Wanderung vom Belchen zum Notschrei

Unterwegs auf den Höhen des Südschwarzwalds. Von Berg zu Pass führt die Route den Westweg entlang. Vom Belchenhaus geht es übers Wiedener Eck durchs Langenbachtal zum Bergpass Notschrei.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Panoramaberg Belchen, der mit seiner Kuppelform und seines atemberaubenden Rundumblicks wegen als der schönste Berg im Schwarzwald gilt. Start ist am Belchenhaus mit dem höchst gelegenen Gasthof Baden-Württembergs auf 1.360 Metern. Der Westweg Basel-Pforzheim kommt hier von den Schwarzwaldbergen Blauen und Belchen her und führt weiter bis zum Feldberg. Der Wegmarkierung der roten Raute folgend, geht es Richtung Wiedener Eck. Die Tour führt uns in Serpentinen steil abwärts zum Wald und dann angenehm bergab zum Bergsattel »Krinne.« Unterwegs trifft der Wanderer auf eine kleine offene Rasthütte mit Feuerstelle und einem Wassertrogbrunnen in Form eines ausgehöhlten Baumstamms. Es geht jetzt stetig bergab und man verliert immer mehr die mühsam erworbene Höhe. Auf dem Waldparkplatz »Krinne« sind es bereits wieder 1.117 Meter und am Wiedener Eck mit seiner einmaligen Lage am Pass zwischen dem Münstertal und Schönau ist man schließlich auf 1.050 Meter unten.

Kurz vor dem Notschrei kommt man ins Langenbachtal

Beim dortigen Berghotel, welches ein ganzes Hallenbad beinhaltet, lässt sich auf der Sonnenterrasse eine Pause einlegen und der Blick über das Bergland genießen. Über freie Almwiesen geht es anschließend und bald blickt man zum 1.187 Meter hohen Hörnle. Wieder im Wald kommt einem auf einer Lichtung eine namenlose Hütte entgegen, und alsbald kann man an einer Wasserstelle den Trinkvorrat auffüllen. Die Route führt entlang des Fernskiwanderwegs Belchen-Schönau, der eine Länge von insgesamt 100 Kilometern hat.

Alsbald verändert sich die Landschaft wieder. Zunächst kommt man durch einen herrlich grünen Wald, dessen Boden vollständig mit Moos bewachsen ist und der von einem lieblichen Bächlein durchflossen wird. Der Weg führt uns ins Langenbachtal, das von Heidekraut und Heidelbeerbüschen geprägt ist. Bis ins Jahr 1947 wurde in diesem Hochmoor zur Verwendung in Gärtnereibetrieben oder für Heilzwecke Torf abgebaut. Deutlich kann man in der Landschaft die Kante des Torfabstichs sehen.

Der Notschrei verbindet Wiesental und Dreisamtal

Bald ist der Notschrei-Pass mit seinem Nordic Centrum für Langlauf und Nordic Walking erreicht. Auf einem steinernen Obelisken enthüllt sich, wieso der Pass zwischen Wiesen- und Dreisamtal diesen Namen trägt: Im Hungerjahr 1843 nämlich sei ein »Nothschrei« an den Großherzog Friedrich aus beiden Tälern erfolgt, diese doch durch eine Straße zu verbinden. Der sei 1846 erhört worden und bereits zwei Jahre später wurde die Straße eingeweiht. Zum Dank ist dieses Denkmal errichtet worden. Die Wanderung ist in rund viereinhalb Stunden reiner Gehzeit zu bewältigen. Vom Belchenhaus aus hat man um die 13 Kilometer zurückgelegt. Eine schöne Anschlusstour wäre die Wanderung von hier zum Feldberg.

Anreise: Bis Zell mit der S-Bahn Linie 6 Basel-Zell – mit der Buslinie 7300 bis Haltestelle Schönau Sparkasse – umsteigen auf Buslinie 7306 bis Belchenbahn – mit der Belchengondel auf die Bergstation – Rückfahrt: – Buslinie 7215 bis Todtnau – Anschlusslinie 7300 bis Zell – von dort Möglichkeit, auf die S-Bahn Zell-Basel umzusteigen

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