Honig-ABC: von Akazienhonig bis Zuckerspektrum

Qualität aus Biene Majas Honigblase: Heidehonig, Lindenhonig und Co. Blütenstet, ortsstet und emsig sammelt Sammelbiene Maja Nektar und Honigtau und verdeckelt beides als Bienenhonig. Vom Imker entdeckelt, können wir den Honig entdecken.

Den größten Honiggenuss der Welt bereitet uns das kleinste Haustier der Welt – die Westliche Honigbiene. Je nach Jahreszeit, nach Pflanzen- und Blütenangebot sammeln emsige Sammelbienen Nektar, Pollen und Honigtau. Daraus entstehen Mischblütenhonige, Sortenhonige und der scheinbare Sortenhonig Akazienhonig.

Akazienhonig …

… ist ein Sortenhonig, der von Blüten der Robinie stammt – der Scheinakazie mit botanischem Namen Robinia pseudoacacia.

Blütenstet …

… sind unsere Honigbienen. Sammelbiene Maja besucht während eines Sammelfluges nur Blüten derselben Pflanzenart.

Christen …

… und Heiden naschen zusammen gerne Heidehonig. Berühmt ist der Heidehonig und Scheibenhonig aus der „Lüneburger Heide“.

Deutsche …

… sind Honignaschweltmeister. Etwa eineinhalb Kilogramm Bienenhonig pro Jahr nascht der statistische deutsche Durchschnittsnascher, wobei etwa 80 Prozent des Honigs importiert werden.

Entdeckeln …

… muss der Imker die mit Wachsdeckeln verdeckelten Honigwaben. Bienen verdeckeln – Imker entdeckeln.

Futterwaben …

… mit Pollen haben im Bienenhonig nichts zu suchen, sie verfälschen den Honiggeschmack. Man erkennt Futter im Honig am Zuckerspektrum.

Gelée royale …

… wird von den Ammenbienen in ihren so genannten Futtersaftdrüsen und Mandibeldrüsen gebildet.

Honigtauhonig …

… wird von Bienen nicht unbedingt im Frühtau zu Berge gesammelt. Honigtau besteht aus Sekreten von Nadelbäumen, Laubblättern oder Stängeln – aber auch aus Sekreten anderer Insekten, wie Schildläusen und Zikaden auf diesen Pflanzenteilen.

Invertase …

… ist wie die Diastase ein bieneneigenes Enzym, dass sich im Bienenhonig nachweisen lässt. Da beide Enzyme wärmeempfindlich sind, dienen sie bei der Qualitätskontrolle des Bienenhonigs als Indikator für Wärmeschädigung und Lagerschädigung.

Je …

… trockener ein Bienenhonig ist, desto besser ist er konserviert. Ein Bienenhonig mit einem hohen Wassergehalt von über 18 Prozent kann leicht zu gären anfangen. Dann schmeckt der Bienenhonig nicht mehr honigtypisch.

„Kalt …

… geschleudert“ werden Honige oft beworben. Der Begriff „kalt geschleuderter“ Honig sagt aber nichts darüber aus, wie der Honig nach der Schleuderung weiter behandelt wurde. Honig bekommt kein Schleudertrauma vom Schleudern, sondern ein mess- und schmeckbares Wärmetrauma nach dem Schleudern.

Lindenhonig ...

… ist ein Chamäleon unter den Bienenhonigen: die Farbe des Lindenhonigs kann von schneeweiß bis dunkelbraun differieren, je nachdem wie die Proportionen von Nektar zu Honigtau variieren. Reiner Lindenhonig aus Nektar ist schneeweiß – je mehr Honigtau die Sammelbienen sammeln, desto dunkler wird der Lindenhonig.

Mischblütenhonig …

… stammt aus dem Blütennektar verschiedener Pflanzenarten. Je nach Anteil der Trachtpflanzen variiert er in Farbe, Geruch, Geschmack und Konsistenz.

Nektar …

… und Honigtau sind die Rohstoffe für den Bienenhonig. Sammelbienen sammeln Nektar und Honigtau in der Honigblase. Im Bienenstock wird daraus der lange haltbare Honig produziert. Der Nektar stammt aus den Nektardrüsen von Pflanzenblüten.

Ortsstet …

… sind unsere Honigbienen. Ist Biene Maja vom Rapsfeld begeistert, teilt sie es tanzend ihren Schwestern mit. Sammeln alle Bienen des Bienenvolkes vorwiegend Nektar und Pollen der Rapsblüte entsteht daraus der Sortenhonig Rapshonig.

Pollen …

… oder Blütenstaub ist ein wichtiger Bestandteil des Honigs. Sortenhonige werden je nach Pflanzenart durch die Pollenkörner und Honigtau unterschiedlich gefärbt. An der Farbe der Pollenhöschen kann der Imker die Trachtpflanze erkennen: Haselnusspollen sind zum Beispiel schwefelgelb – Taubnesselpollen tiefrot.

Qualität …

… kann beim Bienenhonig mit einigen chemischen und physikalischen Parametern überprüft werden: über die Aktivität von Enzymen, den Gehalt der Aminosäure Prolin, dem Zucker- und Pollenspektrum.

Raucher …

… sind Honigbienen nicht. Doch kann der Imker bei der Honigernte zu viel Rauch einsetzen. Als unangenehmer Fremdgeruch und Fremdgeschmack kann das sogar den Honiggenuss von Rauchern beeinträchtigen.

Scheibenhonig …

… schmeckt wesentlich besser als Scheibenkleister. Deswegen verkaufen Leute in der Lüneburger Heide auch mit Heidehonig gefüllte Waben als Scheibenhonig – scheibchenweise eine süße Honigspezialität.

Tracht …

… macht Bienen nicht trächtig oder schwanger. Der Begriff Tracht leitet sich wohl aus dem Wort „tragen“ ab und steht für das natürliche vegetarische Nahrungsangebot: Nektartracht und Pollentracht.

Um …

… ein Kilogramm Nektar für den Bienenhonig zu sammeln, müssen emsige Sammelbienen etwa drei bis fünf Millionen Blüten besuchen.

Verdeckelte …

… Honigwaben bergen für uns Naschkatzen den reifen Bienenhonig. Mit den weißen Wachsdeckeln verschließen die Bienen die Vorratszellen – Deckel drauf und zu.

Waldblütenhonig, …

… Waldhonig oder Honigtauhonig hat eine braune bis rotbraune Farbe und ein würziges bis malziges Aroma.

X …

… für ein U macht uns die Werbung vor, wenn sie mit „Naturbelassenheit“ wirbt: Bienenhonig ist kein Industriehonig, und nach der Honigverordnung darf Bienenhonig sowieso nur ohne Zusätze und naturbelassen in den Handel.

Y Bienen-Virus, ...

… ist eine von etwa 16 bekannten Virose-Krankheiten der Biene. Naturbelassener Bienenhonig darf Tierarzneimittel gegen Bienenkrankheiten nur innerhalb der Grenzen der so genannten Rückstandshöchstmengen-Verordnung enthalten.

Zuckerspektrum …

… nennt man den Gehalt verschiedener Zuckerarten im Honig. Das Spektrum verändert sich durch bieneneigene Enzyme aus der Futtersaftdrüse, bleibt aber für den jeweiligen Honig typisch. Zuckerarten im Honig sind: Fructose, Glucose, Maltose, Saccharose und weitere Mehrfachzucker.

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