Männerschönheit und das Thema Proteine

Proteine werden besonders von Männern gerne für den Muskelaufbau eingenommen. Bei der Vielzahl der Proteinangebote ist die Qualität wichtig.

Auch Männer wollen schlank sein und suchen nach Möglichkeiten, dies zu bewerkstelligen. Männer legen ebenso wie Frauen Wert auf einfach anzuwendende und vor allem wirkungsvolle Methoden, um zu viel an Gewicht dauerhaft zu verlieren. In der breiten Palette der Angebote zum Schlankwerden, Schlanksein und Schlankbleiben setzt sich ernährungsphysiologische sinnvolle Trennkost immer mehr durch und findet auch in verschiedenen modernen Abnehmprogrammen Eingang.

Es gibt zu dieser Ernährungsform, die allgemein und auch ernährungsphysiologisch als sinnvolle Ernährungsumstellung anerkannt ist, jede Menge Literatur. Diese Werke sind eine sinnvolle Ergänzung in der Kochbuch-Ecke eines jeden Haushalts. Selbst wer keine Gewichtsprobleme hat, findet darin wertvolle Hinweise zur Ernährung im Allgemeinen.

Abends nur noch Eiweiß

Schlank im Schlaf. Wer wünscht sich das nicht? Ob dieser Titel neuer Abnehmprogramme einen realistischen und seriösen Hintergrund hat, kann ganz einfach untersucht werden. Die zugrunde liegende Theorie ist, dass wie bei der Trennkost auch, die Nahrung in ernährungsphysiologisch sinnvoller Art zu sich genommen wird. Sinnvoll bedeutet, dass der Körper die zugeführte Nahrung einfach und unkompliziert aufschlüsseln und verwerten kann. Dies geschieht am besten, indem Eiweiß von Kohlehydraten getrennt gegessen wird.

Wer am Abend gerne isst, sollte dann nur noch Eiweiß zu sich nehmen. Denn die Verarbeitung von Eiweiß benötigt mehr Energie als das Eiweiß liefert. Das ist der Grund, warum das Abnehmen im Schlaf so gut funktioniert. Diese Ernährungstheorie wurde von Dr. Pape einem breiten Publikum als Insulin-Trennkost zur Verfügung gestellt. Da sich viele Menschen mit großer Begeisterung auf neue Werke stürzen, wenn es um das Thema Abnehmen geht, bestätigen die zahlreichen Erfahrungswerte Abnehmwilliger die Richtigkeit der zugrunde liegenden Theorien.

Nicht jedes Eiweiß ist gesund

Allerdings ist nicht jedes Eiweiß wirklich gesund. Zumal nicht in riesigen Mengen. In Bodybuildingzentren und auch in der Sportlerwelt schwört nicht nur die Männerwelt auf Eiweißpulver und dies manchmal in recht großen Mengen. Doch nicht die Quantität ist entscheidend. Viel eher muss sich jeder Mann die Frage stellen, welches Eiweiß wertvoll und sinnvoll ist. Nicht alles, was angepriesen wird, ist außer teuer auch inhaltlich sinnvoll und gesund. Und das soll es in jedem Fall sein. Schließlich ist das Vorhaben Abnehmen ein Programm für die Gesundheit.

Aus Sportlerkreisen war in der letzten Zeit zu dem Thema Eiweiß als Dopingmittel einiges zu erfahren. Wer sich näher in das komplexe Thema einlesen will, kann zum Beispiel in den Artikeln sportmedizinischer Zeitschriften viel Wissenswertes zum Thema Ernährung, Eiweiß und Nahrungsergänzung in Erfahrung bringen. Das Thema Eiweiß ist nämlich bei genauer Betrachtung recht komplex und nicht so einfach, wie es in manchen Reklamen aussieht.

Die körpereigene Eiweißproduktion

Ernährungsphysiologisch ist bekannt, dass der Körper sehr gut in der Lage ist, mittels ausgeklügelter Selbstregulationsmechanismen die lebenswichtigen Proteine selbst herzustellen. Insofern stellt sich natürlich die Frage, wie es dann um die zusätzlichen Eiweißrationen steht, die besonders in Bodybuilderkreisen in hohen Mengen absolute Schönheitsversprechen bieten. Was es mit solchen Versprechen auf sich hat und wie weit der Schönheitswahn auch negative Wirkungen zeigen kann, ist in der vielfältigen Literatur zum Thema nachzulesen. Besonders im Bereich des Triathlonsports und in Fachmagazinen für Sportler gibt es jede Menge Interessantes zum Weiterlesen.

Proteine sind die Eiweißstoffe, die für viele verschiedene Körperfunktionen benötigt werden, um fit, schlank und gesund, also auch schön zu sein und zu bleiben. Deshalb ist gegenüber allen Angeboten an zusätzlichen Eiweißportionen in Form diverser Eiweißpulver eine gesunde Skepsis angebracht. Obendrein nimmt der moderne Mensch mit seiner Nahrung bereits weitaus mehr Eiweiß zu sich, als es der Körper überhaupt benötigt. Rund um das Thema Eiweiß, Schlankheit, Muskeln und Männerschönheit rankt sich allerlei Widersprüchliches.

Zu viel Eiweiß kann fett machen

Da der Körper grundsätzlich in der Lage ist, selbständig aus der zugeführten Nahrung die notwendigen Proteine herauszulösen, wandelt er einen Eiweißüberschuss in Fett und Kohlehydrate um. Damit geschieht bei vermehrter Zufuhr von Eiweiß durch Zusatznahrung nicht nur das Gegenteil des Gewünschten, zu viel Eiweiß belastet durch die verschiedenen Abfallprodukte, die bei dem Eiweißab- und umbau entstehen, auch die Ausscheidungsorgane, wie zum Beispiel die Nieren. Das wiederum hängt auch davon ab, welche Eiweißquellen genutzt werden.

Dass alleine die Menge an Eiweiß schön, schlank und gesund macht, ist nicht wahr. Der Körper hat ein ausgeklügeltes System des Miteinanders einzelner Stoffe zur Verfügung. Wer viel von der „falschen“ Eiweißsorte zu sich nimmt und denkt, er könnte damit schlank werden oder gar bleiben, irrt. Zum Thema Eiweiß als Fatburner sind in diversen Fit- und Schlank-Büchern Ernährungstipps zu finden. Wichtig ist es, nicht unbedingt auf werbewirksame Aussagen zu achten, sondern sich viel eher dem Thema Ernährung im Sinne gesunder Ernährung zuzuwenden. Denn wer die vielfältigen Informationen zum Thema Eiweiß und Gesundheit näher betrachtet, kommt am Ende wieder zum Thema „vernünftige Ernährung“. Denn sie ist der größte Garant für dauerhaften Erfolg. Ausschließlich engstirnige Fokussierungen auf Halbwahrheiten bringen weder Erfolg noch die gewünschte Schönheit.

Wer Crash-Diäten nutzt und meint, der schnelle Erfolg käme mit einer ausschließlich auf Eiweiß abgestimmten Nahrung, verliert zwar zunächst Wasser, jedoch kein Fett. Im Gegenteil: wer ausschließlich Eiweiß zu sich nimmt, gerät in die befürchtete Jo-Jo-Falle. Viel Eiweiß und wenig Kohlehydrate erzeugen in dieser Kombination im Körper die sog. „Ketose“, das Hungerprogramm. Wer im Zuge des Diätenwahns nur noch Eiweiß zu sich nimmt, bildet Ketonkörper, die mit dem Wasser ausgeschieden werden. Der Körper jedoch meldet „Hunger“ und die Antwort des Stoffwechsels ist: Reserven bauen. Damit verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Jo-Jo-Effekt beginnt.

Beim sog. „Hungerstoffwechsel“ schaltet der Körper von selbst den Stoffwechsel auf den Hungerzustand und beginnt zum Überleben andere Energieressourcen anzuzapfen. Erst nutzt er die Kohlenhydratvorräte, also Glykogen und anschließend das deponierte Fett. Wer jetzt denkt, dass es ja genau darum geht, irrt. Denn bei diesen Vorgängen des Selbstregulierens wird auch Körpereiweiß abgebaut. Damit tritt nicht nur der gegenteilige Effekt ein. Der Körper schwächt sich selbst und anstatt Fett zu verlieren, wird die Muskelmasse reduziert. In der Ernährungsumschau wird dieser Vorgang wie in anderen Fachmagazinen deutlich erklärt.

Hochwertiges Eiweiß aus Pflanzen

Wer durch gezielte Eiweißkost abnehmen will und den Aufbau der Muskulatur fördern will, benötigt vor allem hochwertiges Eiweiß. Es macht keinen Sinn, Eiweißpulver in Riesenmengen zu sich zu nehmen, das eine mindere Wertigkeit besitzt, da es den Körper und seine Stoffwechselfunktionen erheblich belastet und sogar gegenteilige Effekte mit sich bringt.

Die Lupine bietet auch den Veganern Eiweiß

Als besonders hochwertige Eiweißlieferanten gelten die Lupinen. Das Lupineneiweiß können auch Veganer und Vegetarier sowie Rohköstler unbedenklich einnehmen. Der Vorteil dieses pflanzlichen Eiweißes liegt auf der Hand: Lupineneiweiß belastet den Körper viel weniger als Eiweißpulver tierischer Herkunft. Lupineneiweiß bietet dem Körper keine schädlichen Purine an, wie dies bei tierischem Eiweiß der Fall ist und es ist basisch.

Das Lupineneiweiß bietet dem Körper zusätzlich wertvolle Stoffe an. Lupine ist reich an den essentiellen Aminosäuren und verschiedenen Mineralstoffen. Diese natürlichen Vitalstoffe der Lupine unterstützen und fördern den Stoffwechsel, was im Nebeneffekt auch das Schlankwerden unterstützt. Diese pflanzlichen Vitalstoffe werden vom Körper sehr gut aufgenommen. In der Fachzeitschrift für Agrarwirtschaft, Ernährung und Ökologie wurde über die Lupine als Nahrungsmittel für Menschen ausführlich berichtet.

Proteine und Aminosäuren

Wer Eiweißpulver einnehmen will, um den Muskelaufbau zu fördern und Fett abzubauen, braucht hochwertiges Eiweiß, in dem die essentiellen Aminosäuren in einer optimalen Kombination vorliegen. Denn diese Eiweißbausteine bestimmen darüber, ob der Körper sie optimal erschließen kann. Je höher der Anteil essentieller Aminosäuren aus pflanzlicher Herkunft ist, umso besser kann der Körper die Eiweißbausteine aufnehmen. Lupineneiweiß erfüllt diese Anforderungen und ist zur Eiweißversorgung geeignet. Allerdings ist zu empfehlen, dass es aus 100 Prozent kontrolliert biologischer Herkunft stammt und dass es ohne Gentechnik erzeugt wurde.

Die sog. biologische Wertigkeit

Entscheidend für eine optimale Biosynthese zugeführter Eiweißstoffe ist der Gehalt an den essentiellen Aminosäuren und die Verfügbarkeit dieser für den Körper. Proteine bestehen grundsätzlich aus Aminosäuren. Davon sind acht essentielle Aminosäuren bekannt. Zu den acht essentiellen Aminosäuren zählt das Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Methionin, Lysin und Threonin. Davon sind die ersten drei die wichtigsten Aminosäuren, wenn es ums Abnehmen geht. Daneben gibt es viele nicht essentielle Aminsäuren, die vom Körper umgebaut werden müssen, um verfügbar zu sein. Dies geschieht in Notfallsituationen, in denen es an den essentiellen Aminosäuren mangelt.

Aminosäuren müssen gekennzeichnet sein

Hochwertige Eiweiß-Produkte besitzen Angaben zur Menge und Art der enthaltenen Aminosäuren. Leucin sowie Valin und Isoleucin zeichnen sich durch eine schnelle Verfügbarkeit aus. In guten Eiweißpulvern sollten diese drei Aminosäuren in dem Verhältnis 2:1:1 vorliegen. Je einzunehmendem Eiweiß-Shake sollten grundsätzlich 6 Gramm der drei genannten essentiellen Aminosäuren enthalten sein. Bei Eiweißprodukten aus Soja gelten die sog. Soja-Isolate als wertvolle Proteine.

Keine schnellen Internetkäufe tätigen

Im Internet als weltweitem Marktplatz tummeln sich billige Eiweißprodukte und das Angebot ist unübersichtlich. Vor dem Kauf macht es Sinn, sich gründlich zu informieren und nicht nur dem Kauf von Billig-Eiweißpulvern nachzujagen. Minderwertige Eiweißpulver schaden der Gesundheit. Wer sich entscheidet, dem Körper Eiweiß zuführen zu wollen, sollte seiner Gesundheit zuliebe Proteine nehmen, die der Körper gut aufnehmen kann und die dem Körper Nutzen bringen und nicht schaden.

Der aus Süddeutschland stammende Arzt Dr. Johann Georg Schnitzer beschäftigt sich ausführlich mit den Themen Gesundheit und Ernährung und bietet allerlei Informationen zum Thema Eiweiß, Bodybuildung, Schönheit und Muskeln, Doping und Eiweißüberschuss, auch in Bezug auf den Leistungssport und beschreibt auch die Gefahren einer falschen Ernährung. Er hat sich der Erforschung natürlicher Gesundheit und der Ursachenforschung chronischer Krankheiten und degenerativer Erkrankungen gewidmet und ist seit 1966 Mitglied des Wissenschaftlichen Rates der Internationalen Gesellschaft für Nahrungs- und Vitalstoff-Forschung und Zivilisationskrankheiten und bietet ein breites Spektrum an Wissen zu diesem Themenkomplex.

Schön, vital und voller Elan ab 50

Dass Muskeln mit dem Älterwerden nachlassen, ist als bedauernswerte Tatsache bekannt. Wer, wie so viele moderne 50+-Angehörige, dagegen angehen will, sollte sich an die Erkenntnisse des Ernährungswissenschaftlers Michael Hamm halten. Denn wie auch in anderen Lebensabschnitten ist der Schlüssel zum Erfolg auch ab 50 in einer ausgewogenen Ernährung in einer sinnvollen Kombination mit Bewegung zu finden. Der Bewegungsspezialist und Hochschulprofessor Ingo Froböse kann in puncto Bewegung fundierte Kenntnisse vermitteln. Denn schließlich zählen wir alle, egal in welchem Alter, zu den modern lebenden Menschen unserer Zivilisation und müssen uns den gleichen Themen stellen, die unsere Urväter noch mit gesundem Menschenverstand im Alltag umsetzten.

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