Wie funktionieren Rollenspiele im bett?

Was sind Rollenspiele im Bett. Die Lust beim Sex jemand anderer zu sein. Rollenspiele können eine wunderbare Erfrischung zum täglichen Sexualleben sein. Wie macht man rollenspiele im bett?

Viele Paare haben Spaß und Lust daran beim Sex verschiedenste Rollenspiele auszuprobieren.

Dies reicht vom Dirty Talk (auf Deutsch schmutziges Bettgeflüster) über Fesseln, die ein nicht selten benutztes Accessoire für diverse Rollenspiele im Bett sind, bis zu komplexen Rollen und Szenarien.

Aber was ist eigentlich das Interessante an Rollenspielen?

Das Interessante an einer Rolle ist, dass man in wenigen Sekunden jemand anderes sein kann.

Man kann unbekannte Situationen erleben, Eigenschaften, die man ansonsten nicht in seinem Repertoire hat ausprobieren und ausleben, und auf spielerische Weise mit seinem Partner seine Sexualität erleben.

Man lässt für ein paar Augenblicke seine Sorgen, seinen Alltag, seinen Stress (dies alles wirkt sich zumeist negativ auf unser Sexualleben aus) hinter sich und betritt aufregendes Neuland. Man spielt eine Person mit bestimmten Eigenschaften und erhält so Zugang zu bisher verwehrten Verhaltensweisen.

Bei Rollenspielen schlüpft jeder in eine ausgewählte Rolle. Hierbei wird der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist was beiden gefällt. Man kann als Busfahrer seinen einzigen Fahrgast vernaschen oder als Ärztin dem Patienten eine ganz besondere Therapie verschreiben. So bekommen die in der Kindheit so beliebten Doktorspielchen wieder eine ganz neue Bedeutung. Und nicht erst seit Desperate Housewives ist das Rollenspiel reiche Frau und junger Gärtner sehr beliebt.

Können Rollenspiele das Sexualleben beleben?

Wenn sich im Bett statt Lust nur noch Frust über das langweilige oder gescheiterte Liebesspiel breit macht, schlittern viele Paare in die Krise. Jeder Mensch hat sexuelle Wünsche und Phantasien. Nur leider verstecken viele Paare diese vor einander. In so einem Fall sind Rollenspiele ideal um die Sinnlichkeit wiederzuentdecken und um aus alten, meist eingefahrenen Rollenmustern auszusteigen.

Können Rollenspiele helfen Hemmungen abzubauen?

Oft sind wir, gerade beim Sex, von eigenen Vorstellungen wie wir sein sollen, gehemmt. Besonders Frauen spielen beim Sex eine eher unangenehme Rolle – nämlich die, wie kann ich meinen Partner besonders glücklich machen, wie gefalle ich ihm am besten, wie hätte er mich gerne.

Nur leider vergessen sie dabei oft sich selber. Niemand kann sich mit eingezogenem Bauch und einstudierten Körperübungen wirklich fallen lassen.

Rollenspiele geben die Möglichkeit eine gewisse Distanz zur eigenen Person zu bewahren.

Dies hilft um sich eher gehen und fallen lassen zu können.

Spielt das Ausleben von Machtverhältnissen eine Rolle?

In fast allen Rollenspielen geht es um Hierarchie.

Arzt/Patientin, Lehrerin/Schüler, Chef/Sekretärin, Herrin/Sklave – diese Rollenliste lässt sich lange fortsetzen. Aber alle haben den Aspekt der Macht gemeinsam. Immer hat eine Figur das Sagen, die andere ist eher mit schwachen, unbeholfenen oder hilfsbedürftigen Eigenschaften versehen. Man kann in diesen Spielen entweder die Rollen ausleben, die einen in der Realität fehlen oder aber auch jene, die einen besonders liegen. Interessant ist aber natürlich auch ein Wechselspiel der Dominanz.

Sollte man bezüglich der Rollenverteilung ein Abkommen treffen?

Es gibt hier keine klaren Richtlinien. Ob immer der gleiche Partner die dominanten Rollen inne hat oder es jedes Mal einen Wechsel gibt, kommt auf das Paar an. Wichtig ist nur, dass es beiden gefallen soll. Daher sollte man sich vorher Zeit nehmen und besprechen, ob das Rollenspiel auch für den anderen passt. Liebt man die Spontaneität und den Überraschungseffekt, sollte man sensibel für die Zeichen sein, die vom Partner kommen.

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