Frühling ist Spargelzeit

Die kurze Spargelsaison wird sehnsüchtig erwartet. Von April bis Juni ist Spargelsaison, die von den Liebhabern jedes Jahr sehnsüchtig erwartet wird. Infos rund um das königliche Gemüse sollen die Wartezeit verkürzen.

Die ersten Sonnenstrahlen locken die kleinen weißen Köpfe aus dem sandig weichen Boden hervor – ein klares Indiz dafür, dass es endlich soweit ist: Die Spargelsaison beginnt. Geerntet werden die begehrten Stangen in Deutschland von Anfang April bis zum Johannistag, dem 24. Juni. Eine kurze, aber intensive Saison, in der das edle „Königsgemüse“ die Gaumen der Nation erfreut. Also: Spargel genießen, so lange es Zeit ist.

Frischer Genuss – vom Feld direkt auf den Tisch

Wenn in den milderen Anbaugebieten wie am Oberrhein, in Süd- und Nordbaden, am Niederrhein und in Niedersachsen, in der Südpfalz sowie rund um Berlin die durchbrechenden Spargelköpfe erste Risse in der Oberfläche der Sandbeete hinterlassen, ist es Zeit, die empfindlichen Sprossen zu ernten. Mit den so genannten Hohlklingen werden sie aus den Hügelbeeten gestochen. Gewaschen und nach Klassen sortiert, feucht abgedeckt und kühl gelagert treten sie nun die Reise in den Handel an. Kurze Transportwege und eine ununterbrochene Kühlkette vom Feld bis zum Verkauf garantieren Frische, gute Qualität und sorgen für einen ungetrübten Spargelgenuss. Überprüfen lässt sich die Frische, indem die Spargelstangen aneinander gerieben werden. Quietschen sie dabei, sind sie frisch und saftig. Die Köpfe sollten zudem fest und geschlossen und die Schnittstellen am unteren Ende nicht ausgetrocknet sein. Je dicker und gleichmäßiger die beliebten Sprossen gewachsen sind, umso höher sind Qualität und Preis. Damit die Spargelqualität zu Hause nicht leidet, sollte das edle Gemüse in ein feuchtes Tuch gewickelt maximal vier Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Spargel kochen – ganz einfach

Damit sein Aroma voll zur Geltung kommt, wird der Spargel in reichlich Wasser mit Salz, etwas Zucker, ein wenig Zitronensaft und einem Stück Butter gekocht. Mit Kartoffeln, zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise und Schinken kombiniert ist der klassische Spargelgenuss schnell servierfertig. Lecker schmeckt Spargel aber auch gebraten, knackig im Salat, als Spargeltorte oder -auflauf oder im Risotto. Besonders in den Anbaugebieten bieten zahlreiche Restaurants viele fantasievolle Rezepte, mit denen sie die „Spargeltouristen“ jedes Jahr aufs Neue überraschen.

Historisches Trendgemüse

Der Spargel gilt nicht umsonst als königlicher Genuss, denn bereits vor 5000 Jahren wurde er den ägyptischen Pharaonen als Delikatesse serviert. Die alten Griechen und Römer wussten 1000 Jahre später besonders die gesundheitsfördernde Wirkung der geschmackvollen Stangen zu schätzen und schrieben ihnen zudem eine aphrodisierende Wirkung zu. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gelangte das heute so beliebte Frühlingsgemüse erneut zum verdienten Ruhm, als Ludwig der XIV. es in seinem Schlossgarten anbauen ließ. Seit dem 16. Jahrhundert wird das Gemüse der Adligen auch in Deutschland kultiviert und angebaut.

Der gesunde Schlankmacher

Mit einem Wasseranteil von mehr als 90 % und nur etwa 18 kcal pro 100 g, Vitaminen und Mineralstoffen, wie z.B. Kalium, das zusammen mit Natrium den Wasserhaushalt reguliert, ist der schlanke Geselle das ideale Gemüse für alle gesundheitsbewussten Feinschmecker. Die in ihm enthaltenen B-Vitamine sind an Stoffwechselreaktionen beteiligt, Ballaststoffe und der hohe Anteil an Wasser regen die Verdauung an. Das sind Gründe genug, die Saison zu nutzen und Spargel so oft wie möglich auf dem Speiseplan zu haben.

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