Wie gesund ist Walnuss

Die Walnuss: Gesundmacher und Multitalent. Sie hilft bei Diabetes, Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, senkt den Cholesterinspiegel und gilt als hochwirksame Antioxidans: die Walnuss.

Walnüsse sind nicht nur lecker in Obstsalaten, würzig in frischen Salaten oder angeröstet zu den verschiedensten Gerichtenein besonderer Genuss, sie sind zusätzlich von hohem gesundheitlichen Wert und können die Beschwerden bei zahlreichen Zivilisationskrankheiten lindern sowie bereits der Krankheitsentstehung vorbeugen.

Walnüsse und ihre wertvollen Inhaltsstoffe

Ende Oktober bis Anfang November schmecken Walnüsse am besten, denn dann sind sie reif und trocken. Sie enthalten zwar viel Fett, sind aber reich an für den Körper besonders wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Hierzu zählen auch essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann und die lebenswichtig sind. Walnüsse sind eine exzellente Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Außerdem zeichnen sie sich durch einen hohen Anteil an Vitamin E und Vitaminen des B-Komplexes aus und gelten als gute Quelle für hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Weiterhin verfügen sie über Mineralstoffe wie Phosphor, Eisen und Kupfer sowie Kalium.

Antioxidanzien in Walnüssen

Walnüsse weisen einen besonders hohen Gehalt an Antioxidanzien auf. Das ist das Ergebnis einer Studie aus Pennsylvania, in der der Gehalt an antioxidativ wirkenden Polyphenolen in neun verschiedenen Nussarten und auch in Erdnussbutter miteinander verglichen wurden. Polyphenole sind hochwirksame Antioxidanzien, die im Körper als Radikalfänger wirken, sie neutralisieren freie Radikale und verhindern damit, dass diese durch die Zerstörung von Zellmembranen zur Entstehung von Krebs, Herzkrankheiten und vorzeitiger Alterung beitragen.

Im Vergleich zu den anderen untersuchten Nussarten weisen Walnüsse die doppelte Menge an Antioxidanzien auf und zwar in hochwirksamer Qualität. 30 Gramm Walnüsse enthalten laut Studie bereits mehr Antioxidanzien als eine durtchschnittliche tägliche Portion an Obst und Gemüse. Dies spricht zwar nicht dafür, Obst und Gemüse durch Walnüsse komplett zu ersetzen, wohl aber, sie in den täglichen Speiseplan aufzunehmen.

Walnüsse helfen bei Diabetes

Die Ernährung spielt bei Diabetes mellitus eine besonders wichtige Rolle. Damit in positivem Zusammenhang steht auch der regelmäßige Verzehr von Walnüssen. In einer australischen Studie wurde bereits im Jahr 2005 festgestellt, dass Typ-2-Diabetiker bereits mit dem Verzehr von einer Handvoll Walnüssen am Tag die empfohlene Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufnehmen können und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. Daher gilt auch hier die Empfehlung, Walnüsse in den täglichen Speiseplan zu integrieren.

Alzheimer-Krankheit kann mit Walnüssen verzögert werden

Auch die Alzheimer-Krankheit kann durch eine bestimmte Ernährungsweise positiv beeinflusst werden. Der Abbau der geistigen Fähigkeiten bei degenrativne Gehirnerkrankungen, beziehungsweise Alzheimer kann zum Beispiel durch den regelmäßigen Verzehr von Walnüssen verzögert werden. Neuen Forschungsergebnisse zufolge kann ein Walnuss-Extrakt Nervenzellen vor den Folgen von Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques) schützen. Solche Ablagerungen treten bei der Alzheimer-Krankheit typischerweise auf, es entstehen freie Radikale, die für oxidativen Stress verantwortlich sind zum Zelltod führen können. Antioxidanzien gelten als hochwirksame Radikalfänger und sind in Walnüssen reichlich vorhanden. Walnuss-Extrakt kann nachweislich den oxidativen Stress mindern und so dafür sorgen, dass eine Schädigung und das Zellsterben ausbleibt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Ernährung, bei der Walnüsse regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, das Alzheimer-Risiko deutlich senken kann.

Walnüsse senken den Cholesterinspiegel und vermindern Herz-Kreislauferkrankungen

Dass der Verzehr von Walnüssen sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt, ist keine allzu neue Erkenntnis wurde aber inneuren Studien immer wieder bestätigt. Schon eine Handvoll täglich führen nachweislich zu deutlich verminderten Werten. Die Wirkung der Polyphenole aus Walnüssen ist hauptsächlich auf das (nicht erwünschte) LDL-Cholesterin gerichtet. Sie verlangsamen die Bildung von Ablagerungen und verbessern die Gesundheit der Arterien und Venen. Ein verminderter Cholesterinspiegel beugt Arterienverkalkung vor und verhindert damit die Entstehung von Herz-Kreislauferkankungen.

Brustkrebsrisiko sinkt im Tierversuch durch den Verzehr von Walnüssen

Ein regelmäßiger Verzehr von Walnüssen kann ebenso das Tumorwachstum hemmen. Dies wurde in einer Studie an Mäusen heraus gefunden. Der Vergleich einer durchschnittlichen Ernährungsweise und einer, die dauerhaft mit Walnüssen ergänzt wurde, zeigte, dass die Tiere mit der „Walnussdiät“ ein um mehr als die Hälfte vermindertes Brustkrebsrisiko aufwiesen. Die von den Mäusen verzehrte Menge entspricht beim Menschen etwa 60 g Walnüssen pro Tag. Die walnusshaltige Ernährungsweise hat offensichtlich positiven Einfluss auf die Aktivität verschiedener Gene, die in Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs gebracht werden.

Diese und andere Studien zeigen deutlich, dass verschiedene Inhaltsstoffe der Walnuss (unter anderem Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E) das Tumorwachstum verlangsamen und auch das Krebsrisiko senken können.

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