Internetseiten von Restaurants oftmals mangelhaft

Zu wenig oder veraltete Informationen, überflüssiges Design und mangelhafte Struktur: Gastronomen gehen mit dem Medium Internet häufig fahrlässig um.

Wer sich in die Selbständigkeit begibt, auf dem Dienstleistungssektor zumal, sollte sich Gedanken machen über eine Erfolg versprechende Marketingstrategie. Vor der digitalen Revolution war diesbezüglich oftmals der Gang zum Drucker ausreichend, der die basale Geschäftsausstattung besorgte – bestehend aus Visitenkarte, Briefpapier und Firmenstempel. Nun ist seit einigen Jahren die eigene Internetpräsenz quasi obligatorisch, um potentielle Kunden zu interessieren und Vorabinformationen zu bieten. Nur die „happy few“, die tatsächlich Etablierten, leisten sich den Luxus der medialen Ignoranz und feiern ihre Netz-Abstinenz.

Auch Sterneköche wie Kaufmann oder Bourgueil betroffen

Doch auch Kochveteranen müssen jeden Tag auf’s neue in der Küche ihren Ruf bestätigen. Sie werden dieser Herausforderung naturgemäß nicht stets in gleicher Art und Weise gerecht. Ähnliche Probleme spiegeln sich im Netz. Die Traube in Grevenbroich bietet beispielsweise nichts weiter als eine „Web-Visitenkarte“. Dort finden sich Name und Kontaktdaten – nicht mehr, als jedes Telefonbuch offenbart. Kein informativer Mehrwert, von Möglichkeiten zur medialen Interaktion ganz zu schweigen. Und die Seite des Düsseldorfer Restaurants Im Schiffchen ist tagelang schlicht nicht zu erreichen.

Was gute Gastro-Websites können müssen

Neben Adresse und Koordinaten sollte eine gute Restaurant-Website mindestens zwei bis drei Fotos des Interieurs bieten, damit sich der potentielle Gast ein Bild machen kann, ob ihm das Lokal konveniert. Darüber hinaus ist ein Überblick über Speisen und Getränke wünschenswert. Die seltsame Sitte, dabei auf Preise zu verzichten, ist genauso übertrieben vornehm wie unverständlich. Und wenn es Besonderes gibt, ist hier der Ort, darauf hinzuweisen: Werden spezielle regionale Produkte verarbeitet? Hat der Küchenchef eine spannende Vita? Atmet das Lokal Geschichte?

Design allein reicht im Internet nicht

Edel, schick, hochwertig – wer sein Ambiente so beschrieben wissen will, engagiert meist eine Agentur, die das Webdesign besorgt. Dabei werden leider regelmäßig proprietäre Techniken eingesetzt, deren einziger Sinn an der Oberfläche liegt. Und für den Restaurantbetreiber mittelfristig nur Nachteile bietet, nicht zuletzt eine erschwerte inhaltliche Pflege der Seiten. Das Restaurant Kleines Schwarzes steht dafür beispielhaft: Das seit einem Jahr existierende und durchaus ambitionierte Kölner Lokal verprellt Interessenten, die vom tollen Mittagsangebot gehört haben und nun danach suchen. Error 404 – die betreffende Seite kann leider nicht gefunden werden. Von einer schlüssigen Informationsarchitektur ganz zu schweigen.

Kurios: 10 Jahre alte Informationen

Schließlich existieren Gastro-Seiten, die scheinbar seit zehn Jahren unverändert im Netz stehen. Ohne jegliche Struktur, keinerlei aktuelle Information, viel Falsches. Das Landhaus Hagen ist eigentlich ein ganz spezieller Ort am kulinarisch oftmals tristen Niederrhein. Rheinisch-asiatische Fusion-Küche mit frischen, oft selbst hergestellten, Produkten. Angenehmes Ambiente. Kompetent zuvorkommender Service. Und dann die Homepage: Eine Internetpräsenz für’s Technikmuseum. Schade, nein ärgerlich. Denn mit wenig Aufwand und etwas Liebe zum Detail ließe sich leicht Abhilfe schaffen. Ein Ausweg könnten Gastro-Seiten sein, die sich kostenloser Blog-Technologie bedienen. Klare Struktur, leichte Bedienbarkeit, höchster technischer Standard. Damit der Genuss für Gäste schon im Netz beginnt.

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