Wie wirkt Mikrodermabrasion – Durchführung, Wirkung, Risiken & Kosten

Mikrodermabrasion Intensives Peeling bzw. Hautschälung mit Mikrodermabrasion entfernt abgestorbene Hornzellen und trägt zur Hauterneuerung bei. Die Mikrodermabrasion ist eine minimalinvasive Methode intensiven Hautpeelings, bei der Zelllagen bzw. Hornzellen der obersten Hautschicht mit Hilfe eines Unterdrucksystems und Kristallen sanft abgetragen werden. Die Haut wirkt bereits nach einer Behandlung jünger, glatter und deutlich feinporiger. Da auf die Haut aufgebrachte Pflegewirkstoffe in der Regel die Barriere der abgestorbenen Zellen nur schwer durchdringen und somit kaum dort wirken können, wo sie benötigt werden, ist durch die Mikrodermabrasion die Haut optimal vorbereitet für die Wirkstoffaufnahme wie z.B. eine meso-Kur.

Häufigere Anwendung bringt auch bei unreiner Haut, Überverhornung, großporiger Haut, Raucherhaut, Falten, Altershaut, Narben, Dehnungs- und Schwangerschaftstreifen deutlich sichtbare Erfolge.

Gefahren der Microdermabrasion

Vor der Behandlung muss man wie beim Arzt einen Fragebogen über bestehende Erkrankungen ausfüllen. Kontraindikationen sind u.a. nahezu alle akuten und chronischen Hautkrankheiten, Schuppenflechte (Psoriasis), Neurodermitis, Herpes, Rosazea, (Haut-)Krebs sowie alle infektiösen Hauterkrankungen, wie die sich viral verbreitenden Warzen. Aknenarben dürfen erst längere Zeit nach erfolgreichem Beenden der Aknetherapie behandelt werden. Auch bei Muttermalen bzw. Leberflecken ist die Behandlung mit Microdermabrasion nicht immer sinnvoll. Solche Fälle gehören in die Hand eines entsprechend qualifizierten Arztes, denn durch das Schleifverfahren können Viren und Bakterien weitergetragen werden. Es besteht die Gefahr, dass eine lokale Hauterkrankung dann plötzlich das ganze Gesicht befällt.

Die Durchführung der Midrodermabrasion

Die Behandlung beginnt nach der üblichen Hautreinigung mit dem sorgsamen Abdecken der Augen – mit feuchten Wattepads und darüber die Laser-Augenbrille zum Beschweren. Die erste Berührung mit dem kleinen Saugbläser könnte einen Schock bedeuten. Man sollte den Behandler/die Behandlerin bitten, an einer unauffälligen Stelle – etwa seitlich am Haaransatz – zu prüfen, welche Einstellung gewählt werden muss. Es muss deutlich, aber nicht schmerzhaft spürbar sein, dass die Haut bearbeitet wird, sonst drohen Rötungen, kleine Hämatome oder gar Schürfwunden. Wenn das richtige Level gefunden ist, wird nach und nach jede Gesichtspartie behandelt, wobei faltige Partien manuell auseinandergezogen werden, um eine gründliche Abrasion zu gewährleisten. Während die Region um Mund und Nase bearbeitet wird, sollte man darauf achten, möglichst wenige der Kristalle einzuatmen. Nach der Behandlung wird man feststellen, dass zwischen den Zähnen der Sand knirscht und man das Bedürfnis hat, den Mund auszuspülen. Die Aluminiumoxidkristalle seien jedoch – so wird versichert – harmlos und nicht gesundheitsschädlich. Auch eine zeitnah an die Sitzung anschließende Dusche mit Haarewaschen kann nicht schaden, denn es lässt sich wohl trotz des Vakuums nicht vermeiden, dass sich die feinen Schleifpartikel über die Umgebung verbreiten und sich vor allem in den Ohrmuscheln ansammeln.

Das Ergebnis ist schon nach der ersten Sitzung sichtbar, vor allem, wie schon erwähnt, in Bereichen, die zuvor unebenmäßig und grobporig waren, aber auch die Falten sind abgeflacht und daher weniger auffällig. Insgesamt ist die Haut einen Ton heller, da ja auch die (chemische) Sonnenbräune abgetragen wurde. Ein paar Rötungen an Stellen, wo das Vakuum etwas zu lange einwirkte, sind nach ein bis drei Tagen verheilt und müssen bis dahin mit Make-up abgedeckt werden.

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