Weniger Fleisch, besseres Klima: der fleischfreie Donnerstag

Es gibt viele Gründe auf Fleisch komplett zu verzichten. Aber wie wäre es für den Anfang mit einem fleischfreien Donnerstag? Donnerstag ist Veggietag.

Ernährungswissenschaftler empfehlen schon seit Jahren, Fleisch nur noch in geringen Mengen bzw. nur als Beilage zu essen. Weniger bewusst ist wohl den meisten, welchen negativen Einfluss die Fleischproduktion auf das weltweite Klima hat. Aber neben Klima und Gesundheit gibt es noch weitere Gründe, auf Fleisch zu verzichten.

Klimaschutz

Hätten Sie gedacht, dass eine Kuh das Klima genauso stark belastet wie ein Pkw, der durchschnittlich 18.000 Kilometer im Jahr zurücklegt? Eine Studie der Vereinten Nationen hat gezeigt, dass die globale Tierhaltung 18% der treibhauswirksamen Gase verursacht. Nachfolgend sehen Sie den Treibhauseffekt verschiedener Ernährungsweisen pro Kopf und Jahr dargestellt in Autokilometern:

Ernährungsweise ohne Fleisch und ohne Milchprodukte

Bioware: entspricht 281 km

Konventionelle Ware: entspricht 629 km

Ernährungsweise ohne Fleisch

Bioware: entspricht 1.978 km

Konventionelle Ware: 2.427 km

Ernährungsweise „Alles-Esser“

Bioware: entspricht 4.377 km

Konventionelle Ware: 4.758 km

Gesundheit

Die Bundesbürger essen durchschnittlich 1,2 Kilogramm Fleisch pro Woche. Das ist weit mehr als das Doppelte dessen, was Ernährungswissenschaftler empfehlen, nämlich 300 bis 600 Gramm. Übermäßiger Fleischkonsum trägt dazu bei, dass Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten weiter ansteigen. Durch eine starke Reduzierung des Fleischkonsums könnten 24.000 vorzeitige Todesfälle vermieden werden, so eine britische Studie, deren Ergebnisse auf Deutschland übertragen wurden.

Ethik und Tierschutz

Jeder Deutsche isst im Laufe seines Lebens durchschnittlich 1094 Tiere, ohne Fische und andere Meerestiere. Durch einen bundesweiten Veggietag, wie zum Beispiel den fleischfreien Donnerstag, müssten Millionen Tiere weniger gezüchtet und geschlachtet werden. Diese Tiere wären dann nicht dem Leid durch Aufzucht, Haltung und Tiertransporte ausgeliefert, die unsere Massentierhaltung mit sich bringt und die jeder zu gerne verdrängt.

Nahrungsmittelsicherung

Ein Hektar Land produziert Rindfleisch für die Ernährung von nur einem Menschen, während die gleiche Fläche mit Kartoffeln angebaut 22 Menschen ernähren könnte. Futtermittel für die Fleischproduktion werden vielfach aus Entwicklungsländern oder sogenannten Schwellenländern eingeführt und stehen dort dann nicht mehr der Bevölkerung zur Verfügung. Durch einen bundesweiten Veggietag könnten zum Beispiel 2 Millionen Tonnen Getreide eingespart werden, die ausreichen würden, um den Kalorienbedarf von 8 Millionen Menschen zu decken.

Das Beste zum Schluss

Vegetarische Gerichte haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und gehen über Blattsalat und Tofu weit hinaus. Sterneköche haben pfiffige Rezepte kreiiert und der Genuss ist dabei an oberster Stelle geblieben. Machen Sie doch mal aus dem kommenden Donnerstag einen Veggietag! Guten Appetit.

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