Welche Pflanzenöle gibt es?

Pflanzenöl ABC: von Arganöl bis Zimmertemperatur. Fettsäure-Profile für die letzte Salat-Ölung: Kürbiskernöl und Co. Pflanzenöle machen Salate an: Salate mögen physiologisch Papiertaschentücher sein, doch die richtige Wahl des Pflanzenöls versorgt Sie mit der Tagesration an Fettsäuren.

Da haben wir den Salat aus dem Garten oder Supermarkt. Vor dem Salat verputzen müssen wir den Salat putzen und mittels Salatschleuder den letzten Salatblattläusen ein tüchtiges Schleudertrauma verpassen. Nun fehlt nur noch das richtige Salat-Dressing mit dem ernährungsphysiologisch nicht unwichtigen Pflanzenöl. Der Münchner Sternekoch Alfons Schubeck empfiehlt das Gourmet-Speiseöl Arganöl, mit seinem einzigartigen Nuss-Aromen ist das Produkt aus dem marokkanischen UNESCO-Biosphärenreservat eines der teuersten Pflanzenöle der Welt.

Arganöl

… wird aus dem in Marokko heimischen Arganbaum „Argania spinosa“ gewonnen. Aus den gerösteten Samen wird ein kaltgepresstes Öl mit delikaten Nuss-Noten im Geschmack und Geruch von Sesam, Erdnuss und Haselnuss gewonnen. Arganöl ist mit etwa 46 Prozent Anteil reich an Ölsäure, dazu kommen etwa 34 Prozent Linolsäure, 13 Prozent Palmitinsäure, 6 Prozent Stearinsäure und 0,5 Prozent Arachinsäure. Zusätzlich gesellt sich ein hoher Gehalt an Vitamin E dazu: etwa 600 Milligramm Tocopherole pro Kilogramm Arganöl.

Baumöle …

… kommen nicht nur vom Arganbaum, auch das Olivenöl wächst auf Bäumen und wurde früher Baumöl genannt.

C=C-Doppelbindungen …

… der Kohlenstoffatome (C) machen aus gesättigten Fettsäuren ungesättigte Fettsäuren.

Distelöl …

… sättigt mit einem hohen Gehalt an zweifach ungesättigten Fettsäuren: Distelöl hat mit 75 bis 80 Prozent den höchsten Linolsäuregehalt der bedeutenden Pflanzenöle.

Ein Esslöffel …

Sonnenblumenöl ist hinsichtlich der Omega-6-Fettsäuren ein geölter Fettsäuren-Blitz. In einem Esslöffel stecken etwa 9 Gramm Linolsäure, das ist schon mehr an Omega-6-Fettsäuren als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt.

Fette und Öle …

… kann man am Aggregatzustand bei Raumtemperatur unterscheiden; Fette sind fest, Öle sind flüssig.

Grünes Gold aus Österreich …

… wird das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. genannt.

Hanföl …

… aus „Cannabis sativa“ ist für die gesunde Ernährung kein Hänfling: Auch hier können Nuss-Aromen den Gaumen verwöhnen. Hanföl ist mit etwa 50 Prozent Anteil reich an Linolsäure, dazu kommen etwa 24 Prozent Alpha-Linolensäure und 15 Prozent Ölsäure.

I …

… bezeichnet die Kategorie I der neun Olivenöl-Kategorien: Natives Olivenöl Extra ist die Nummer I der Qualitätsklassen.

Jojobaöl …

… eignet sich für Salatrezepte überhaupt nicht. Jojobaöl ist auch gar kein Öl, sondern ein Wachs. Wachse gehören zwar wie Öle zu den Lipiden, zeichnen sich aber gegenüber Ölen nicht nur mit Fettsäuren aus, sondern wachsen mit wachsender Verwachsung durch Wachsalkohole.

Kürbiskernöl des „Steirischen Kürbiskernöls g.g.A.“ …

… enthält durchschnittlich 49 Prozent Linolsäure, 33 Prozent Ölsäure, 12 Prozent Palmitinsäure, 6 Prozent Stearinsäure und 1 Prozent Myristinsäure.

Linolsäure und Linolensäure …

… gehören zu den Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren. Das ganze Omega-Fettsäuren-Gemecker kommt nicht von der Nobel-Uhren-Marke Omega für Alpha-Tierchen: Das griechische Omega symbolisiert bei ungesättigten Omega-6-Fettsäuren die an Position 6 liegende C=C-Doppelbindung des gegenüberliegenden Endes der Carbonsäure-Gruppe. Omega ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets.

Maiskeimöl …

… zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Linolsäure aus: etwa 60 Prozent.

Nicht das Gelbe vom Eicosanoiden-Ei …

… sind Eicosanoide. Eicosanoide sind als Produkte des Fettsäurestoffwechsels hormonähnliche Regulatorstoffe und modulieren die Blutgerinnung, Entzündungsprozesse und das Immunsystem. Die Omega-3-Fettsäuren Docosahexaen-Säure (DHA) und Eicosapentaen-Säure (EPA) aus den fetten Fischen wirken anders als Omega-6-Fettsäuren aus den Pflanzenölen.

Ölivenöl gibt es nicht, …

…. Olivenöl besteht je nach Sorte zu über 60 Prozent aus Ölsäure, über 10 Prozent Linolsäure, knapp 10 Prozent Palmitinsäure, etwa 5 Prozent Eicosensäure und Palmitoleinsäure, sowie 2 Prozent Stearinsäure.

Palmöl …

… wird aus der Ölpalme gewonnen und besteht zu etwa 40 bis 50 Prozent aus Ölsäure, 40 Prozent Palmitinsäure, 10 Prozent Linolsäure, 5 Prozent Stearinsäure und 2 Prozent Myristinsäure.

Quellen …

… für die Margarineherstellung sind Pflanzenöle aus Rapssamen, Ölpalmfrüchten, Sonnenblumenkernen, Sojabohnen und mehr.

Rapsöl

… ist hinsichtlich der Omega-3-Fettsäuren ein geölter Fettsäuren-Blitz. In 15 Millilitern Rapsöl steckt die Menge an Alpha-Linolensäure, welche die DGE empfiehlt.

Sonnenblumenöl

… besteht nach Sonnenaufgang zu über 60 Prozent aus Linolsäure, 25 Prozent Ölsäure, etwa 6 Prozent Palmitinsäure, 6 Prozent Stearinsäure und 1 Prozent Arachinsäure.

Tonnenweise …

… werden in Deutschland Pflanzenöle hergestellt: Rapsöl etwa 2 bis 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr.

Über …

… die Verwertung von Omega-6-Fettsäuren im menschlichen Körper wird auch die Menge an Omega-3-Fettsäuren reguliert, beide Verwertungsprozesse konkurrieren biochemisch miteinander .

Verdickungsmittel von Napalm …

… ist die Palmitinsäure aus der Ölpalme. Schon in der Bibel brannten die Büsche ohne Napalm: „Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, daß der Busch mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt.“ 2. Mose 3, 2.

Walnussöl

… ist wie Sonnenblumenöl ein geölter Omega-6-Fettsäuren-Blitz. Ein Esslöffel Walnussöl täglich reicht aus.

X …

… ist eine Olivenöl-Kategorien-Mogelei: Die Olivenöl-Kategorie IX ist ein raffiniertes Oliventresteröl, welches raffinierterweise mit nativem Olivenöl gemischt wird.

Yarrowia lipolytica ...

… liebt Pflanzenöle. Die Hefe „Yarrowia lipolytica“ wird zur biotechnologischen Gewinnung von Zitronensäure eingesetzt.

Zimmertemperatur …

… nennt man die Temperatur im Zimmer, K

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