Die Kiefer – ein neu entdecktes Mittel bei Durchblutungsstörungen

Vielerlei Mittel bergen Heilung bei Durchblutungsstörungen. Die Kiefer ist eine alte Heilpflanze, die neu entdeckt worden ist.

Die See-Kiefer (Pinus pinaster, Syn. Pinus maritima) wird auch Bordeaux-Kiefer, Igel-Kiefer, Stern-Kiefer, Meer-Kiefer, Seestrand-Kiefer oder Strand-Kiefer genannt. Sie stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum.

Verkanntes Heilmittel

Die Seestrandkiefer führt zu Unrecht ein Mauerblümchen-Dasein in der Phytotherapie. Seestrandkiefer-Extrakte bewähren sich bei der Behandlung von venösen Durchblutungsstörungen, beispielsweise bei Krampfadern und venösen Ödemen.

Neue Studien

Dem wird nun mit dem Thema Hämorrhoiden-Behandlung ein weiterer interessanter Aspekt beigefügt: Der Rindenextrakt der Seekiefer hilft rasch bei akuten Hämorrhoiden-Beschwerden – ein Wissenschaftlerteam hat in einer Vergleichsstudie aufgezeigt, dass sich Blutungen, Schmerzen im Dammbereich, Druckempfindlichkeit und Blutgerinnsel durch den Wirkstoff Pycnogenol der Pinus maritima mildern lassen, die an der französischen Atlantikküste beheimatet ist. Der Rinden-Extrakt soll Entzündungen und die Thrombosenbildung am effektivsten in der kombinierten Anwendung als Salbe und Tablette hemmen.

Die Inhaltsstoffe

Pycnogenol ist ein Wasserextrakt aus der Borke der Seekiefer, welche an der Atlantikküste Frankreichs wächst und bis zu 300 Jahre alt werden kann. Seine bisherige Karriere in der Medizin basierte auf der Eigenschaft, Blutgefäße im Gehirn zu schützen, indem er dort mit aggressiven Sauerstoffmolekülen reagiert und diese so neutralisiert. Er passiert dazu als eines der wenigen pflanzlichen Antioxidantien die so genannte Blut-Hirn-Schranke, eine Barriere zwischen Blutkreislauf und Zentralnervensystem, welche das Gehirn vor Krankheitserregern und Giften schützt.

Weitere Forschungsergebnisse

In der Wirkungsanalyse stellten die Forscher durch die Anwendung von Tabletten und Salben aus dem Rindenextrakt einen Rückgang bei der Intensität und Dauer von Hämorrhoiden-Schmerzen und Hämorrhoiden-Blutungen fest. Auch die Zahl der Eingriffe und Überweisungen in Krankenhäuser sei zurückgegangen. An der Universität G. D’Annunzio im italienischen Chieti nahmen 84 Patienten über zwei Wochen an einer Studie teil: Zwei Gruppen erhielten den Wirkstoff in unterschiedlichen Dosen und Zeiträumen verabreicht, eine dritte nur ein Placebo. Durch Pycnogenol verschwanden die Blutungen nach sieben Tagen bei den beiden behandelten Gruppen, die Teilnehmer in der Placebo-Gruppe klagten auch noch nach vierzehn Tagen über Blutungen. Entsprechend verbesserte sich auch die Lebensqualität der mit Pycnogenol behandelten Studienteilnehmer: Die Forscher registrierten bei ihnen deutliche Verbesserungen, wenn es um Bewegungen, Sitzen und auch die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten ging. Die Dauer der schlimmsten Schmerzen verminderte sich hauptsächlich durch die kombinierte Anwendung von Salbe und Tabletten – zudem mussten die Patienten in den Folgemonaten weniger Komplikationen durchstehen und die Behandlungskosten reduzierten sich.

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