Weißer Tee – Die mildeste und gesündeste unter den Teesorten

Immer mehr Teefachgeschäfte in Deutschland bieten Weißen Tee an. Inzwischen gibt es Weißtees nicht mehr nur in loser Form, sondern auch in Beuteln.

In China gibt es den Kaiser der Tees bereits seit rund 2000 Jahren. In Europa wird Weißer Tee jedoch erst seit wenigen Jahren wahrgenommen. Sein Name geht auf den weißen, weichen Flaum zurück, der die Teeknospen umschließt. Er hat eine helle Konsistenz, die von transparent bis gelblich reicht.

Der Weißtee wird ähnlich wie der Grüne Tee nicht fermentiert. Für die guten Weißteesorten werden nur die ungeöffneten Knospen geerntet, die noch keine oder kaum Sonne abbekommen haben.

Weißer, seidiger Flaum

Charakteristischer Weise sind die Knospen mit einem weißen, fast schon seidigen Flaum umgeben. Nach einer kurzen Lüftungsphase von zwei bis drei Stunden kommen die Knospen auf eine Welkmatte. Anschließend werden sie getrocknet, gemischt und verpackt.

Der Genuss Weißen Tees beugt Krankheiten vor

Der Geschmack des Weißen Tees ist sehr mild, fast schon blumig, was noch durch das orchideenartige Aroma verstärkt wird. Der Weißtee enthält deutlich weniger Bitterstoffe als Grüner oder Schwarzer Tee und ist daher sehr magenschonend. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Weißtee eine sehr anregende Wirkung hat. Er enthält nämlich sehr viel Koffein, da sich in der Teepflanze das Koffein in den Knospen und Blattspitzen sammelt. Die weiteren Inhaltsstoffe des Weißtees sind aber sehr gesund. Dafür sorgt der hohe Grad an Vitaminen (vor allem Vitamin C und E) und Flavoniden, Stoffen, die eine starke antibakterielle Wirkung entfalten, den Cholesterinspiegel senken sowie den Blutdruck und Blutzucker regulieren. Der Genuss von Weißem Tee soll so Herz- und Kreislaufkrankheiten vorbeugen, und manche sagen ihm sogar vorbeugende Kräfte gegen Krebs nach.

Zubereitung wie bei Grünem Tee

Die Zubereitung des Weißen Tees läuft ähnlich wie bei Grünem Tee ab. Wie bei allen Teesorten sollte man möglichst weiches Wasser verwenden. Nach dem Aufkochen lässt man es auf rund 80 Grad Celsius abkühlen, ehe es auf den Weißen Tee gegossen wird (die Tasse oder Kanne am besten vorher mit heißem Wasser anwärmen). Ein halber Teelöffel pro Tasse ist eine gute Dosierung. Der Tee sollte je nach Sorte zwei bis fünf Minuten ziehen. Da Weißer Tee keine Bitterstoffe enthält, können die Blätter aber in der Kanne bleiben und problemlos für einen oder mehrere Aufgüsse verwendet werden, durch die sich der Geschmack leicht verändern wird. Zucker oder Milch gehört nicht hinein – Weißtee trinkt man am besten pur.

„Weiße Pfingstrose“ und „Silbernadel“

Hergestellt wird der Weißtee übrigens nicht nur in China, sondern auch in Japan, verschiedenen Anbaugebieten Indiens sowie in Kenia. Zu den bekanntesten Sorten zählen die „Weiße Pfingstrose“ (Pai Mu Tan) und die „Silbernadel“ (Yin Zhen).

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