Warenkunde exotische Früchte: Fruchtsorten, Geschmack, Verwendung

Gesunde exotische Früchte bereichern die Küche. Wie schmecken sie? Welche Verwendung finden sie? Hier eine kleine Auswahl dieser Früchte aus fernen Ländern.

So verlockend der Apfel auch riechen mag, die Eva von heute würde ihren Adam vielleicht mit einer knackigen Karambola, einer saftigen Grenadille oder leuchtend roten Kaki verführen. Duft und Geschmack dieser exotischen Früchte sind aber auch wirklich unwiderstehlich. Doch sie munden nicht nur vorzüglich, sie sind auch sehr gesund.

Exotische Früchte sind gesund

Der Slogan „Esst mehr Früchte, und ihr bleibt gesund“ gilt natürlich auch für exotische Früchte. Wer für regelmäßige „Vitaminspritzen“ sorgt, fördert sein Wohlbefinden und beugt Krankheiten vor. In Guave und Kiwi steckt beispielsweise viel Vitamin C, das Erkältungskrankheiten vermeiden hilft. Provitamin A stärkt die Sehkraft und ist konzentriert in der Mango vorhanden. Dattel und Cherimoya hingegen enthalten Vitamin B, das für den Stoffwechsel nötig ist. Auch lebenswichtige Mineralstoffe, wie etwa Calcium und Eisen, sind in vielen exotischen Früchten, wie etwa der Karambola, zu finden. Papayas und Feigen helfen bei Verdauungsproblemen. Das Fruchtfleisch der Papaya kann man als Gesichtsmaske auftragen. Es soll als Mittel gegen Falten und unreine Haut helfen.

Exotische Früchte finden vielseitige Verwendung

Roh schmecken die exotischen Früchte am fruchtigsten. Ihr Vitamingehalt ist dann am höchsten. Der Speisezettel lässt sich mit dem exotischen Obst um ungeahnte Geschmacksvariationen bereichern. Wie wäre es beispielsweise mit einer aromatischen Guaven-Konfitüre oder mit einem süß-fruchtigen Granatapfel-Gelee? Oder soll es ein köstlicher Fruchtsalat aus Kaki, Mango, Physalis und süßen Kiwi-Früchten sein? Fleischgerichte lassen sich vorzüglich mit Datteln oder den süßsauren Litschis verfeinern. Wildgerichte harmonieren gut mit reifen Mangos. Mit ihren Farben und Formen sind die exotische Früchte aber auch ein wahrer Augenschmaus: Dünne Kiwischeiben oder halbierte Physalis dekorieren beispielsweise Torten, Quarkspeisen und andere Desserts. Und das I-Tüpfelchen kalter Platten sind die sternförmigen Karambolascheiben.

Exotische Früchte – eine kleine Warenkunde

Als Orientierungshilfe für Ihren Einkauf lesen Sie hier Wissenswertes über einige exotische Früchte. Wo kommen sie her? Wie schmecken sie? Wie kann man sie verwenden?

Avocado: Die kalorienreiche „Butterfrucht“ stammt aus Mittelamerika. Avocados sind reif, wenn das cremefarbige Fruchtfleisch weich ist. Es lässt sich mit einem Löffel leicht herauslösen und schmeckt nussartig. Man kann Avocados auch mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft und kleingehackten Zwiebeln würzen.

Cherimoya: Ecuador ist die Heimat des „Rahmapfels“. Diese erdbeerförmigen Früchte sollte man verzehren, wenn sie auf leichten Druck nachgeben und die ungenießbare Schale sich bräunlich verfärbt. Das sahnig-cremige Fruchtfleisch hat einen süßen, aromatischen Geschmack, der ein wenig an Weingummi erinnert.

Dattel: Nordafrika ist die Ursprungsregion der Dattel. Bei dieser Frucht kann die Schale mitgegessen werden. Frische Früchte sind fest und lange im Kühlschrank lagerbar. Das kalorienreiche Fruchtfleisch der Datteln enthält bis zu 70 Prozent Zucker, kein Wunder, dass diese Früchte so süß schmecken. Noch süßer allerdings sind getrocknete Datteln.

Feige: Ursprünglich sind die Feigen aus Vorderasien gekommen. Die reifen Früchte haben eine grün bis dunkelviolett gefärbte, essbare Schale. Feigen sind druckempfindlich, deshalb sollte man sie bald nach dem Kauf essen. Am besten halbiert man sie und löffelt dann das weiche, süße Fruchtfleisch heraus.

Granatapfel: Der Granatapfel stammt aus Persien, ist aber heute in vielen Mittelmeerländern verbreitet. Wegen ihrer harten Schale ist diese Frucht recht unempfindlich. Das rötliche Fruchtfleisch schmeckt dezent herb und säuerlich. Die grünen Samen können mitverzehrt werden. Den ausgepressten Saft nennt man Grenadine.

Grenadille: Mittelamerika und Mexiko sind die Heimat der Grenadille, einer Passionsfruchtart. Die orangefarbene Schale ist hart und glatt. Einfach aufbrechen oder mit einem Messer aufschneiden und dann das saftige Fruchtfleisch samt den Kernen auslöffeln. Es schmeckt süß-säuerlich.

Guave: Diese südamerikanische Frucht gibt es noch relativ selten zu kaufen. Eine reife Guave erkennt man an der gelben Schale und an ihrem weichen, cremigen Fruchtfleisch. Dieses zart nach Moschus duftende Obst schmeckt süß-säuerlich. Die Guavensamen können mitgegessen werden.

Kaki: Herkunftsländer sind China, Japan und Israel. Das Aroma der reifen Früchte erinnert an Mirabellen. Nur das geleeartige süße Fleisch ist genießbar. Häufiger als die Kaki ist die Sharon, eine nahe Verwandte, auf dem Markt erhältlich. Sie ist samenlos und kann, anders als die Kaki, mitsamt der Schale verspeist werden.

Karambola: Heimat dieser auffallenden „Sternfrucht“ ist Malaysia. Heute wird sie in Kalifornien, Südamerika und Afrika angebaut. Die Karambola ist reif, wenn sich ihre Kanten bräunlich verfärben. Man kann sie dann noch kurze Zeit im Kühlschrank aufbewahren (nicht im Gefrierfach!). Wie man sie isst? Aufschneiden oder einfach hineinbeißen. Das gelbe, knackige Fruchtfleisch schmeckt süß-säuerlich und duftet nach Jasmin. Es ist saftig und durstlöschend.

Kiwi: Diese eiförmige Frucht kam aus China und wird deshalb auch chinesische Stachelbeere genannt. Seit Jahren baut man sie in Neuseeland an. Gibt die behaarte Frucht auf Druck nach, ist sie reif. Zu weiche Kiwis verlieren an Aroma. Zum Verzehr die braune Frucht halbieren und das süße, saftige Fleisch mit den Kernen genießen.

Kumquat: Ihr Stammland ist China. Obwohl sie auch Zwergorange genannt wird, ist die Kumquat keine Zitrusfrucht. Kumquats können mit der Schale gegessen werden. Sie sollte fest und glatt sein. Die Zwergorangen haben ein intensives, säuerliches Aroma.

Litschi: Sie hat zwar in China ihre Heimat, doch die „chinesische Pflaume“ wird auch in Südafrika und Florida angebaut. Die feste, rot gefärbte Schale lässt sich leicht aufdrücken. Im saftigen, süßlich schmeckenden, zarten Fruchtfleisch steckt ein großer Kern, der ungenießbar ist.

Mango: Ursprungsländer sind Indien und Burma. Auf leichten Druck geben die reifen Früchte nach und duften nach Pfirsich. Die Mangos kann man einfrieren. Nur das süße und saftige Fruchtfleisch ist genießbar. Es wir zur Mitte hin faseriger und lässt sich schwer vom Kern lösen.

Papaya: Sie stammt aus Mittelamerika und wird auch Baummelone genannt. Reife Papayafrüchte sind gelb und fühlen sich weich an. Schale und Samen werden nicht mitgegessen. Das lachsfarbene Fruchtfleisch entfaltet ein zartes Aroma und mundet besonders gut, wenn man es mit ein wenig Zitronensaft beträufelt.

Physalis: Die südamerikanische Frucht ähnelt ein wenig einer Lampionblume. Reif ist die Physalis dann, wenn die trockenen Kelchblätter, die sie ümhüllen, hellbraun und pergamentartig sind. Die orangefarbene, kugelförmige Frucht schmeckt süß-säuerlich und wird gern als Dekoration verwendet.

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