Welche Traumarten gibt es?

Um seine Träume zu verstehen, hilft ein Überblick zu Traumtypen. Es gibt verschiedene Arten von Träumen, die Wiederholung, Angst, Vorausahnung oder Sex beinhalten. Erkenntnisse der Traumdeutung bieten Hilfen für inhaltliches Verstehen.

Die Interpretation von Träumen ist eine sehr individuelle Beschäftigung. So wie jeder Mensch eine ganz eigene Art und Weise des Sprechens, der Mimik, Gestik und Körperhaltung hat, so persönlich und einzigartig ist auch sein Traum. Wer sich mit seinen Trauminhalten beschäftigt, kann lernen die Signale und Hinweise seines Unterbewussten zu begreifen.

Innerhalb von Träumen findet eine Aufarbeitung und Bewältigung von Erlebtem statt. So kann man mit der Deutung von Trauminhalten auch Antworten auf alltägliche Fragen entdecken. Im entspannten Zustand des Schlafes finden die träumenden Sinne zu Möglichkeiten und Wegen, die im wachen Zustand oft nicht erkannt werden. Um seine persönliche Traumsprache zu verstehen, sollte man Traumarten unterscheiden können.

Der wiederkehrende Traum

Es gibt Träume, die wiederholt geträumt werden. Häufig beinhalten sie eine Antwort aus dem Unterbewusstsein auf eine Fragestellung aus dem wachen Erleben. Es könnte sich zum Beispiel um eine belastende Situation handeln, der bislang ausgewichen wurde und der sich der Träumende stellen sollte. Es scheint, das diese Art Wiederholungsträume den Träumenden so lange hartnäckig betreffen, bis das Problem erkannt und beseitigt wird.

Es gibt auch nur bestimmte Sequenzen eines Traumes oder einzelne Traumelemente, die sich beständig wiederholen und in immer neuen Traumsituationen eine Rolle spielen. Auch diese Einzelelemente der Wiederholung haben eine Signalfunktion und deuten ausdauernd auf den Lösungsaspekt, bis die Handlungsaufforderung umgesetzt wurde.

Der Angsttraum

Träume voller Angst prägen sich aufgrund der hohen emotionalen Ansprache oft tief ein. Sie bieten dem Träumer eine große Chance. Sie geben die Möglichkeit, mit Ängsten besser umzugehen als im wachen Zustand und Bewältigungsstrategien gegen Angstgefühle träumerisch zu erlernen. Durch Angst gefärbte Träume werden oft durch hohe, manchmal überhöhte Erwartungen von außen oder an sich selbst erzeugt.

Starker Leistungsdruck, bevorstehende Prüfungen oder Entscheidungssituationen können auslösende Faktoren sein. Auch unbewältigte Traumatisierungen und ängstigende Kindheitserlebnisse erzeugen Angstträume. Immer wenn Kontrollverlust im Leben verunsichert, entstehen Quellen für träumerisch verarbeitete Angst.

Der vorausahnende Traum

Sogenannte präkognitive Träume lassen Ereignisse im wachen Leben vorausahnen, noch bevor sie eintreten. Insbesondere sehr einfühlsame, sensible und aufmerksame Menschen haben diese Traumerfahrungen, die hellseherisch Zukünftiges erahnen. Träumende, die sich selbst und ihre Umgebung gut kennen und einschätzen können, treffen unterbewusst die folgerichtigen Rückschlüsse für die Zukunft auf der Basis ihres Könnens.

Präkognitive Träume nehmen Ereignisse vorweg, die aus den kenntnisreichen Erfahrungen und der somit inneren Erwartungshaltung entstehen. Wenn diese Träume “ins Schwarze treffen” und bevorstehende Umstände so abgebildet haben, wie sie später tatsächlich geschehen, bringt diese Tatsache die hohe persönliche Aufmerksamkeit, Kenntnis und Beobachtungsgabe des Träumenden zum Ausdruck. Unzweifelhaft beweisen zutreffende Vorahnungen in Träumen auch eine ausgeprägte Intuition. Durch das schriftliche Fixieren in Traumtagebüchern lassen sie sich später beweisen.

Prophetische Träume

Auch die das Schicksal voraussehende Träume gehören zu den präkognitiven Traumtypen. Insbesondere bei Frauen und in bezug auf ein Baby ist diese Traumart bekannt. Scheinbar stellt sich in der Schwangerschaft eine intuitive Verbindung zum Ungeborenen her, die sich auf schicksalhafte Traumvisionen auswirken kann. Aus der Kulturgeschichte sind viele Menschen bekannt, die das Schicksal eines Kindes, einer Familie oder eines Volkes träumerisch prophezeiten und die realen Entwicklungen überprüfbar richtig vorausahnten.

Der Albtraum

Er gehört zu den Schattenseiten des Traumerlebens. Seine Ursachen finden sich oft in Kindheitserlebnissen. Von Verlust und Entbehrung gezeichnete Albträume gehen häufig auf Demütigungen und Zurückweisungen in der Kindheit zurück. Auch alle von Angriff gezeichneten Albträume haben ihre unmittelbare Wurzel häufig in kindlichen Gefühlen, wenn elementare Bedürfnisse nicht ausreichend erfüllt wurden.

Viele schwerwiegende Erlebnisse wie körperliche Übergriffe, Folter, Gewalttaten, Kriegsereignisse oder kindlicher Missbrauch werden oft erst viele Jahre später in Träumen thematisiert und schrittweise verarbeitet. Aufgrund der drastischen Gefühlslagen, die mit diesen auslösenden Umständen verbunden sind – Schock, Trauma, tiefgehende seelische Verletzung und Schmerz – sind Albträume gleichfalls oft dramatisch, belastend und verstörend.

Auch schwere Krankheiten, Sorgen und Ängste in bezug auf den Tod können schwerwiegende Albträume auslösen. Sie können die Chance auf Bewältigung bieten. Doch oft wirken sie negativ und verschlechtern das allgemeine Wohlbefinden des Betroffenen im wachen Zustand drastisch. In diesen Fällen macht eine medizinische Rücksprache Sinn, können Beratung und Therapie wirksame Hilfe leisten.

Der sexuelle Traum

Sexuelle Träume entstehen oft in Phasen des Übergangs. So in Zeiten der Pubertät, wenn neue Lebensstationen erreicht werden oder auch auf dem Weg ins höhere Alter. Viele sexuelle Träume haben eine tiefere Bedeutungsebene, die weit über die Sehnsucht nach sexuellen körperlichen Kontakten hinaus geht. So symbolisiert ein sexuell gefärbter Traum auch immer die Integration eines Persönlichkeitsteils in einen anderen Teil, weist auf instinktive Bedürfnisse und drückt durch die Archetypen viele Persönlichkeitsmerkmale und Handlungsmöglichkeiten aus.

Um Trauminhalte richtig deuten und verstehen zu können, ist ein schriftliches Traumtagebuch wichtig. Traumerlebnisse können auch alternativ nach dem Erwachen auf ein Aufnahmemedium gesprochen werden. Das ist zeitsparender und erfordert weniger Konzentration als das Schreiben. Aufzeichnungen unterstützen die Erinnerung an Träume und helfen, die seelische Balance zu festigen sowie Traumimpulse im wachen Leben zu nutzen.

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