Wie funktioniert eine Ölziehkur

Die Öl-Ziehkur – ein Weg zur Entgiftung, Abwehrstärkung, Heilung. Die Ölzieh-Kur hat ihren Ursprung in der russischen Volksmedizin und heißt dort Arachid. Damals machten Nonnen und Mediziner die verblüffende Erfahrung, dass durch das Ölkauen oder Ölziehen im Mund der Körper entgiftet und die Abwehrkräfte gestärkt werden. In den 1980er Jahren wurde die Kur erstmals von Dr. F. Karach auf einer Tagung des Allukrainischen Verbandes der Onkologen und Bakteriologen einem Fachpublikum vorgestellt.

Es handelt sich beim Ölziehen um eine völlig unschädliche Methode ohne unerwünschte Nebenwirkungen und es ist dafür kein Fachwissen erforderlich. Die Erfolge des Ölziehens konnte man bisher wissenschaftlich nicht einwandfrei erklären und es existieren dazu auch keine klinischen Studien.

Wann hilft das Ölziehen?

Naturmediziner empfehlen die alte Heilmethode bei vielen Krankheiten. Erfolgsberichte des Vereins „Natur und Medizin“ (gegründet von Dr. Veronica Carstens) zeigten, dass das Ölziehen unter anderem geeignet ist bei:

  • Verschleimung der Kiefer-, Stirn- und Nebenhöhlen
  • Erkrankungen von Zähnen, zum Beispiel Zahnfleischbluten, Zahnstein. Zudem macht das Ölziehen gelbe Zähne wieder weiß.
  • Magen- und Darmproblemen (Verstopfung, Bauchweh, Magendrücken)
  • Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Schnupfen, Bronchitis
  • Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, rheumatischen Beschwerden
  • Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Erschöpfung, depressiven Verstimmungen
  • Hautkrankheiten, zum Beispiel Ekzemen, Akne, Herpes
  • Thrombosen
  • Übersäuerung
  • Schlaflosigkeit

Garantien für eine Heilung dürfen jedoch nicht erwartet werden.

Wie wirkt die Ölzieh-Kur?

Man geht davon aus, dass die Mundschleimhaut durch das intensive Ölziehen dem Körper Gifte entzieht, die anschließend mit dem Öl einfach ausgespuckt werden. Zudem sollen durch das Öl der Sonnenblume, das durch Sonnenenergie angereichert ist, dem Menschen positive Energien zugeführt werden.

Wie funktioniert das Ölziehen?

Das Ölziehen wird am besten morgens, gleich nach dem Aufstehen, nüchtern gemacht. Man benötigt dafür ein qualitativ hochwertiges, kalt gepresstes Sonnenblumenöl, am besten in Bio-Qualität. Man nimmt maximal 1 Esslöffel – minimal 1 Teelöffel – Sonnenblumenöl und saugt, zieht oder schlürft die Menge etwa 15 bis 20 Minuten lang in der Mundhöhle und zwischen den Zähnen hin und her. Anfänglich ist es noch dickflüssig und gelblich, nach einer Weile wird es immer dünner und heller.

Die Zeit zum Saugen kann man gut für andere Dinge im Haushalt nutzen, wie Toilettengang, Lüften, Aufräumen, Frühstückstisch decken. Das Saugen war lang genug, wenn das Öl beim Ausspucken in etwa so weiß wie Milch ist. Ist es noch gelb, dann war die Ziehdauer zu kurz. Es ist darauf zu achten, dass kein Öl herunter geschluckt wird, damit Bakterien und Krankheitserreger nicht in den Körper zurück gelangen. Der Erfolg des Ölschlürfens wäre somit dahin. Allerdings muss man auch nicht mit Vergiftungserscheinungen rechnen. Das Öl sollte nicht in den Spülstein, sondern zum Entsorgen in die Toilette gespuckt oder in Haushaltspapier in den Mülleimer gegeben werden.

Nach dem Ölziehen ist die Mundhöhle wiederholt gründlich auszuspülen. Behalten Sie auch hier das Wasser eine Weile im Mund, schwenken Sie es hin und her – wie zuvor das Öl – und spucken Sie es in die Toilette aus. Danach die Zähne mit der Zahnbürste und gegebenenfalls die Zunge mit einem Zungenschaber reinigen.

Über welchen Zeitraum wendet man die Ölzieh-Kur an?

Möchte man lediglich entschlacken und die Gesundheit stärken, reichen 2 Kuren im Jahr über 4 bis 6 Wochen aus. Das Frühjahr und der Herbst eignen sich gut dafür. Auch eine Fastenzeit lässt sich gut mit einer Ölzieh-Kur verbinden. Bei stärkeren Beschwerden wird empfohlen, den Vorgang mindestens dreimal täglich nüchtern vor den Mahlzeiten durchzuführen und so lange zu wiederholen bis die Beschwerden abklingen. Laut Dr. Karach, der sich lange Zeit intensiv mit der Öl-Zieh-Kur beschäftigt hat, kann das manchmal innerhalb von wenigen Tagen geschehen, aber durchaus auch bis zu einem Jahr dauern.

Bei stärkeren Beschwerden kann es sein, dass sich diese anfänglich verschlimmern. Dies sei aber ein Zeichen dafür, dass die Krankheit schwindet und der Organismus sich erholt und kein Grund, den Heilungsprozess zu unterbrechen.

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