikationsfluss auf den Chat lenken und die Übersichtlichkeit mit wenigen Fotos bewahren möchte.

Chat-Seiten unterteilen ihre Chaträume meist in lokal-, interessen- und altersabhängige Räume. So kann man den Räumen „Hessen“, „Bayern“ oder „Stuttgart“ beitreten, hat aber auch die Wahl zwischen „30+“ (alle Leute über 30 Jahre), „Teens“ oder Räumen, die Interessen verfolgen, wie „Flirten“, „Fussball“ oder „Autotuning“.

Privatchats

Neben den allgemeinen Chatrooms gibt es auch den Privatchat.

Hier hat man die Möglichkeit, in einem separaten Fenster mit einer Person alleine zu chatten, ohne dass andere an dieser Konversation teilhaben oder diese mitverfolgen können. Oft gibt es Onlinelisten, die nach Alter und Geschlecht sortiert sind. Das bevorzugte Alter in Chaträumen ist schwer festzumachen. Überwiegend wird es von Leuten benutzt, die viel Zeit zur Verfügung haben und deren Interaktionspotential* meist gering ist. So sind es viele Leute zwischen 14-20 Jahren und auch wieder ein großer Anteil an Frauen ab 40 Jahren aufwärts. Die Damen dazwischen, welche sich diese Zeit nehmen, kann man größtenteils als alleinerziehende Mütter oder Provinzstudentinnen deklarieren, so vermittelt es zumindest die Erfahrung.

Videochats

Eine Erweiterung dieser Chats sind die in Deutschland weniger bekannten Videochats.

So gibt es dort die Unterschiede zwischen browserbasierten Chats, also Chats die in eine Homepage eingebunden sind und darüber verwendet werden oder Chats basierend auf eigenständigen Programmen, die man zuvor installieren muss.

eigenständige Videochats

Diese eigenständigen Chats, einst entwickelt für die Kommunikation zwischen Gehörlosen (deafchats), bieten eine große Anzahl an Chaträumen, einen Zugriff auf (meist unvollständig ausgefüllte) Profile über den Browser und einem extrem internationalen Publikum. Somit fällt es schwer, dort eine Traumfrau zu finden, wenn man lokal gebunden ist.

Ein großer Pluspunkt ist in diesem Fall natürlich die Validität, da man die Person per Webcam direkt vor Augen hat und somit sogar schon eine Einschätzung über das Verhalten, die Mimik und die Gestik der Person tätigen kann.

browserbasierte Videochats

Browserbasierte Videochats unterscheiden sich wiederum in zwei Punkten.

Der eine ist dem Aufbau des Messengers sehr ähnlich, man hat diverse Chaträume, kann Einzelnen beitreten und sich die Webcams anderer Personen anschauen und selbst angeschaut werden. Der Nachteil bei diesen Videochats ist der starke Überschuss an Männern und die Vorliebe einiger zu sexuellen Handlungen vor der Kamera, je nach Diskretion und Überwachung des Chats.

Meistens werden Chats von sogenannten Operatoren überwacht. Diese überwachen Kommunikation, Handlung und Bewegbild der User, um schnellstmöglich zu reagieren und Personen, die den Regeln (keine sexuellen, kriminellen oder beleidigenden Handlungen etc.) nicht folgen, aus dem Chat zu werfen oder in Extremfällen direkt zu verbannen und ihnen damit keinen Zutritt mehr zu ermöglichen.

Kommen wir zur zweiten Variante der browserbasierten Cam-Chats: virtuelle Speeddating-Seiten. Es gibt Seiten im Internet, bei denen man anhand der Webcam und einem Mikrofon ein Speeddating virtuell simuliert. So werden Sessions gestartet, an denen man teilnehmen kann. Diese Sessions erlauben einem innerhalb von einer festgelegten Zeit (meist zwischen 2-5 min) mit einer Person via Webcam und Ton zu kommunizieren und anschließend zu entscheiden, ob man diese Person kennenlernen möchte oder nicht.

Sollten sich beide für ein Wiedersehen entscheiden, ist es anschließend möglich auf unbegrenzte Zeit zu chatten oder sich per Webcam erneut zu unterhalten. Diese Person ist nun ihren Kontakten beigefügt und Sie können jederzeit mit ihr verkehren. Ein durchaus interessantes, jedoch leider noch zu unbekanntes Konzept, als dass es nach momentanem Stand einen großen Erfolg garantieren würde. Sessions sind meist überfüllt mit Männern, was dazu beiträgt, dass man entweder auch mit denen kommunizieren oder lange Wartezeiten fristen muss.

Fazit

Wie schon erwähnt, benötigt man bei der Kommunikation über Chaträume sehr viel Zeit und wird aktiv gefordert.

Die Essenzen der Unterhaltungen drehen sich in der Regel um alle möglichen Themen, was einem erfolgreichen Flirt meist sehr viel Geschick abverlangt. Hält man sich in Chaträumen auf, die von einer Vielzahl an Leuten besucht und genutzt wird, gestaltet sich das Kennenlernen einzelner Personen auf Grund der eingeschränkten Privatsphäre sehr schwer.

Die Verwendung von virtuellen Speeddatings ist leider noch in den Entwicklungsschuhen und somit nur sehr spärlich besucht. Wer jedoch diese Entwicklung beobachten möchte und ggf. eine Seite mit ein bisschen Fluktuation findet, ist gut beraten, seine Traumfrau dort zu suchen. Gerade der persönlichere Kontakt mit Video und Ton erhöht die Glaubwürdigkeit und verhindert ein späteres böses Erwachen, beispielsweise beim ersten Telefonat oder dem ersten Treffen (Siehe Drei Stufen der Privatsphäre).

*Interaktionspotential bezeichnet die Vielfalt an verschiedenen Freizeitgestaltungen, die der Person zur Verfügung stehen. Halten sich die unterschiedlichen Freizeitaktionen in Grenzen und wird womöglich viel Zeit am PC verbracht, spricht man von einem geringen Interaktionspotential. 

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