Wie entsteht Neid und Vergleichen

Der Neid und das ewige Vergleichen. Frauen neigen häufig dazu, sich mit anderen Frauen zu vergleichen und diese um ihr Aussehen zu beneiden. Dafür gibt es Gründe und Auswege.

Dass die Frauen auf den Hochglanzmagazinen im wahren Leben nicht genauso perfekt und makellos aussehen, dürfte inzwischen eigentlich jede Frau mit Sinn für die Realität verstanden haben. Doch welche Auswirkungen kann es haben, wenn es im Freundes-oder Bekanntenkreis eine Frau gibt, die außergewöhnlich gut aussieht und alle Blicke auf sich lenkt, während man sich selbst nur als Mittelmaß betrachtet?

Das Entstehen von Neid und Vergleichen

Frauen, die sich andauernd mit anderen Frauen vergleichen und sich aufgrund der Tatsache, dass es schönere Frauen als sie selbst gibt, schlecht fühlen, leiden am einem Selbstwertproblem, das vielleicht schon in frühester Kindheit entstanden ist. Eventuell haben sie von ihren Eltern nicht so viel Liebe erfahren, wie sie gebraucht hätten. Dadurch haben sie sich schon von klein auf minderwertig und nicht liebenswert gefühlt. Erschwerend kann hinzukommen, dass sie im Laufe ihrer Kindheit Bevorzugungen anderer Mädchen in ihrem Umkreis, die vielleicht ein besonders süßes Gesicht hatten, deutlich zu spüren bekamen, weil diese Mädchen mehr Spielpartner hatten oder mehr Anerkennung von Kindergärtnerinnen und Lehrern erfuhren.So entstehen langsam Gedanken wie „Ich bin nicht hübsch genug“ und „Wenn ich hübscher oder gar außergewöhnlich schön wäre, würde das Leben toller und leichter sein und ich wäre glücklicher“.

Auswirkungen einer solchen Denkweise auf das Leben der Betroffenen

Das Problem des Vergleichens kann sich im Teenageralter und in den jungen Jahren des Erwachsenenalters immer weiter zuspitzen. Dies geschieht vor allem, wenn die Betroffenen in ihrem Umfeld, zum Beispiel in der Schulklasse oder im Sportverein, ein Mädchen, das all das zu sein scheint, was sie nicht sind: selbstbewusst, sehr beliebt und vor allem: schön. Das beneidete Mädchen wird auf ein Podest gestellt und sowohl bewundert und überperfektioniert als auch beneidet und auf gewisse Weise gehasst. „Warum kann ich nicht so aussehen wie sie?“, sind die Gedanken, die irgendwann aus diesem Neid und Vergleichen entstehen. Darüber hinaus kommt es zum Hadern mit dem Schicksal und zur Wut über die eigene Benachteiligung im Leben. Aus all diesen Gedanken entsteht die eigentliche Problematik des Vergleichens: Man fixiert sich zu sehr auf das Leben der Beneideten. Dadurch vernachlässigt man eigene Interessen und verliert den Bezug zu der ganz eigenen Individualität seiner selbst. Durch die Überbewertung der Schönheit als Beitrag zum Glücklichsein wird den Betroffenen jede Lebensfreude genommen, denn das für sie höchste Gut, die Schönheit, ist für sie unerreichbar. Sie fühlen sich minderwertig und nicht gut genug für die wahren Freuden des Lebens.

So stoppt man das Vergleichen und beginnt, sich selber zu mögen

Die Betroffenen müssen in ihrem Leben zwei Dinge lernen, um sich selbst so zu mögen, wie sie sind und das ewige Vergleichen hinter sich zu lassen. Erstens müssen sie verstehen, dass Schönheit nicht alles ist. Mehrere Studien haben belegt, dass schöne Frauen es in einigen Bereichen wie Job-und Partnersuche zwar etwas einfacher haben, dass sie dadurch aber nicht unbedingt glücklicher sind als die Durchschnittsfrau. Man gewöhnt sich in seinem eigenen Leben zu schnell an das Normale, Vorhersehbare und so sind es die schönen Frauen längst gewohnt, durch ihr Aussehen Aufmerksamkeit zu bekommen. Dadurch sehen sie es als nichts Besonderes mehr an. Dies kann man auch nachlesen in dem Buch „Schönheit“ von Ulrich Renz. Darüber hinaus müssen selbst Topmodels damit zurechtkommen, dass es noch eine Schönere als sie geben könnte. Bei den vielen Geschmäckern und Vorlieben auf dieser Welt gibt es nämlich nie die Allerschönste, niemand steht an der allgemeinen Spitze des Maßstabs.

Zweitens müssen die Betroffenen anfangen, sich selbst kennenzulernen. Das heißt, sie müssen sich voll und ganz auf ihr Leben konzentrieren und sich fragen: “ Wer bin ich, was interessiert mich und was will ich erreichen?“. Durch das Ergründen der eigenen Wünsche, Ziele und Talente gibt man seinem Leben einen vom Aussehen unabhängigen Sinn. Doch auch in Bezug auf das Aussehen ist es wichtig, seine eigenen Vorzüge kennenzulernen und dadurch die optimale Frisur, Schminktechnik und Kleidung für sich zu entdecken. Es hilft auch viel, sich einmal aufzuschreiben, was man an sich selber mag: Hat man vielleicht besonders schöne Augen oder volles gesundes Haar? Durch all das lernt man sich selbst kennen und kann sich als eigenständiges, interessantes und attraktives Individuum wahrnehmen. Und das führt zu einem Effekt, der die Verbitterung ablöst und einen auf ganz besondere Weise noch einmal ein Stückchen attraktiver macht: Eine gesunde, gelassene und zufriedene Ausstrahlung!

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