Bromelain wirkung bei krebs

Bromelain, das Ananas-Enzym. Eine natürliche Waffe im Kampf gegen Metastasen bei Krebs. Von Bromelain ist bekannt, dass es Entzündungen und Verletzungen schneller abheilen lässt. Doch es ist auch in der alternativen Krebsbehandlung unverzichtbar.

Bromelain ist ein eiweißspaltendes (proteolytisches) Enzym, das aus der Ananas und ihrem Stamm (Ananas comosus) gewonnen wird. Der Bromelain-Rohextrakt enthält ein komplexes Gemisch verschiedener Cystein-Rendopeptidasen und Protease-Inhibitoren.

Bromelain bei Krebs

Die meisten Krebspatienten sterben nicht an den Folgen des so genannten Primärtumors, sondern an den Metastasen, die sich häufig erst entwickeln, wenn der eigentliche Tumor bereits operativ entfernt wurde.

Das liegt daran, dass Tumorzellen bereits aus dem ursprünglichen Tumorzellverband, also dem Primärkarzinom, ausgewandert sind und über Blut- oder Lymphbahnen im Körper verteilt werden. Mit der Hilfe so genannter Adhäsionsmoleküle können sie sich an Matrixproteine oder an Endothelzellen heften und eine Tochtergeschwulst bilden.

Das wichtigste derartige Adhäsionsmolekül, mit dem sich die vagabundierenden Krebszellen festhalten, ist das CD 44. Wenn es gelingt, dieses Molekül zu neutralisieren, können die Tumorzellen nicht an anderen Zellen im Körper andocken. So können keine Metastasen entstehen. Dieser Effekt kann mit der Gabe des Enzyms Bromelain erreicht werden.

Bromelain verhindert die Bildung von Metastasen

In vielen Instituten wird über diese erst vor wenigen Jahren entdeckte Wirkung dieses Enzyms intensiv geforscht. Beispielsweise verursachen Melanomzellen menschlichen Ursprungs bei der Nacktmaus nur dann Metastasen, wenn die Tumorzellen auf ihrer Zelloberfläche das Adhäsionsmolekül CD 44 ausstülpen. Melanomzellen, die kein CD 44 ausstülpen, bilden auch keine Metastasen. Melanomzellen, die zwar CD 44 exprimieren, jedoch mit Bromelain behandelt werden, verursachen ebenfalls keine Metastasen. Die Versuche gingen sogar noch weiter: So entwickelten auch solche Melanomzellen keine Metastasen, die zwar CD 44 ausstülpten, aber in Tiere überimpft wurden, die zuvor mit Enzymen behandelt wurden.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei den verschiedensten bösartigen Tumoren des Menschen mit Hilfe des Bromelain die Wahrscheinlichkeit verringert werden kann, dass Metastasen entstehen.

Studienbeispiele

In einer klinischen Studie wurden zwei Gruppen Darmkrebspatienten behandelt. Die eine Gruppe bekam unwirksame Pillen, so genannte Placebos, die anderen wurden mit proteolytischen Enzymen, unter anderem mit Bromelain, behandelt. Alle anderen Methoden der Krebsbehandlung, vor allem die Operation und die Chemotherapie, waren für beide Patientengruppen gleich. Die enzymbehandelten Patienten bildeten jedoch weniger Metastasen und überlebten ihr Kolonkarzinom länger als die Patienten in der Vergleichsgruppe.

Wie gut eine orale Enzymtherapie wirkt, konnte auch eindrucksvoll bei Patienten mit multiplem Myelom nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich um eine sehr problematische Krebserkrankung, die fast immer zum Tode führt. Auch hier erhielten alle Patienten eine Chemotherapie, jedoch eine Gruppe der Patienten wurde zusätzlich über mehrere Jahre mit Enzymen behandelt. Sie überlebte im Durchschnitt drei Jahre länger als die Gruppe der nur chemotherapierten Patienten, und das mit einer deutlich besseren Lebensqualität.

Weitere krebsbekämpfende Eigenschaften

Bromelain unterstützt auch die Redifferenzierung von Krebszellen und Krebsgewebe indem es die Apoptose fördert. Auch die Aktivität von Makrophagen wird gefördert, die wiederum bevorzugt Tumorzellen vernichten. Nicht zuletzt hilft Bromelain einen erhöhten TGF-ß (Transforming Growth Factor Beta) im Blut zu senken, der eine tumorinduzierte Immunsuppression bewirkt. TGF-ß ist ein Zytokin, das vermehrt Tumorzellen bildet, die Killerzellen ausschaltete und so die Immunantwort unterdrückt.

Orthomolekularexperten empfehlen als Tagesmindestdosis bei Krebserkrankungen 150 mg Bromelain. Das Nahrungsergänzungsmittel sollte in drei Portionen jeweils zwei Stunden nach den Mahlzeiten oder 1 Stunde vorher eingenommen werden.

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