Wie gesund sind Keimlinge

Gesunde Vitamine & Mineralien: Keimlinge in der Wohnung ziehen. Auch in der kleinsten Wohnung kann man Keimlinge und Sprossen ziehen und mit ihnen nicht nur im Winter die Speisen mit natürlichen Vitaminen anreichern.

Keimlinge oder Sprossen sind keimende Samen und eine köstliche Nahrungsergänzung für das Essen nicht nur im Winter. Man kann gut beobachten, wie in einer Keimschale oder einem Einmachglas mineralstoff-, eiweiß- und vitaminreiches Gemüse heranwächst.

Sprossen ziehen macht Spaß

Während die kleinen Samen ihr Volumen vervielfachen, wächst eine erstklassige Zutat für Salate heran, mit einer Fülle an Vitamin A, B und C.

  • Alfalfasprossen enthalten zusätzlich Vitamin D, E und K
  • Linsen- und Mungobohnensprossen, nach drei Tagen Keimung besonders hoher Vitamin-C-Gehalt; Linsenkeimlinge ernten, wenn der Keim nicht länger als der Samen ist. Mungobohnenkeimlinge solange wachsen lassen, bis sie grüne Blättchen haben.

Der Vitamingehalt keimender Samen ist viel höher als der von trockenen. Er steigt während der Keimzeit sehr stark an. Untersuchungen an verschiedenen Universitäten in Amerika – Cornell, Pensylvannia und Yale – haben ergeben, dass das Vitamin C sogar während der Aufbewahrung im Kühlschrank zunimmt, der gesamte Vitamin-B-Gehalt während der Keimung um 100 Prozent.

Keimlinge von Samen, Hülsenfrüchten und Getreidekörnern kann man roh essen

Alle Keimlinge von Samen, Hülsenfrüchten und Getreidekörnern können roh verzehrt werden. Wem rohe Sojabohnenkeimlinge nicht schmecken, der kann sie vor dem Essen kurz dünsten, um den Geschmack etwas zu verändern. Am leichtesten keimen lassen sich Mungobohnen, Azukibohnen, Linsen, Alfalfasamen und Sonnenblumenkerne. Alfalfasprossen schmecken gut in Salaten. Viele Leute, die eine gestörte Verdauung haben und Nüsse und Samen nicht vertragen, haben mit Sonnenblumenkernsprossen keine Probleme. Diese Sprossen ernten, wenn die Keime kürzer als die Kerne sind. Nach der Ernte kann man die Keimlinge bis zu fünf Tage im Kühlschrank aufbewahren. Roggen-, Weizen- oder andere Sprossen von Getreidekörnern sofort ernten, wenn sich ein kleiner Keim zeigt und nicht länger als 24 Stunden lagern, da Getreide leicht sauer wird.

  • Kichererbsen- und Sojabohnensprossen haben einen besonders hohen Eiweißgehalt. Die Zucht der Keimlinge ist aufwendig.
  • Linsensprossen besitzen ebenfalls viel Eiweiß, die Keimung ist aber leichter zu handhaben.
  • Mungobohnen lassen sich leicht keimen und sind in circa vier Tagen fertig. Dann sind die Keimlinge ungefähr 5 cm lang und haben grüne Blättchen.
  • Alfalfasprossen sind auch in vier Tagen fertig und die Keime dann 5 bis 7 cm lang und haben ebenfalls grüne Blättchen.

Bio-Keimling-Saatgut kaufen

Samen und Hülsenfrüchte zum Keimen sind in Reformhäusern und Naturkostläden erhältlich. Möglichst Bio-Keimling-Saatgut kaufen, da andere Pflanzensamen oft gegen Pilze und andere Krankheiten behandelt werden und die chemischen Stoffe dann auch in den Keimlingen vorhanden sind. Verschiedene Sorten nicht zusammen keimen lassen, da Hülsenfrüchte, Samen und Getreidekörner unterschiedliche Keimdauer haben.

Einfache und leichte Methode für die Sprossenzucht

Anleitung: Samen gründlich waschen, 1 bis 2 EL Alfalfasamen oder 3 bis 6 EL Bohnen oder eine halbe Tasse Weizen, Roggen oder anderes Korn in ein 1 Liter Einmachglas mit ungefähr der dreifachen Menge möglichst reinem, lauwarmem Wasser geben und über Nacht einweichen. Mit Gaze oder einem Nylonnetz bedecken und mit einem Gummiring befestigen. Am nächsten Morgen die Sprossen abtropfen lassen und spülen, ohne die Abdeckung zu entfernen. Das Glas zum Abtropfen schräg hinstellen, indem man das untere Ende des Glases ungefähr 2 cm hoch abstützt. Zwei- bis viermal täglich durch das Abdecknetz spülen: das Glas mit Wasser füllen, leeren und leicht schütteln, um die Samen im Glas zu verteilen. Das Glas mit einem Küchentuch zudecken, damit die Samen Luft und Wärme haben, aber kein Licht, wenn die ersten Wurzeln austreiben. Nach drei Tagen das Tuch entfernen, damit die Blättchen bei den Alfalfa- und Mungosprossen durch das Licht (kein direktes Sonnenlicht) grün werden. Das dauert circa acht bis zwölf Stunden oder etwas länger. Nach dem Ernten die Sprossen noch einmal spülen und vor dem Essen oder Aufbewahren im Kühlschrank auf einem Küchentuch abtrocknen lassen. Sie halten länger, wenn sie nur leicht feucht und nicht nass gelagert werden.

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