Grippe oder Erkältung? Symptome für zwei Krankheiten

Im Alltag werden die Begriffe Grippe und Erkältung häufig in einem Atemzug genannt, da beide ähnliche Symptome aufweisen. Doch wo liegen die Unterschiede?

Gerade in Zeiten klirrender Kälte und nasskalten Wetters sind die Menschen besonders anfällig für eine Grippe oder eine Erkältung. Leidet man an einer dieser beiden Krankheiten, vermischt man häufig diese beiden Begriffe und meint mit einer Grippe unter Umständen eine Erkältung. Dennoch gibt es gewichtige Unterschiede, denn beide Krankheiten werden durch ganz unterschiedliche Viren hervorgerufen und weisen in der Regel einen unterschiedlichen Krankheitsverlauf auf.

Eine Grippe ist eine schwere Viruserkrankung hervorgerufen durch das Influenzavirus

Eine schwere Viruserkrankung, die durch eine Infektion mit dem sogenannten Influenzavirus hervorgerufen wird, bezeichnet der Mediziner als Grippe. Eine solche Grippe ist keinesfalls zu unterschätzen, denn sie kann schwere Nachfolgeerkrankungen wie eine Lungenentzündung oder eine Bronchitis nach sich ziehen. Das Influenzavirus kann beim Husten, Niesen oder auch beim Sprechen übertragen werden, denn dadurch gelangt es von seinem Wirt in die Raumluft und verbreitet sich dort. Über die Atemwege gelangt das Virus sodann in die Schleimhäute von gesunden Menschen, dieser Vorgang wird in der Medizin als „Tröpfcheninfektion“ bezeichnet.

Doch nicht nur durch diese „Tröpfcheninfektion“ kann das Influenzavirus übertragen werden. Auch durch Händeschütteln gelangt das Virus in den Körper eines gesunden Menschen, in solchen Fällen spricht die Schulmedizin von der sogenannten „Kontaktinfektion“. Wenn das Virus einmal an den Händen haftet, gelangt es durch einen unbedachten Griff an die Nase, zum Mund oder in die Augen in den menschlichen Körper und breitet sich auf die Mund- und Nasenschleimhäute aus. Auch auf Türgriffen, Telefonhörern oder ähnlichen Gegenständen können die Grippeviren stundenlang überleben und von dort aus übertragen werden. Auch die Gefahr einer unangenehmen Magen-Darm-Grippe ist durchaus gegeben.

Erkältung und deren Symptome

Eine Erkältung kann als Folge einer Vireninfektion der oberen Atemwege auftreten. Dabei sind derzeit circa 200 verschieden Viren bekannt, die eine Erkältung auslösen können. Die bekanntesten und häufigsten Erkältungsviren sind die Rhinoviren. Doch nicht jeder, der sich mit einem Erkältungsvirus infiziert, wird zugleich krank. So lassen zum Beispiel intakte Schleimhäute in den Atemwegen die Viren gar nicht erst zu den wichtigen Körperstellen vordringen. Ein starkes Immun- und Abwehrsystem bekämpft die Erkältungsviren absolut wirkungsvoll.

Eine Erkältung (wird auch als „grippaler Infekt“ bezeichnet) verläuft in der Regel harmlos und unkompliziert, auch wenn die Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen oder Schnupfen für den Erkrankten mehr als lästig sein können. Doch bei einer schwereren Infektion oder schwachen Abwehrkräften im menschlichen Körper kann auch eine Erkältung Komplikationen hervorrufen. Dazu gehören zum Beispiel eine Bronchitis, eine Mittelohrentzündung oder eine Lungenentzündung.

Bei nachstehend aufgeführten Symptomen sollte daher unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden:

  • Wenn die Beschwerden bei einer Erkältung mehr als drei Tage anhalten oder mit der Zeit größer werden
  • Bei hohem Fieber von über 39 Grad
  • Wenn die Atmung schwer fällt
  • Beim Vorliegen von sogenannten Grunderkrankungen wie Asthma oder Diabetes
  • Bei ungewöhnlichen oder aber sehr starken Beschwerden

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