Vorstufe zum hellen Hautkrebs: Aktinische Keratose

Aktinische Keratosen sind meist kaum sichtbar, aber trotzdem gefährlich: Unbehandelt können diese Hautschäden in hellen Hautkrebs übergehen.

Sie sind oft kaum sichtbar, manchmal ein wenig gerötet, jedoch rau wie Schmirgelpapier: aktinische Keratosen. Diese eher unauffällige Vorstufe des hellen Hautkrebses wird durch Sonnenlicht verursacht. Wer sich immer wieder und über Jahre hinweg ungeschützt der UV-Strahlung aussetzt, muss mit einem chronischen Hautschaden rechnen. Die Hautzellen verändern sich und schließlich entstehen Verhornungsstörungen, die nicht nur bei älteren Menschen, sondern heute auch schon bei Dreißigjährigen festgestellt werden. Besonders empfindlich reagieren Menschen mit heller Haut an den sogenannten Lichtterrassen des Körpers und des Kopfes:

  • Stirn, Schläfen, Nase, Unterlippen, Wangen und Ohrmuscheln
  • Handrücken und Unterarme
  • Glatze bei Männern

Zunächst sind die Hautschäden nur ein bis zwei Zentimeter klein, können sich aber im Laufe der Zeit zu großen Flächen verbinden. Die Hornschicht verdickt sich weiter und wird schließlich gelblich-bräunlich.

Therapie der aktinischen Keratose

Auch wenn sie harmlos aussehen: Unbehandelt gehen etwa zehn Prozent der aktinischen Keratosen in Hautkrebs über, in das sogenannte Plattenepithelkarzinom. Diese Entartung lässt sich jedoch leicht vermeiden, indem man frühzeitig anfängt, die Haut konsequent zu behandeln. In vielen Fällen ist dies recht einfach und schmerzlos: Der Hautarzt vereist die entsprechenden Stellen wenige Sekunden lang mit flüssigem Stickstoff, ähnlich wie bei Warzen. Das Gewebe wird nicht mehr durchblutet, stirbt ab und löst sich nach einigen Tagen wie ein dünner Schorf ab. Dieser Vorgang kann in Abständen von mehreren Wochen wiederholt werden, bis die Haut sich wieder normal anfühlt und keine Verhornung zu erkennen ist.

Zusätzlich kann der Patient die Haut mit einem Gel einreiben, das die Ausbreitung der aktinischen Keratose verhindert und raue Partien glättet. Sie enthalten Wirkstoffe wie Diclofenac, Fluorouracil, Imiquimod oder Retinoide. Welche Substanz für den Patienten geeignet ist, muss mit dem Arzt besprochen und anfangs auch oft ausprobiert werden. Reicht diese Behandlungsform nicht aus, kann das geschädigte Gewebe auch herausgeschabt oder -geschnitten werden.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Die erste Maßnahme, eine aktinische Keratose zu verhindern, ist natürlich die Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung, vor allem ohne Schutz. Besonders im Sommer in der Zeit zwischen zehn und sechzehn Uhr sollte auf Sonnenbäder verzichtet werden. Bei bewölktem Himmel, am Wasser oder vor hellen Hauswänden ist die Strahlung noch intensiver. Künstliche UV-Strahlung von Solarien oder Heimsonnengeräten sind absolut tabu. Kleidung, die besonders eng gewebt ist, schützt am besten vor Sonne, ebenso eine Kopfbedeckung. Männer mit Glatzen sollten unbedingt einen Hut tragen, vorzugsweise mit Krempe, um auch das Gesicht und die Ohren zu schützen.

Sonnenschutz sollte allerdings nicht erst beginnen, wenn bereits Schäden vorhanden sind. Kinder reagieren schon sehr empfindlich und müssen gut geschützt werden. Mit entsprechenden, gut verträglichen Sonnenschutzmitteln lassen sich Hautschäden leicht vermeiden. Sie müssen dreißig Minuten vor dem Kontakt mit der Sonne aufgetragen werden, damit sie gut in die Haut eindringen können. Mit der Menge sollte nicht gegeizt werden: Etwa doppelt so viel Sonnencreme verwenden wie normale Pflegecreme, damit die gewünschte Wirkung erzielt wird!

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