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Homöopathie bei Erkältung und grippalen Infekten

Homöopathie bei Erkältung und grippalen Infekten

Hier finden Sie bekannte homöopathische Mittel, die bei Erkältungskrankheiten häufig eingesetzt werden. Homöopathie hilft sanft und natürlich bei grippalen Infekten.

Es wird Herbst und Sie fühlen, wie mit dem trüben Wetter auch eine Erkältung herauf zieht. Unter Erkältung fallen im Allgemeinen verschiedene Beschwerden wie: Bronchitis, Schnupfen, Abgeschlagenheit, Halsschmerz, Heiserkeit und Ohrenschmerzen. Ist das Ganze noch mit erhöhter Temperatur verbunden, spricht man häufig von Grippe, ohne dass tatsächlich eine echte Grippe, die eine möglicherweise schwer verlaufende Virusinfektion darstellt, vorliegt. Sie leiden statt dessen wahrscheinlich an einem grippalen Infekt.

Sie suchen nach Alternativen zum Arztbesuch und entscheiden sich für eine homöopathische Selbstbehandlung mit Mitteln aus der Hausapotheke. In diesem Fall bleiben Sie bei der Potenzwahl unter D30, damit nur die körperliche Ebene angesprochen wird und es nicht zu unerwünschten Reaktionen kommt. Meist werden die Potenzen D4, D6 und D12 benutzt.

Mittel bei fiebrigem Verlauf

  • Aconitum – Ganz zu Beginn eigentlich jeder Erkältung, wenn die Beschwerden sehr plötzlich, „stürmisch“ einsetzen. Häufiger Auslöser sind kalten Wind oder Zugluft. Das Fieber ist trocken, ohne Schweiß. Die Hautfarbe ist hellrot, Kälteanwendungen bessern. Unruhe und Angst stellen sich ein, mit dem Gefühl, schwer erkrankt zu sein.
  • Belladonna – Ebenfalls plötzlicher Beginn. Das Fieber ist feucht und die Hitze ist noch in einigem Abstand vom Körper zu spüren. Die Füße sind dagegen meist kalt. Die Hautfarbe ist kräftig rot. Alle Wärmeanwendungen bessern. Es stellt sich ein trockener Bellhusten ein und vor allem nachts kommt es zu Überempfindlichkeit der Sinnesorgane (Halluzinationen).
  • Dulcamara – Die Beschwerden treten bei kaltem Wetter, nach schönen Perioden auf. Bei der ersten Erkältung oder Grippe im Herbst gehört das Mittel zu den bewährten Indikationen.
  • Eupatorium perfoliatum – Hier tritt ein Zerschlagenheitsgefühl des Körpers, mit Schmerzen in Muskeln und Gelenken, auf. Es kommt zu starkem Durst. Eine Verschlimmerung ist in feuchten Gebieten, bei feuchtem Wetter und vormittags festzustellen.
  • Ferrum phosphoricum – Trockenes Fieber, Herzklopfen und Blutandrang zum Kopf. Dabei fühlen Sie sich nicht krank, sondern gehen Ihren gewohnten Beschäftigungen nach, werden nur etwas schneller schlapp.

Globuli bei Schnupfen

  • Allium cepa – Oft begleitet von Heiserkeit. Viel wässriges, reizendes Sekret kommt aus der Nase. Die Tränen sind dagegen mild. Es besteht eine Neigung zum Niesen.
  • Kalium bichromicum – Dickes, gelbliches, fadenziehendes Sekret. Die Nase ist verstopft, es bilden sich Krusten.
  • Nux vomica – Zu Beginn des Schnupfens, wenn die Nase nachts verstopft ist und am Tag fließt. Desgleichen ist sie ist in frischer Luft verstopft und fließt im warmen Zimmer.
  • Pulsatilla – Schnupfen auf einer Seite, meist rechts mit trübem, schleimigen, sehr reichlichem Sekret. Verschlechterung tritt in frischer Luft auf. Abends verstopfte Nase, morgens Laufnase.
  • Sticta – Trockener Schnupfen mit der Tendenz in die Bronchien abzusteigen, Trockenheit der Nasenschleimhäute und Borkenbildung.

Husten und Bronchitis homöopathisch behandeln

  • Antimonium tataricum – Bewährte Indikation bei akuter Bronchitis. Kaum Auswurf, weiß belegter Zunge. Eine Verschlechterung kann durch Liegen, Wärme oder nachts erfolgen. Besserung durch Sitzen oder Auswurf.
  • Bryonia – Der Husten ist trocken und hackend mit wenig Auswurf. Es kommt zu Stichen auf der Brust und viel Durst. Besserung durch Ruhe und kalte Getränke.
  • Hepar sulfuris – Der Husten kann durch Abkühlung oder durch kalte Getränke auftreten. Er ist abends trocken, morgens feucht und es kann zu Heiserkeit kommen.
  • Ipecacuana – Dauerhusten, manchmal mit Brechreiz, ist vordergründig, wenig Auswurf. Auffallend ist die saubere Zunge.
  • Phosphorus – Hier liegt ein Kitzelhusten oder trockener Reizhusten vor. Der Kehlkopf ist schmerzhaft, es kommt zu Heiserkeit. Abends ist es schlimmer, durch Schlaf tritt eine Verbesserung ein.
  • Sanguinaria – Keuchhustenartiger Husten sowie Husten, der durch Magenstörungen verursacht wird. Starker Durst tritt auf, Süßigkeiten verschlechtern den Zustand.
  • Spongia – Der Husten ist trocken, bellend und kruppös. Es kann zu Heiserkeit kommen. Körperlicher Bewegung verschlimmert, flaches Liegen und Wärme bessern.

Homöopathie bei Halsschmerzen

  • Apis – Die Tonsillen und das Gaumenzäpfchen sind geschwollen. Schmerzen sind stechend. Es besteht kein Durst. Kalte Anwendungen und Eis bessern.
  • Hepar sulfuris – Halsschmerzen mit beginnender Eiterbildung und stechende Schmerzen.
  • Ausstrahlung gegen die Ohren beim Schlucken.
  • Mercurius solubilis – Die Schleimhäute weisen eine blaurote Schwellung auf. Der Mundgeruch ist schlecht. Nachts, durch Bettwärme und kalte Speisen tritt eine Verschlechterung ein.

Homöopathische Hilfe bei Heiserkeit

  • Causticum – Die Kehle ist roh, wund und kratzt. Es wird besser, wenn man schluckweise kaltes Wasser trinkt. Schlechter morgens
  • Hepar sulfuris – Heiserkeit mit schmerzhaft trockenem Husten. Besser durch Wärme an Hals und Kopf, schlechter durch trockenen, kalten Wind.
  • Phosphorus – Rohe, wunde Kehle mit Heiserkeit gegen Abend. Beim Sprechen kommt es zu Hustenreiz.

Die wichtigsten Mittel bei Ohrenschmerzen

  • Apis – Äußeres Ohr und der Gehörgang sind hochrot entzündet und geschwollen. Wärme verschlimmert. Durstlosigkeit
  • Calcium carbonicum – Das Ohr pulsiert, die Drüsen sind geschwollen. Es besteht eine Neigung zu Kopfschweißen und Schnupfen mit schleimigen Sekret.
  • Chamomilla – Akute Mittelohrentzündung mit heftigsten Schmerzen, die durch Kälte gebessert werden können.
  • Pulsatilla – Das äußere Ohr ist geschwollen, heiß und rot. Es tritt milder, dicker, gelber Ohrausfluss auf. Verschlechterung im warmen Zimmer und Verbesserung an der frischen Luft.