Wie wirkt Kalium im körper

Kalium. Alles über den Mineralstoff sowie Symptome bei Mangel und Überschuss. Kalium ist ein Mineralstoff der in vielen Lebensmitteln steckt. Hier erfahren Sie alles über seine Aufgaben und was bei einem Mangel oder einem Kaliumüberschuss passiert.

Kalium ist ein wasserlöslicher Mineralstoff. Mit einer gesunden Ernährung nimmt man täglich ca. 2.000 bis 3.000 mg Kalium über die Nahrung zu sich. Diese werden zu 90% durch die Niere wieder ausgeschieden. Die restlichen 10 % werden über den Stuhl ausgeschieden. In unserem Körper befindet sich Kalium hauptsächlich innerhalb der Zellen, nur ein kleiner Teil ist im Blut zu finden.

Aufgaben

  • Erregung von Muskeln und Nerven
  • Ausgleich des Wasserhaushaltes innerhalb der Zellen und Aufrechterhaltung der Gewebsspannung
  • Beteiligung am Zellstoffwechsel

Kaliumlieferanten

Kalium ist in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen enthalten. Besonders kaliumreich sind:

  • Obst, vor allem Aprikosen, Bananen und Trockenobst
  • Gemüse, Pilze
  • Obst- und Gemüsesaft
  • Nüsse
  • Kartoffeln / Kartoffelerzeugnisse
  • Vollkornprodukte / Müsli
  • Schokolade und Kakao
  • Kaffee
  • Fleisch und Fisch
  • Brühe, Fleischextrakte
  • Kochsalzersatzmittel auf Kaliumbasis

Hypokaliämie: Kaliummangel

Ursachen für einen Kaliummangel können sowohl eine mangelnde Zufuhr durch die Nahrung als auch Durchfall oder Erbrechen sein. Auch Medikamente, welche die Kaliumausscheidung fördern, können Ursachen sein. Dazu gehören u.a.: Diuretika, Abführmittel, Insulin und Kortison.

Folgen

  • Muskelschwäche und Muskellähmung
  • Verstopfung bis hin zum Darmverschluss
  • Herzrhythmusstörungen und EKG- Veränderungen
  • Nierenschäden

Um Kaliumverluste wieder auszugleichen, sollte eine kaliumreiche Kost von über 4.000 mg Kalium am Tag eingehalten werden. Auch Kaliumtabletten, Kapseln oder Brausetabletten können nötig sein.

Hyperkaliämie: zu viel Kalium im Blut

Eine Hyperkaliämie ist bei Menschen mit gesunden Nieren sehr selten. Diese scheiden das überschüssige Kalium im Blut mit dem Urin wieder aus und sorgen so für ein Gleichgewicht im Körper. Ursachen für eine Hyperkaliämie können jedoch Nierenerkrankungen sein. So kann es bei einer Niereninsuffizienz mit verringerter Ausscheidung zu einem Zuviel an Kalium im Blut kommen. Auch Medikamente wie ACE-Hemmer oder Diuretika können Ursache sein.

Durch die Freisetzung des Kaliums aus dem Zellinneren bei Zellschäden, hervorgerufen durch Verbrennungen, Unfallverletzungen oder einer Chemotherapie kann es ebenfalls zur Hyperkaliämie kommen.

Folgen

  • Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
  • Pelzige Zunge
  • Schwäche, Müdigkeit
  • Herzrhythmusstörungen und EKG-Veränderungen bis hin zum Herzstillstand

Häufig treten jedoch keine Symptome auf. Nur die Blutwerte können einen definitiven Nachweis für eine Hyperkaliämie geben.

Therapie

Wichtig ist es zunächst, die Kaliumzufuhr zu stoppen, kaliumhaltige Medikamente müssen herab- oder abgesetzt werden und die Ernährung sollte möglichst kaliumarm sein. In Notfällen ist auch eine Dialyse notwendig.

Kaliumreduzierung

Um den Kaliumgehalt der Lebensmittel zu verringern, können folgende küchentechnische Maßnahmen angewendet werden:

  1. Den Saft aus Dosen und Konserven verwerfen – spart ca. 30- 50% Kalium
  2. Tiefgefrorene Lebensmittel auftauen und anschließend abtropfen lassen – spart ca. 30% Kalium
  3. Kartoffeln und Gemüse in der 10-fachen Menge Wasser 24 Stunden lang wässern – spart ca. 30 % Kalium
  4. Kartoffeln und Gemüse stark zerkleinert in viel Wasser kochen – spart ca. 50 % Kalium

Kombiniert man Verfahren 3. und 4. Können bis zu 80 % Kalium eingespart werden

Weitere Einsparungen:

  • Beim Schmoren von Fleisch geht Kalium in die Flüssigkeit über, diese sollte man nicht als Soße verwenden und nicht mitessen
  • Nach dem Raspeln und Reiben von Kartoffeln, Karotten, Rettich und Gurke das Gemüse ausdrücken und die anfallende Flüssigkeit verwerfen

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