Wer nichts erlebt, hat nichts zu erzählen

Das Leben kann so spannend sein. Und wer einmal den Geschichten von Eltern und Großeltern gelauscht hat, der weiß wie sehr einen das begeistern kann.

Es wird vermutlich nur wenige Enkelkinder geben, die nicht mit den Geschichten von früher aufgewachsen sind. Zum Einen ist es sehr spannend, mitunter auch sehr lustig zu erfahren wie die eigenen Eltern als Kinder oder Teenager waren, zum anderen auch zu hören, wie und wo Oma und Opa einmal gelebt haben. Stundenlang konnte man dabei sitzen, zuhören, wenn sich zwei wirklich alte Freunde von früher über die Zeiten von früher unterhalten. Es war doch echt so, als würden einem Märchen erzählt werden. Kaum einer kann sich doch zum Beispiel im realen Leben vorstellen, dass sich auf dem betonierten Hof am Haus statt der jetzt hier geparkten Familienautos einmal ein Plumpsklo, ein „Häuschen“ mit eingeschnitztem Herzchen auf der Tür befunden hat, die Hühner dort herum staksten, ihre Eier legten. Dass das eigene Zimmer vielleicht einmal eine Küche war oder noch weiter vorher von irgend einem Uropa oder einer Uroma als „gute Stube“ bewohnt wurde. Das sind noch die normal spannend interessanten Familieninterna.

Weißt Du noch????

Dann kommen noch die Geschichten bei Familienfeiern ans Tageslicht, die den Einzelnen garantiert super peinlich sind und irgendwie an Astrid Lindgrens Michel aus Lönneberga erinnern. Geschichten wie etwa vom kleinen Hänschen, der so lebhaft und schlecht hörend ist, dass Spaziergänge mit dem Vierjährigen nur möglich sind, wenn er im Laufgeschirr steckt und Mama und Tante ihn begleiten. So hat wenigstens eine von Beiden die Möglichkeit einen Kaffee irgendwo zu trinken und die andere draußen mit dem Hans wartet. Selbst die Oma des Jungen ist immer entsetzt wenn er kommt. Sie sieht ihn nur vom Fenster ankommen, da rafft sie schon die Tischdecke des schön gedeckten Tisches zusammen mit allem was drauf steht und jammert laut auf: „Oh Jott oh jott, datt Hänske kütt“. Dieser hat nämlich die Angewohnheit an den Tischdecken zu ziehen und alles runter zu reißen.

Und da war dann noch…..

Das waren also die Geschichtenerzähler der eigenen Vergangenheit. Aber was wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern erzählen, wenn sie sich dann einmal dafür interessieren? Es ist ja wohl klar, dass überhaupt etwas erlebt werden muss, ehe Geschichten erzählt werden können. Also wäre es doch nicht schlecht seine Wünsche und Träume auszuleben, soweit es möglich ist. Theoretisch könnte eine To-Do-Liste aufgesetzt werden mit allem, was noch erlebt werden sollte, so es realistisch ist und von dem es sich lohnt erzählt zu werden. Da wäre zum Beispiel eine Kreuzfahrt in die Karibik, mit dem Wohnmobil durch die USA. Dann wäre noch Kanada, Irland, Island, Norwegen, Schottland, Rumänien – auch dies alles mit dem Wohnmobil und zwar dem Wohnmobil als Hightecmobil. Erlebens- und erzählenswert sind auch die zahlreichen Musicals, die es mittlerweile gibt. Bei allem ist es möglich viele nette neue Menschen kennenzulernen mit deren eigenen Geschichten, welche auch wieder erzählenswert sind.

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