Wände richtig streichen – Räume mit Farbe selbst gestalten

Um Wände und Tapeten zu streichen, muss man keinen Meisterbrief besitzen. Etwas Kraftaufwand ist jedoch notwendig.

Ein Raum muss nicht immer komplett neu gestrichen werden, um ihn zu verändern. Oft setzt eine einzelne Wand bereits einen neuen und besonderen Akzent. Farben beeinflussen das Zimmer – sie können es heller oder dunkler erscheinen lassen. Kräftige Farben geben spielerische Gestaltungsmöglichkeiten.

Wichtige Vorarbeiten für das Streichen

Die Vorarbeiten sind das A und O für ein gelungenes Werk. Insgesamt beanspruchen sie doppelt soviel Zeit wie das eigentliche Streichen. Für einen durchschnittlichen, möblierten Raum von 20 Quadratmetern Größe benötigt man etwa einen Tag. Zu den Vorbereitungen gehören das Ausräumen des Zimmers, das Ausspachteln von Löchern und Rissen und die Grundierung des Untergrunds. Außerdem müssen Schalter und Leisten sorgfältig abgeklebt werden. Bereits gestrichene Wände können überstrichen werden. Bei der Grundierung ist besonders darauf zu achten, dass der Untergrund sauber ist. Weist die Wand abgeplatzte Farbe oder Beulen auf, kommt man um das Abschleifen oder Abreiben der Farbe nicht herum. Für das Überstreichen von Tapeten sind keine aufwändigen Vorbereitungen nötig. Wichtig ist, darauf zu achten, ob es Stellen gibt, die sich gelöst haben. Diese sollten vor dem Streichen mit Kleister festgeklebt werden.

Das Abkleben von Schaltern und Leisten

Zu ihrem Schutz ist das richtige Abkleben von Schaltern und Leisten unerlässlich. Hier muss sauber gearbeitet werden, denn über Fehler und Flecken ärgert man sich später immer wieder. Zum Abkleben eignen sich Plastikfolie und Kreppband. Es ist sinnvoll, die Plastikfolie zusätzlich mit alten Zeitungen auszulegen, damit sich herunter fallende Farbtropfen im Zeitungspapier festsaugen und nicht an den Schuhen, die die Farbe dann in andere Räume hinaustragen. Lichtschalter und Steckdosen sollten nicht überklebt, sondern abmontiert werden. Hierzu muss in jedem Fall vorher die entsprechende Sicherung ausgeschaltet werden!

Gutes Werkzeug ist beim Streichen unerlässlich

Bei Farbrollern und Pinseln sollte man nur die beste Qualität kaufen, um gute Ergebnisse zu erzielen. Am geeignetsten sind Farbroller aus Lammfell und Pinsel aus Schweineborsten. Rollen und Abstreifgitter müssen auf die Größe des Farbeimers abgestimmt sein.

Welche Farbe ist die richtige?

Für Tapeten, Putz und Stein verwendet man die so genannte Dispersionsfarbe. Sie besteht aus winzigen Farbpigmenten, die in der Flüssigkeit schwimmen. Als Bindemittel für die Farbpigmente werden Acrylharze und Latex verwendet. Zum Streichen von Metall und Holz eignen sich Lacke.

Wie die Farbe an die Wand kommt

Die Farbe laut Gebrauchsanweisung anrühren, Gitter in den Eimer hängen und die Rolle leicht in die Farbe eintauchen. Die Rolle sollte sich nicht zu voll saugen. Überschüssige Farbe wird am Gitter abgestreift. Nun die Farbe in schrägen, sich überkreuzenden Bahnen auftragen. Mit horizontalem und vertikalem Überrollen wird die Farbe gleichmäßig verteilt.

Streichen ist keine leichte Arbeit. Das Bücken zum Farbeimer ermüdet und die mit Farbe vollgesogene Rolle scheint mit der Zeit immer schwerer und schwerer zu werden. Es gibt jedoch auch elektrische Farbroller, die das Streichen erleichtern.

Zuerst wird die Decke gestrichen, dann die Ecken und Kanten. Zum Schluss sind die Wände dran. Eine Wand sollte immer komplett ohne Unterbrechung durchgestrichen werden, damit die Farbe nicht eintrocknet und keine Flecken entstehen.

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