Einfache Rezepte mit Hirse

Hirsegerichte sind gut, gesund und schnell zubereitet. Aufstrich, Suppe und gefüllte Paprika mit Hirse sind eine willkommene Abwechslung im Speiseplan.

Der botanische Name ­Panicum ­miliaceum (Hirse) ist ein Sammelbegriff für Getreidesorten der Familie der einjährigen Süßgräser. Die bekannteste Hirseart ist die Goldhirse. Sie kann und sollte vielseitig verwendet werden, denn als Ladenhüter im Regal ist sie viel zu schade.

Die Lagerung

Hirse sollte wie alle Getreidesorten in kühlen und trockenen Vorratsschränken gelagert werden. Wird beim Verzehr ein leicht bitterer Geschmack oder ein Kratzen im Hals bemerkbar, deutet dies auf bereits verdorbenes Fett hin. Hirsemehl kann von Milben befallen werden, was sich an einem süßlichen Geruch bemerkbar macht.

Die Garzeit der Hirse

Hirse muss vor dem Kochen im Gegensatz zu Getreiden mit harter Schale nicht eingeweicht werden. Vor der Verwendung sollte sie zuerst heiß und anschließend kalt abgespült werden, um einen bitteren Geschmack zu vermeiden. Die Garzeit teilt sich in die Kochzeit und das Nachquellen. Ist im Rezept keine andere Zubereitung angegeben, wird Hirse im Verhältnis 1: 3 in kochendes Wasser gegeben und kurz aufgekocht. Anschließend auf kleine Stufe zurückschalten, mit einem Deckel abdecken und ungefähr zehn Minuten dünsten. Zum Nachquellen kann der Topf auf der ausgeschalteten Herdplatte stehen bleiben, bis das ganze Wasser aufgesogen wurde, was in etwa 20 bis 30 Minuten der Fall ist. Dadurch wird die Garzeit verkürzt und die Speisen werden bekömmlicher. Um pikante Gerichte geschmacklich zu intensivieren, kann dem Wasser beim Weichkochen der Hirse ein Gemüsesuppenwürfel beigegeben werden. Gesalzen wird erst am Schluss, weil das Getreide sonst mehr Zeit zum Weichwerden benötigt. Hirse in den Speiseplan einzubauen, ist nicht kompliziert. Als Beilage beispielsweise zu einer köstlichen Gemüsepfanne kann sie jederzeit verwendet werden.

Alle angegebenen Rezepte sind für vier Personen.

Bekömmlicher Hirseaufstrich statt deftiger Leberwurst

  • 50 Gramm Hirse
  • 1/8 Liter Gemüsebrühe
  • 1 kleine Tomate
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Sauerkraut
  • eine Handvoll voll frischer Kräuter nach Belieben
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Esslöffel Hefeflocken
  • Meerrettich

Die Hirse nach dem Waschen in der Gemüsebrühe aufkochen. Zehn Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen, anschließend soll sie 20 Minuten nachquellen. Die gewaschene Tomate und die Zwiebel klein würfeln, Sauerkraut und Kräuter hacken. Das verarbeitete Gemüse mit der Hirse vermischen. Anschließend den Frischkäse unterrühren und mit Meerrettich und Hefeflocken abschmecken.

Hefeflocken erhöhen die biologische Wertigkeit

Hefeflocken erhöhen die biologische Wertigkeit der Hirse. Sie gibt an, wie viel enthaltenes Eiweiß aus dem Getreide in Körpereiweiß umgebaut werden kann. Der Wert der geringsten Menge der acht essenziellen Aminosäuren (Eiweißbausteine) bestimmt die Eiweißmenge, die für den Körper verfügbar ist. Durch die gleichzeitige Aufnahme von Lebensmitteln, die höhere Mengen dieser begrenzenden Aminosäuren (beispielsweise Lysin) enthalten, kann mehr Eiweiß vom Organismus verwertet werden.

Schnelle Hirsesuppe für Jung und Alt

  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt, 1 Rosmarinzweig
  • 100 Gramm Hirse
  • wahlweise 400 Gramm Karotten oder 400 Gramm Suppengemüse (Karotte, Selleriegrün oder Sellerie, Petersilienwurzel oder Petersilienzweige und Porree/Lauch)
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

Die Gemüsebrühe mit dem Lorbeerblatt und dem Rosmarinzweig zum Kochen bringen. Einstweilen die Karotten in Scheiben oder das Suppengemüse in kleine Stücke schneiden und die Zwiebel fein hacken. Beginnt das Wasser zu kochen, können die Hirse, die Zwiebel und die Karotten oder das Suppenklein beigegeben werden. Bei mäßiger Temperatur ungefähr fünf Minuten bissfest garen und anschließend würzen. Das Ganze soll rund acht Minuten nachquellen und mit Petersilie oder Schnittlauch bestreut serviert werden.

Tipp: Suppengemüse kann eingefroren werden. So sind jederzeit auch kleine Mengen verfügbar.

Gefüllte Paprika mit Hirse

  • 4 Paprika
  • 120 Gramm Hirse
  • 1 kleine Zwiebel,
  • 1 Knoblauchzehe
  • entweder 1 Karotte oder 1 Zucchini
  • oder 1/2 Karotte und 1/2 Zucchini
  • 1/4 Liter Gemüsesuppe
  • 7 – 8 Esslöffel feiner Quark/Topfen oder Cottage Cheese
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 6 Esslöffel Käse, gerieben
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Majoran
  • frische Petersilie oder Schnittlauch

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in der Hälfte des Olivenöls (1/2 Esslöffel) andünsten. Die gewaschene Hirse hinzugeben und mit Gemüsesuppe aufgießen. Ungefähr zehn Minuten köcheln, bis die Hirse aufplatzt. Einstweilen den Deckel der Paprika entfernen und die Innenräume ausputzen. Die Karotte und/oder Zucchini raspeln und im restlichen Olivenöl (1/2 Esslöffel) anschwitzen. Die Hirse mit der Karotte und/oder der Zucchini, dem Quark oder Cottage Cheese und dem Käse vermengen und mit Salz, Pfeffer, Oregano und Majoran würzen. Die Masse in die Paprika füllen. In einer befetteten Form bei 150 Grad Celsius ungefähr 30 – 40 Minuten ins Rohr stellen. Vor dem Servieren mit Paprika oder Schnittlauch bestreuen. Dazu schmecken Kartoffeln und grüner Salat ausgezeichnet.

Nicht ideal, aber es kommt vor, dass die Hirse eine pampige Konsistenz hat. In diesem Fall kann die Fülle mit einer kleinen Menge Semmelbrösel oder Haferflocken verbessert werden.

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