Unsere Zukunft ist elektrisch

Energie für Häuser und Autos von der Sonne und aus dem Wind. Strom aus Photovoltaik und aus Miniwindkraftturbinen können den Wärmebedarf von Häusern jetzt schon decken. Ebenfalls den Strombedarf für Autos mit Elektroantrieb.

Mit dem heutigen Stand der Photovoltaikanlagen und der Miniwindkraftturbinen ist es durchaus realistisch den Wärmebedarf der Häuser nur mit dem in diesen Anlagen erzeugten Strom zu betreiben. Auch der Strom für die Kraftfahrzeuge mit Hybridantrieb kann so gedeckt werden. Selbst der Strombedarf für Autos mit einem reinen Elektroantrieb ist wirtschaftlich zu erzeugen.

Mehr Strom produziert als verbraucht

Mit einer Photovoltaikanlage kann auch in Deutschland mehr als doppelt so viel Strom erzeugt werden als ein Haus für Heizung und Warmwassererzeugung braucht.

In dem Artikel Unser Haus als Energielieferant ist eine Berechnung der Stromproduktion und des Stromverbrauchs nachzulesen. So erwirtschaftet ein Haus mit einer Photovoltaik auch noch Gewinn.

Strom für elektrisch betriebene Autos

Mit einer Immobilie werden wir mobil. Günther Brauner, Professor und Vorstand des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft an der TU Wien ist überzeugt, dass 20 Quadratmeter mit Solarkollektoren bestückter Dachfläche ausreichen um einem Elektroauto eine Fahrleistung von jährlich 10.000 km zu ermöglichen. Das würde, so Professor Brauner, allerdings nur denen nutzen, die tagsüber die Akkus ihrer Autos aufladen können.

Da der Strom aus der Photovoltaik zurzeit noch zu einem subventionierten Preis angekauft wird, kann auch nachts der Fahrzeugakku wirtschaftlich mit Strom aus dem Netz zum üblichen Tarif geladen werden. Das ist technisch bedingt nicht immer sauberer ökologischer Strom. Doch die Tendenz geht immer mehr zur Produktion des Stromes aus regenerativen Energien.

Die Bundesregierung plant bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos

Der Kauf der ersten 100.000 Autos mit Elektromotor soll mit einer Prämie gefördert werden. Das geht aus dem vom Bundeskabinett beschlossenen so genannten „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ hervor.

Nach Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rechne die Bundesregierung mit den ersten Elektroautos aus deutscher Produktion im Jahr 2011. Für die Einführung der Elektroautos stehen 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II bereit.

Bundesumweltminister Gabriel gab jedoch zu bedenken, dass das Elektroauto noch nicht reif für den Massenmarkt sei. Die Batterien wären noch zu groß, zu teuer und zu unsicher. Jedoch lohne sich die Anstrengung, da mit dem Elektroauto die CO2-Belastung gesenkt wird. Außerdem werde das Autofahren dann wieder erschwinglicher.

Verbände fordern klimaverträgliche Elektromobilität

Die verschiedensten Verbände fordern von der Politik eine klare Aussage zu regenerativen Energien bei der Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie fordert von der Bundesregierung mit der Förderung der Elektromobilität, gleichzeitig regenerative Kombikraftwerke stärker zu fördern. Der Bundesverband WindEnergie schlägt dagegen eine Förderung der Elektromobilität im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) vor. Danach soll die Nutzung des Fahrstroms aus erneuerbaren Energien belohnt werden. Das wäre kein Problem, da die Steigerung der Stromproduktion von 2017 bis 2018 rund 4,3 Milliarden Kilowattstunden doppelt so hoch war wie der prognostizierte Stromverbrauch der Elektroautos im Jahre 2025.

Eine Nutzung des Stroms aus Photovoltaik und Miniwindturbinen der Häuser kommt der Forderung der Verbände entgegen. Dazu ist es aber erforderlich, dass sowohl die Photovoltaik noch konsequenter gefördert wird. Die Miniwindturbinen sind bislang in den Fördermaßnahmen überhaupt noch nicht berücksichtigt.

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