Wanderung im Schwarzwald – Vom Notschrei zum Feldberg 

Die Tour führt über die Höhenzüge des Schwarzwalds zum Feldberg. Über den Stübenwasen geht es zur Wilhelmer Hütte und über den Seebuck zum Feldberger Hof.

Auf dem Notschrei, dem 1.119 Meter hohen Pass zwischen dem Wiesen- und dem Dreisamtal, hoch über dem Skiort Todtnau-Muggenbrunn, beginnt die Wanderung. Der Westweg Basel-Pforzheim kommt hier vom Belchen und vom Wiedener Eck her und führt weiter bis zum Feldberg. Der Wegmarkierung der roten Raute des Schwarzwaldvereins folgend, geht es nun in Richtung Stübenwasen. Über schmale Pfade gelangt man zu steilen Hängen, in die der Regen Hohlwege geschwemmt hat. Durch die Steigung haben sich schräg über den Weg kleine Buchten gebildet, die von Erdwällen umgeben und an ihrem Ende mit Wasser gefüllt sind. Auf 1.270 Metern wird das Gasthaus Stübenwasen erreicht. Durch einen Tannenwald geht es jetzt, der allmählich übergeht in eine Weide- und Heidelandschaft mit Blaubeeren allüberall.

Auf dem Feldberg kann einem im Mai noch ein Schneetreiben erwischen

Auf 1.370 Metern Höhe steht das Gipfelkreuz. Auf dem bequemen Bänkchen mit Fußstütze rastet man jedoch nicht lange, denn hier ist kein gemütlicher Ort. Der Stübenwasen ist ein windumtoster, kahler Bergkopf mit einem Tannenkranz darum herum. Sein Name scheint uns von stäubenden Lüften und stübendem, schneeigem Gestöber zu kommen. Durch ein Waldstück geht es nun und sobald der Weg aus den Tannen herausführt, sieht man bereits den Feldbergturm. Hier oben kann es noch Mitte Mai passieren, dass man in ein heftiges Schneetreiben gerät und heilfroh ist, die Sankt Wilhelmer Hütte zu erreichen. Auf der mit 1.423 Metern höchstgelegenen bewirtschafteten Almhütte außerhalb der Alpen kann vor dem Gipfelanstieg eine Rast einlegt werden.

Auf dem Feldberg-Gipfel stand einst ein Gasthaus

Danach führt ein schmales »Stäpfeli« den Berg hinauf und bald sind die letzten 70 Meter Höhenunterschied bis zum höchsten Punkt geschafft. Hier ist die Station des deutschen Wetterdienstes und auf der Aussichtsplattform stand um die Jahrhundertwende das Gasthaus zum Feldbergturm. Über den kargen, strauchlosen Gipfel geht es jetzt, und am Grüblesattel verzweigt sich der Westweg und geht weiter zum Feldsee, nach Hinterzarten und Titisee Richtung Nordschwarzwald mit seinem Ziel in Pforzheim. Die Route führt jedoch zum Seebuck mit seinem Bismarckturm und nach zwei Kilometern bergab ist der Feldberger Hof erreicht.

Von hier aus kann man von der westlichen Variante des Westwegs, der in Basel beginnt und über die Schwarzwaldberge Blauen und Belchen führt, auf die östlichen Variante, die den Weg über Herzogenhorn, Hochkopf und über den Dinkelberg nimmt, wechseln. Für die rund zehn Kilometer lange Wanderung benötigt man infolge der Steigungen immerhin vier Stunden.

Als weiter führende Tour eignet sich die Wanderung vom Feldberg zum Hochkopf.

Anreise: Bis Zell mit der S-Bahn Linie 6, Basel-Zell – umsteigen auf die Buslinie 7300 bis Todtnau – Anschlusslinie 7215 bis Notschrei – Rückfahrt: Vom Feldberger Hof mit der Buslinie 7300 bis Zell – von dort Möglichkeit auf die S-Bahn Zell-Basel umzusteigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.