Wie funktioniert ETC – Exchange Traded Commodities

ETC – Exchange Traded Commodities. Wer bereits mit ETFs handelt, der wird sich auch für ETCs begeistern. ETCs bieten die Möglichkeit, mit Rohstoffen wie mit Aktien zu handeln. Exchange Traded Commodities (ETCs) bieten die Möglichkeit mit Rohstoffen oder einem Rohstoffkorb zu handeln. Das Prinzip der ETCs folgt dem Prinzip der ETFs. Bei den ETCs geht man dabei meist auf einen Index. Dieser Index kann sich an einem geographischen Sektor orientieren, oder an einem wirtschaftlichen Sektor. In beiden Fällen sind die darunter liegenden Rohstoffe in gewichteten Anteilen enthalten. Im dritten Fall konzentriert man sich auf einen Rohstoff, zum Beispiel Silber, Sojaöl, lebende Rinder, oder Kupfer.

Exchange Traded Commodities in der Geschichte

ETCs gibt es in den USA seit 1993. In Deutschland kann man seit November 2006 ETCs bei Xetra handeln. Zu beginn des Handels mit Exchange Traded Commodities orientierte sich das Angebot bei Xetra an den Angeboten der amerikanischen Börse. Einen Überblick über die aktuell gehandelten ETCs gibt es auf verschiedenen Seiten im Internet. Eine Anlaufstelle wäre der Finanztreff.

Unterschied zwischen ETC und ETF

Bei Exchange Traded Commodities setzt man auf einen Rohstoff oder einen Rohstoffkorb. Der Handel funktioniert wie der Handel mit Aktien oder mit ETFs. Der große Unterschied des ETC zum ETF ist die Art des Vermögens. Bei einem ETC handelt es sich um besicherte Schuldverschreibungen. Bei einem ETF besitzt man Sondervermögen. Dieser Unterschied wirkt sich im Falle einer Insolvenz aus. Denn die ETCs sind mit physisch hinterlegten Rohstoffen gedeckt. Wenn der ETC insolvent wird, dann gehören dem Anleger die hinterlegten Rohstoffe. Flapsig ausgedrückt gehören einem dann zum Beispiel zwei Tonnen Zucker in irgendeinem Lager, für die man dan plötzlich Lagergebühren zahlen muss, oder die man zu sich nach Hause liefern lassen kann.

Vorteile von ETCs gegenüber dem Handel an der Rohstoffbörse

Der Handel mit ETCs ermöglicht auch kleinen Anlegern auf eine große Auswahl an Rohstoffen zuzugreifen und damit zu Handeln. Die Einstiegshürden, die bei der Rohstoffbörse bestehen fallen bei ETCs alle weg. ETCs haben eine unbegrenzte Laufzeit und werden tagesaktuell an der Börse gehandelt. Sie sind offen strukturiert und mit einer transparenten Preisbildung versehen. Der Handel mit ETCs ermöglicht den Rohstoffhandel, ohne Futures und ohne die physische Abnahme der Rohstoffe.

Nachteile von ETCs

Wer an der Rohstoffbörse handelt, der wird die Möglichkeiten von Futures und Co. eventuell höher schätzen. Der Kleinanleger wird dort jedoch nur selten bis gar nicht zu finden sein und darum darin keinen Nachteil sehen. Der einzige Nachteil ist eventuell, dass im Insolvenzfall irgendwo plötzlich 20 lebende Rinder sind, für die man verantwortlich ist.

Insgesamt gesehen bieten die ETCs für den normalen Anleger eine gute Möglichkeit, das eigene Depot weiter zu streuen. Die Möglichkeit in Rohstoffe zu investieren ist somit zu einer weiteren interessanten Option geworden.

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