Wie funktioniert Akupressur?

Naturheilkunde: Was ist Akupressur? Akupressur ist ein sehr altes naturheilkundliches Verfahren. Ob leichte Kopfschmerzen oder Nervosität: Akupressur kann Gesundheit und Wohlbefinden fördern.

Akupressur ist eine uralte Heilmethode, die wie die Akupunktur von den Chinesen entdeckt wurde. Die Akupressur – auch Druckmassage genannt – ist jedoch älter als die Akupunktur. Die Chinesen entdeckten, dass die Druckbehandlung bestimmter Hautareale zur Schmerzlinderung führt und sich auch auf bestimmte Orange auswirkt. So wurden Punkte auf der Körperoberfläche gesammelt, die eine Art Diagramm ergaben und somit bildlich dargestellt werden konnten. Diese Punkte wurden der Erfahrung und dem Wissen entsprechend überliefert.

Massage mit den Fingern

Oft wird die Akupressur unwillkürlich auch als Reflex eingesetzt. Bei Kopfschmerzen reibt man sich die Schläfen oder drückt auf Punkte auf der Stirn; bei Bauschmerzen legt man die Hände auf die schmerzende Stelle, drückt leicht ein oder massiert den Ort, an dem es zwickt. Akupressur ist der feste Druck mit der Fingerkuppe auf einen bestimmten Körperpunkt. Dieser Druck kann beispielsweise vom Daumen, von einzelnen Fingern oder der ganzen Handfläche ausgeübt werden. Die Druckausübung kann wenige Sekunden bis maximal eine Minute dauern. Anschließend kann er jedoch mehrmals wiederholt werden. Der Druck kann gleichbleibend sein oder sich langsam und gleichmäßig verstärken, manchmal sogar mit dem Fingernagel! Auch kann der Druck kreisend ausgeübt werden. Allerdings darf der Punkt niemals taub werden. Wichtig ist: Setzt man die Akupressur als Streichung ein, so wird bei einer Streichung in Richtung Körpermitte Energie aufgebaut. Bei einer Streichung in die andere Richtung wirkt dies eher beruhigend.

Manchmal fühlt man sich nach der Akupressur etwas schwindelig. Verschwindet das Gefühl nach kurzer Zeit nicht wieder, sollte dies mit einem Therapeuten besprochen werden. Die Durchführung der Akupressur erfolgt je nach Therapeut unterschiedlich. So arbeiten manche mit Punkten und andere mit Bahnen. Mit Bahnen sind sogenannte Meridiane gemeint, durch welche die lebenserhaltende Energie (Chi oder Qi) fließt.

Anwendung

Sowohl Ärzte, Heilpraktiker oder Therapeuten mit einer speziellen Ausbildung können eine Akupressur durchführen. Dies impliziert, dass es von besonderer Bedeutung ist, dass man die entsprechenden Punkte genau kennen muss und weiß, welchen Finger man wie einsetzen muss. Darüber hinaus sind Kenntnisse über die Auswirkungen der Druckmassage auf den Körper notwendig. Für eine bessere Orientierung können hierbei auch Schaubilder helfen und eine Unterweisung durch eine(n) Fachmann/ Fachfrau.

Akupressur kann bei einer Vielzahl von leichten Beschwerden eingesetzt werden. Zu ihnen gehören beispielsweise:

  • Kopfschmerzen
  • Verspannungen
  • Übelkeit
  • Erschöpfung oder Nervosität

Grenzen der Akupressur

Bei leichten Erkrankungen kann eine Akupressur als Behandlungsmethode ausreichend sein. Wenn jedoch Organe, Muskeln oder Knochen geschädigt sind, wird die Akupressur keinen Erfolg bringen. Hier ist eine ärztliche Behandlung angezeigt. Auch sollten folgende Hinweise berücksichtigt werden:

  • Keine Behandlung der Leib- und Unterleibspunkte bei schweren internistischen Erkrankungen
  • Am Hals nur mit leichtem Druck arbeiten
  • Wunden nicht berühren
  • Keine Narben reizen
  • Keine Tumore oder Infektionen behandeln
  • Nicht die Hormonpunkte bei einer Schwangerschaft behandeln.

Grundsätzlich sollte immer vorsichtig und keinesfalls gewaltsam mit der Akupressur gearbeitet werden.

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