Fette sind wichtige Nährstoffe und Bausteine für den Organismus

Viele Gründe sprechen für eine Ernährung, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist.

Fett enthält wichtige Nährstoffe für den Körper und gleichzeitig ist es Rohstofflieferant für die Herstellung von Zellmembranen. Es ist stark beteiligt an der Produktion von Hormonen und Nervenzellen benötigen Fett, um Nervenendigungen neu zu produzieren.

Bei neurologischen Erkrankungen wie Demenz und Schlaganfall wurde als mögliche Ursache ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren, allen voran durch die Wissenschaftlerin Johanna von Budwig, nachgewiesen. Dies ist einer von vielen Gründen, eine Ernährung, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, zu bevorzugen.

Eine hervorragende Quelle für Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem idealen Verhältnis von 3 zu 1 ist kalt gepresstes und in dunkle Flaschen abgefülltes Leinöl. Butter enthält neben Kalzium und Phosphor reichlich fettlösliche Vitamine wie Vitamin K, A, E sowie Lecithin und Folsäure. Ihr Fettgehalt besteht aus circa 60 Prozent gesättigten Fettsäuren, 25 Prozent Ölsäuren und geringen Mengen Linol- und Linolensäure.

Energiegewinnung durch Fett und Kohlenhydrate

Der menschliche Körper ist eine Fettverbrennungsmaschine. Wenn der Vorrat der Kohlenhydratreserven zur Energiegewinnung verbraucht ist, werden die fettverbrennenden Enzyme im gesamten Körper aktiviert. Ein sich ständig wiederholender Konsum an stärke- oder zuckerhaltigen Nahrungsmitteln setzt diesen natürlichen Prozess außer Kraft. Stärke und Zucker regen die Insulinausscheidung an und Insulin schaltet die Aktivität der fettverbrennenden Enzyme sofort ab. Um abzunehmen, muss die Ernährung etwas Fett aus essentiellen Fettsäuren und weniger Kohlenhydrate enthalten.

Bei Kohlenhydratmangel und aufgebrauchten Glykogenspeichern nutzt der Körper gespeichertes Fett für die Energieerzeugung. Bei einer andauernden Überlastung des Systems mit Kohlenhydraten werden diese in Fettsäuren umgewandelt und bei Bedarf verstoffwechselt. Bei der Fettverbrennung wird Energie wesentlich effizienter genutzt als bei der Kohlenhydratverbrennung. Alle Körperzellen können Fettsäuren und Glukose wechselweise zur Energieerzeugung nutzen. Es ist für den Körper kein Problem, Fett statt Kohlenhydrate zu verbrennen. Selbst Gehirnzellen lernen nach wenigen Wochen, ihre Energie zwischen 50-75 Prozent aus Fett statt aus Zucker zu gewinnen. Für Figur und Stoffwechsel ist es von Vorteil, mehr gesunde Fette und weniger Kohlenhydrate zu essen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen und diese müssen deshalb durch die Nahrung aufgenommen werden. Diese Fette werden extrem schnell vom Körper verarbeitet und senken deshalb die Blutfettwerte. Die Fettsäuren dienen als Bausteine für die Zellwände. Sie wirken blutdrucksenkend. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind enthalten in

  • Leinöl, Walnussöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl
  • Hering, Makrele, Lachs
  • Grünem Gemüse, Getreide

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren können durch Verdauungsenzyme besser aufgespalten werden als gesättigte Fettsäuren. Gleichzeitig beschleunigen sie den Transport von Cholesterin und stabilisieren die Blutfette. Sie sind hitzebeständiger als mehrfach ungesättigte Fettsäuren und können deshalb bedenkenlos erwärmt werden. Sie sind enthalten in

  • Olivenöl, Erdnussöl
  • Macadamianüssen, Avocado, Oliven, Samen

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinwert und lagern sich in den Gefäßen an. Sie sind hauptsächlich in tierischen Fetten enthalten. Nur zehn Prozent des Fettbedarfs sollten mit ungesättigten Fettsäuren gedeckt werden. Sie sind enthalten in

  • Fleisch, Wurst
  • Sahne, Hartkäse, Butter, Eiern
  • Kokosfett, gehärteten Fetten in Fertigprodukten
  • Süßigkeiten, Kuchen, Pizza

Transfette

Transfette sind chemisch veränderte Fette, die bei der industriellen Härtung und Erhitzung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren entstehen. Sie erhöhen die Fettwerte im Blut und setzen Fett im Körper an.

  • Pommes, frittierte Lebensmittel
  • Donuts, Croissants
  • Chips, Popcorn
  • Margarine
  • Geröstete Nüsse

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