Warum Sie unbedingt mit dem Rauchen aufhören sollten!

Im Jahr 2015 werden vermutlich über fünf Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Ab wann ist man gefährdet und was kann man dagegen tun?

Mittlerweile lernt fast jedes Kind in Deutschland, wie gefährlich der Konsum von Tabakwaren ist und welche Auswirkungen dieser haben kann. Dennoch gibt es in Deutschland noch viele Raucher, die die Gefahren herunterspielen. Andere sind mittlerweile schon den Sucht-Wirkungen vollkommen verfallen. Doch welche Auswirkungen hat das Rauchen? Und wie kann man damit am besten aufhören?

Erkrankungen verschiedenster Art resultieren aus dem Rauchen

Die tödlichen Folgen des Tabakkonsums entstehen zumeist aus Herz-Kreislauf-, Lungen- sowie Krebserkrankungen. Vermutlich werden allein in diesem Jahr fünf Millionen Menschen an den direkten Folgen des Konsums von Tabakwaren sterben und zudem weitere 600.000 Menschen, davon wohl 150.000 Kinder, an den Folgen des Passiv-Rauchens.

Das bedeutet, dass jede Minute zehn Raucher umkommen, was aufzeigt, dass alle sechs Sekunden ein Mensch an den Folgen des Rauchens stirbt. Heutzutage wäre wohl jeder vierte Krebstod vermeidbar, wenn diejenige Person nicht geraucht hätte. Des Weiteren könnten anscheinend sechzig bis 75 Prozent der Herzinfarkte verhindert werden, würden die Menschen den Glimmstängel scheuen.

Chronisch-Obstruktive Lungenerkrankung

Aber nicht nur bei Herz-Krankheiten, sondern auch bei den Lungenerkrankungen steht das Rauchen als Risikofaktor fest. So ist es maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ (zu deutsch: „Chronisch-Obstruktive Lungenerkrankung“) in einem solchen Maß ausbreiten konnte.

Bei dieser Krankheit werden Atemwege verengt oder diese entzünden sich. Während beispielsweise Asthma durch Medikamente teilweise wieder bekämpft oder zumindest gemildert werden kann, ist dies bei der „COPD“ kaum möglich.

Die Symptome für diese Krankheit sind Auswurf, Husten und Atemnot. Verantwortlich für die Erkrankung ist oftmals das Rauchen. Achtzig Prozent der Erkrankten sind oder waren Raucher. Unter den sogenannten „Kettenrauchern“ erkrankt etwa jeder fünfte an dieser Krankheit.

Diabetes, Schlaganfall und Herzinfakt

Des Weiteren steigert sich das Risiko an Diabetes 2 zu erkranken, wenn man raucht. Die Folge ist, dass die Menschen, die mit dieser Krankheit leben müssen, Kohlenhydrate wie beispielsweise Zucker nur noch ungenügend verwerten können. Aus dieser Erkrankung können wiederum Folgeerkrankungen resultieren. So ist beispielsweise das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen oder an einem Herzinfarkt zu sterben deutlich höher.

Zwei Jahre reichen für den Ausstieg

Mit jedem Jahr, in welchem man nicht raucht, sinkt auch das Risiko an einer der aus dem Rauchen entstehenden Krankheiten zu erkranken beziehungsweise zu sterben.

In der Regel reichen sogar schon zwei Jahre aus, um das Herzinfarkt-Risiko deutlich zu senken. Manche Ärzte behaupten, dass nach zwei Jahren dieses Risiko sogar halbiert sei.

Ähnliches sichtet man beim Diabetes. Auch hier geht man davon aus, dass das Erkrankens-Risiko um etwa sechzig Prozent gesenkt werden könne, sollte man zwei Jahre ohne Rauchen ausgekommen sein. Dies kommt natürlich immer auch auf die Person selbst an und auch darauf, wie viel sie geraucht hat.

Auch das Erkrankens-Risiko an Krebs wird mit der Zeit deutlich gemildert. Diese Statistiken geben Hoffnungen, doch gibt es immer noch zu viele Menschen, die sich sagen, dass sich der Ausstieg nicht mehr lohne, da sie eventuell zu alt seien.

Der Ausstieg ist keine Frage des Alters

Der Rauchstopp ist aber eigentlich keine Frage des Alters, was die Statistiken über die mögliche Genesung nach wenigen Jahren ebenso beweisen.

Rauchen beeinflusst zudem auch die Schönheit eines Menschen. So entwickelt sich die Haut oft zu einer blassen und faltigen Form. Dies geschieht, da das Eiweiß Kollagen, welches für die Haut-Elastizität sehr wichtig ist, schneller abbaut, als sonst.

Ein Rahmenabkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eindämmung des Tabakkonsums gibt es schon seit 2015. 170 Staaten haben dieses schon ratifiziert. Es sagt aus, dass man sich für den Schutz vor dem Passivrauchen, für preisliche sowie steuerliche Maßnahmen zur Reduktion von Tabakverkäufen sowie für Warnhinweise beziehungsweise für bestimmte Verbote der Werbung von Tabakwaren-Unternehmen einsetzen soll.

Seit dem Jahre 2016 ist landesweit Zigarettenwerbung in Zeitungen, Zeitschriften und im Internet untersagt. Auf Plakaten und im Kino darf allerdings weiterhin geworben werden.

Wie geht man am besten gegen das Rauchen vor?

Ersatzprodukte wie zum Beispiel spezielle Kaugummis, Pflaster oder Tabletten helfen besonders gegen die Entzugserscheinungen, die ansonsten auftreten könnten, da der Tabakkonsum süchtig machen kann. Dafür ist das Nikotin verantwortlich.

Die Entzugssymptome lassen sich dabei mildern, wenn man das Nikotin vom Tabakrauch, welcher besonders schädlich ist, getrennt zuführt. Wenn man es alleine versucht mit dem Rauchen aufzuhören, ist zu beachten, dass eine gewisse Motivation benötigt wird.

Man muss sich klar machen, welche Vorteile entstehen können. Wer dies schriftlich notiert, kann sich hierdurch zusätzlich das Ziel noch einmal vor Augen führen.

Des Weiteren ist anzudenken, alle Gegenstände wie Aschenbecher aus der näheren Umgebung zu entfernen und den Ausstieg zu feiern, um sich erneut zu motivieren und um sich das Ziel besser einzuprägen. Im weiteren Verlauf der folgenden Tage und Wochen sollten vor allem Stresssituationen vermieden werden, da diese oft zu einem Rückfall verleiten könnten. Bald motivieren dann zudem erste Erkenntnisse, wie beispielsweise, dass man sich wieder fit fühlt.

Doch auch wenn man einen Rückfall erlebt hat, sollte man nicht aufgeben, denn Rauchen macht krank und dagegen muss man vorgehen, um sein eigenes Leben zu schützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.