Wie Pornografie die Psyche des Menschen beeinflusst?

Wie sich der verstärkte Pornokonsum der heutigen Zeit auf die Psyche und das Sexualleben des Menschen auswirkt. Wie Pornografie wirklich wirkt?

Pornographie ist, entgegen landläufiger Meinungen, keine Erfindung unserer Zeit. Bereits in alten Höhlenmalereien konnten Bilder mit sexuellem Inhalt gefunden werden. Während es sich hierbei in der Vergangenheit jedoch um ein Medium handelte, das in der Öffentlichkeit wenig präsent war, haben Pornos heutzutage den Status eines Massenmediums erreicht. Durch den Besitz des Internets sind jene Filme nahezu jeder Person kostenlos zugänglich. Diese Verfügbarkeit kann jedoch auch die menschliche Wahrnehmung der Sexualität nachhaltig beeinflussen.

Aktuelle Tendenzen in der Pornografie

In der heutigen Zeit lassen sich in zahlreichen pornografischen Produktionen Tendenzen beobachten, die sich mit dem Brechen von Tabus beschäftigen. Aus diesem Grund werden die Inhalte zahlreicher Pornos auch immer extremer, so dass das Darstellen bestimmter Fetische oder außergewöhnlicher Sexualakte schon zum Standardrepertoire einiger Regisseure gehört. Zahlreiche Filme beinhalten aus diesem Grund auch Gewaltdarstellungen, bei welchen zumeist Frauen sowohl physisch als auch sexuell erniedrigt werden. Diese Inhalte sind heutzutage, in den Zeiten des Internets, nahezu jedem ohne jegliche Einschränkungen und kostenlos zugänglich. Oftmals werden Benutzer auch mit pornografischen Inhalten konfrontiert, ohne gezielt nach diesen zu suchen. Dies ist vor allem bei minderjährigen Personen von Bedeutung, die durch jene Tatsache immer früher mit einschlägigem Material in Berührung kommen.

Der Einfluss auf die Psyche und Sexualität des Menschen

Wie oben bereits erwähnt, werden die Personen beim ersten Kontakt mit pornografischen Filminhalten immer jünger. Das stellt mitunter ein großes Problem dar, da die Psyche des Menschen in der Pubertät noch nicht gefestigt ist, so dass Pornofilme hierbei einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung der Sexualität haben können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Konsum jenes Filmmaterials vor dem ersten Sexualkontakt erfolgt. Oftmals werden die dargestellten Szenen nämlich mit der Realität verwechselt, was sich auf die persönliche Entwicklung mitunter negativ auswirken kann. Im schlimmsten Fall kann es dabei zu einer Sucht kommen, was durch die leichte Zugänglichkeit zu jenen Filmen erleichtert wird.

Um diesem Szenario vorzubeugen und Jugendlichen den verantwortungsbewussten Umgang mit jenem Material näher zu bringen, sollte die Pornografie auch an Schulen thematisiert werden. Hierbei wird allerdings empfohlen, externe Personen für solche aufklärenden Gespräche heranzuziehen, da die Diskussion jenes Themas vielen Schülern vor ihren Lehrern peinlich wäre.

Insgesamt gesehen lässt sich sagen, dass mit Pornografie achtsam und mit Bedacht umgegangen werden sollte. Dies gilt insbesondere für jüngere Personengruppen, bei welchen Pornos keine adäquate Sexualerziehung ersetzen können. Hierbei ist besonders das Thema Verhütung hervorzuheben. Es ist in keinem Fall anzuraten, den Pornokonsum zu einem Tabuthema zu machen. Dies würde bei vielen Menschen nur auf Abwehr stoßen und letzten Endes die Aufklärung erschweren.

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