Wie funktioniert Serviceroboter

Serviceroboter – Moderne Hilfen im Haushalt. Mobile Service- und Haushaltsroboter werden selbstständig. Dank besserer Sensoren und intelligenter Programmierung übernehmen sie auch Aufgaben im Haushalt.

Moderne Roboter, die im Garten selbstständig ihre Runden drehen und im Haushalt staub saugen sind in immer mehr Haushalten anzutreffen. Waren nach einer Erhebung der International Federation of Robotics (IFR) bis 2006 weltweit 3,5 Millionen Serviceroboter privat im Einsatz, sollen es bis 2009 schon 5,7 Millionen sein.

Was sind Serviceroboter?

Nach einer Definition des Frauenhofer-Instituts sind Serviceroboter frei programmierbare Bewegungseinrichtungen, die teil- oder vollautomatisch Dienstleistungen verrichtet. Dienstleistungen sind dabei Tätigkeiten, die nicht der direkten industriellen Erzeugung von Sachgütern, sondern der Verrichtung von Leistungen für Menschen und Einrichtungen dienen.

Die Entwicklung von Servicerobotern basiert auf einer Vielzahl von Schlüsseltechnologien. Basis für den Einsatz mobiler Serviceroboter ist deren Fähigkeit zur autonomen und sicheren Navigation – insbesondere auch unter Menschen. Daneben spielt für die Ausführung komplexer Assistenzaufgaben auch die Fähigkeit zur autonomen Manipulation von Objekten eine immer größere Rolle. Auch hierbei ist zu beachten, dass sich Menschen in der Nähe des Roboters aufhalten können, die durch den Einsatz des Roboters nicht gefährdet werden dürfen.

Neue Sensoren und Verfahren zur Echtzeit-Umgebungsüberwachung im dreidimensionalen Raum werden als Kollisionsschutz während der Manipulation (z. B. saugen) eingesetzt und dienen zugleich dem Erkennen von neuen Hindernissen in der Umgebung.

Verbreitung von Serviceroboter

Wie nicht anders zu erwarten war, sind Serviceroboter in Japan am weitesten verbreitet. Neben einfachen Tätigkeiten wie Staubsaugen werden diese vor allem zur Überwachung eingesetzt.

In Europa sind zurzeit vorwiegend Staubsaugerroboter auf dem Markt. In den USA sind sie zurzeit in einer halben Million US-Haushalten zu finden.

Zu den Haushaltsrobotern zählen vor allem solche Maschinen, die den Menschen monotone Routineaufgaben im Haushalt abnehmen oder sie unterhalten. Derzeit bewältigen Roboter die folgenden Arbeitsfelder:

  • Bodenreinigung
  • Teppichreinigung
  • Rasenmähen
  • Überwachung / Sicherheit
  • Kommunikation / Unterhaltung

Man kann bereits heute davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren weitere Aufgabenbereiche hinzukommen werden. Insbesondere ist es vorstellbar, dass noch intelligentere Roboter weitere Aufgaben im Haushalt übernehmen, wie zum Beispiel Tische decken und abräumen oder den Müll rausbringen.

Das besondere Problem dieser Technik

Haushalts- und Serviceroboter haben ein duales Problem durch die hohen Erwartungen an ihre Funktion und einer sehr chaotische Umgebung, in der sie ihre Aufgaben verrichten müssen. Ein Heim verändert sich von Minute zu Minute und von einem Tag zum anderen. Stühle und andere Möbel werden verrückt, Schuhe, Spielsachen und Klamotten liegen herum. Nicht zu vergessen Haustiere, die ihren ganz eigenen Kopf haben.

Der Roboter muss daher in der Lage sein, sich schnell und sicher neu zu orientieren, und das in einer Umgebung, die der Ingenieur oder die Ingenieurin nicht vorhersehen und damit auch nicht programmieren kann. Er muss also lernen können und das Erlernte richtig interpretieren.

Die weitere Entwicklung

Die Roboterhersteller setzen große Hoffnungen auf die Forschung. Experten versuchen in ihren Labors den Robotern künstliche Intelligenz einzuhauchen, ihn menschlicher, humanoider, zu machen. Nur dann kann er mit Hindernissen, Stolperfallen im Haushalt und Blessuren umgehen.

Forscher der Uni Karlsruhe konnten ihrem Roboter „Armar-IIIb“ bereits Sprache beibringen. Er reagiert auf deutsche und englische Befehle wie „Bitte räume die Spülmaschine ein“. Allerdings musste der 1,70 Meter große und 120 Kilo schwere Kollege vorher noch lernen, welche Geräte wo stehen und wie sie zu bedienen sind.

Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass die Roboter in den letzten Jahren schon enorm viel dazu gelernt haben. Und sie werden immer schlauer. Insbesondere in Japan laufen Forschung und Entwicklung auf Hochtouren um Roboter als persönliche Begleiter und Betreuer zu entwickeln. Klares Ziel der Entwicklungen in Japan sind daher humanoide also menschenähnliche Roboter. Bis man aber so weit ist, wird sicher noch etwas Zeit vergehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.