Kokosöl in der gesunden Küche

Zwar enthält Kokosöl einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, seine Verwendung in der Küche kann aber trotzdem positive Wirkungen auf die Gesundheit haben.

Im Vergleich zu Kokosmilch und Kokoswasser handelt es sich bei Kokosöl nicht um ein kalorienarmes Trendgetränk sondern um ein hochwertiges Öl mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen und für die gesunde Küche geeigneten Eigenschaften.

Kokosöl und seine Inhaltsstoffe

Kokosöl ist ein reines Öl ohne Zusatz von Kohlenhydraten und Eiweiß. Es enthält im Vergleich zu vielen anderen Ölen etwa zehn mal mehr gesättigte Fettsäuren(86 g je 100 ml). Außerdem sind einfach (5,8 g je 100ml)) und auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren (1,8 g je 100ml) vertreten. Vor allem zu nennen sind die hochwertige Linolsäure, die Ölsäure und Laurinsäure sowie Caprinsäure und Myristinsäure. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren. An Vitaminen und Mineralstoofen sind nur geringe Mengen enthalten, hier sind vor allem Cholin und auch die für die Gesundheit von Herz und Kreislauf wichtigen Vitamine E und K zu nennen. Weiterhin ist noch etwas Eisen enthalten.

Eigenschaften und Wirkungen der Fettsäuren des Kokosöls

Linolsäure kann nicht vom Menschen selbst synthetisiert werden und muss deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie unterstützt wichtige Körperfunktionen auf zellulärer Ebene. Ein Mangel an Linolsäure kann zu

  • trockener Haut,
  • Haarausfall, langsamer Heilung und
  • schlechter Funktion des Gehirns

führen.

Die Ölsäure hingegen ist eine Omega-3-Fettsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure wie sie in Erdnussbutter, Avocados sowie Nüssen und Samen vorkommt. Sie hat eine antioxidative Wirkung, kann das gute HDL-Cholesterin erhöhen und dazu beitragen, die Gesundheit des Herzens verbessern.

Bei der Laurinsäure handelt es sich um eine mittelkettige Fettsäure, die zu 50 % in Kokosöl vertreten ist. Sie kommt auch in der menschlichen Muttermilch vor und ist für einige der immunstärkenden Wirkungen bei gestillten Säuglingen verantwortlich. Laurinsäure wird im Körper zu Monolaurin umgewandelt, welches antimikrobielle Wirkung besitzt und die Lipidschicht von Viren wie HIV, Herpes und Influenza zerstören kann.

Die Caprinsäure wird unter anderem als antimikrobielles Pestizid verwendet, hat jedoch keine toxischen Wirkungen auf den menschlichen Körper. Sie kann beispielsweise dazu beitragen, den Insulinspiegel nach dem Verzehr von Kohlenhydraten auszugleichen und die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin zu verbessern.

Die nach dem Muskat (Myristica fragrans) benannte Myristinsäure kann allerdings – in großen Mengen genossen – die Leber zu einer erhöhten Cholesterinproduktion veranlassen.

Verwendung von Kokosöl

Entgegen der Ansicht, dass alle gesättigten Fettsäuren ungesund sind, kann Kokosöl tatsächlich dazu beitragen, die Gesundheit des Menschen zu verbessern, Krankheiten vorzubeugen und zum Beispiel die Verdauung zuverbessern.

Die Nutzung hochwertiger Pflanzenöle beim Kochen, Backen und Zubereiten von Speisen ist eine wissenschaftlich haltbare, aktuelle Empfehlung gängiger Fachgesellschaften wie beispielsweise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Kokosöl gehört zu eben diesen hochwertigen Pflanzenölen mit einer gut verwertbaren Fettsäurenzusammensetzung und sollte deshalb in keiner Küche fehlen.

Natürlich passt nicht zu allen Gerichten ein Kokosöl, aber zum Kochen und Grillen von Fleisch eignet es sich zum Beispiel sehr gut, da hierbei kaum schädliche Nebenprodukte entstehen wie bei anderen Ölen. Wok-Gerichten verleiht Kokosöl einen exotischen Geschmack und auch als Basis für Salatdressings oder zum Marinieren von Fisch und Huhn lässt es sich sehr gut verwenden.

Weitere Anwendungsgebiete

Kokosöl findet nicht nur Verwendung in der Küche, sondern beispielsweise auch

  • für gesunde Haut und Haare,
  • gegen Zecken,
  • sogar zum Abnehmen,
  • bei Cellulite und
  • für die Schilddrüse.

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